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Wittstock/Dosse Katjuscha Chor feierte Geburtstag musikalisch
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Katjuscha Chor feierte Geburtstag musikalisch
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18:24 13.05.2018
Die Chormitglieder sangen nicht nur, Galina (vorne) zeigte auch Tanzeinlagen. Quelle: Christian Bark
Dranse

Seit zehn Jahren ist der Katjuscha Chor nun schon ein fester Bestandteil der Wittstocker Kulturszene und darüber hinaus. Seinerzeit hatte die Gruppe einen Akkordeonspieler gebraucht, wie Karin Thieme von der Wittstocker Kirchengemeinde berichtete. Als sie den mittlerweile in Liebenthal lebenden Peter Kaping anrief, habe der zunächst nicht zugesagt, sich später aber doch gemeldet. „Seitdem halten wir uns die Treue“, sagte Peter Kaping, der dann auch Chorleiter geworden war.

Der Wittstocker Katjuscha Chor hat mit seinem Geburtstagskonzert in der Dranser Dorfkirche gleich noch etwas Gutes für das Gotteshaus getan. Statt Eintrittsgeld wurden Spenden eingesammelt, die der Innenraumsanierung zugute kommen sollen.

Diese und weitere Anekdoten aber vor allem ganz viel Musik hörte am Sonntagnachmittag das Publikum in der Dranser Dorfkirche. Dort feierte der Chor mit einem Benefizkonzert seinen zehnten Geburtstag. „Das ist auch zum Andenken an unser ehemaliges Chormitglied und unseren Freund Rainer Kühn“, erklärte Peter Kaping nach dem Konzert. Kühn, der im vergangenen Jahr verstarb, hatte sich nicht nur für den Chor engagiert, sondern auch im Förderverein der Dranser Dorfkirche. So habe der Chor diesen Ort für sein diesjähriges Muttertags- und Jubiläumskonzert gewählt.

Das Publikum klatschte und sang bei vielen Liedern mit. Im Anschluss waren die Besucher noch zu Kaffee und Kuchen in und vor das Kirchgemeindehaus geladen. Quelle: Christian Bark

Sehr zur Freude von Rainer Kühns Witwe Sybille Kühn, die ebenfalls im Förderverein ist. „Sehr viele Leute haben etwas in die Spendenkollekte geworfen“, sagte sie. Das Geld komme der dringend nötigen Innenraumsanierung der Kirche zugute. „Wir werden demnächst noch einen Antrag auf Fördermittel stellen“, kündigte Sybille Kühn an. Vielleicht tue sich dann bald was am Gotteshaus.

Ein Konzert zum Mitmachen

Bevor das Publikum spenden konnte, war es im Konzert nicht nur passiver Zuhörer, sondern auch aktiv an der Gestaltung des Musikprogramms beteiligt. Neben Mitklatschen war auch Mitsingen angesagt. Dafür ließen die Chormitglieder Texte bekannter deutscher Volkslieder wie „Der Mai ist gekommen“ oder „Auf einem Baum ein Kuckuck“ zirkulieren.

Deutsche Volkslieder, aber vor allem russische, die die Seele des Publikums berührte, brachte der Chor zu Gehör. Zum Beispiel das russisch-jiddische „Tumbalalaika“ oder „Kalinka“ sowie „Iwuschki“. Letzteres bedeutet auf Deutsch „Weinbaum“, wie Peter Kaping erklärte. Wie in fast allen Liedern des Chores ging es darin um die Liebe.

Zum Dank gab es Rosen von Sybille Kühn (r.) vom Förderverein. Quelle: Christian Bark

Bevor die Sänger den englischen Titel „Those were the Days my Friend“ auf Russisch und ergänzend auch auf Deutsch anstimmen konnte, half „Igor“ über eine kurze Kunstpause hinweg. Der mit Batterien betriebene, singende Schafbock ist in den vergangenen Jahren zu einem Maskottchen für den Chor avanciert, wie Peter Kapings Ehefrau Johanna berichtete. Während des Konzerts warb Peter Kaping zudem für neue Mitglieder. „Wir treffen uns jeden Mittwoch um 16 Uhr“, informierte er. Wer Lust habe oder einfach mal gucken kommen wolle, sei herzlich in den Martinsraum in der St. Marienstraße eingeladen.

Im Garten spielte Peter Kaping (l.) weiter. Quelle: Christian Bark

Ohne zwei Zugaben wollte das Publikum die Kirche am Sonntag zunächst nicht verlassen, nachdem der Chor dem nachgekommen war, fanden sich fast alle Kirchbesucher im oder vor dem Kirchgemeindehaus in Dranse wieder. Dort gab es Kaffee und Kuchen. „Den Kuchen haben die Dorffrauen selbst gebacken“, sagte Sybille Kühn.

Während es sich die Besucher im Garten gut gehen ließen, juckte es Peter Kaping wieder in den Fingern. Er holte sein Akkordeon heraus und spielte im Garten weiter. Dabei bekam er bald Unterstützung von einem Mitglied des Kyritzer Shantychores „Stella maris“.

Von Christian Bark

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