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Wittstock/Dosse Sanierung: Von einer Kirche zur nächsten
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Sanierung: Von einer Kirche zur nächsten
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00:21 14.01.2019
Die Dorfkirche in Jabel: Das Kirchenschiff ist frisch saniert. Der Turm blieb zunächst außen vor. Quelle: Björn Wagener
Wittstock/Heiligengrabe

Die Sanierung von Kirchen in der Region wird weiter vorangetrieben. Nachdem das Schiff der Dorfkirche in Jabel im vergangenen Jahr im Fokus stand und dessen Sanierung nun bis auf Restarbeiten an der Elektrik so gut wie abgeschlossen ist, stünden die nächsten Projekte vor der Tür. Das kündigt Berthold Schirge an. Er ist Pfarrer im Pfarrbereich Papenbruch des Kirchenkreises Wittstock-Ruppin.

Zweiter Bauabschnitt folgt

Zunächst einmal gehe es um die Kirche in Rossow. Dort stehe die Sanierung in diesem Jahr an. Vorgesehen seien umfängliche Arbeiten an Dachstuhl, Dach und Kirchenschiff. 280.000 Euro seien dafür eingeplant. Die Finanzierung sei gesichert. Die Baumaßnahme solle voraussichtlich auch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Es ist dort bereits der zweite Bauabschnitt, nachdem im vergangenen Jahr der Turm saniert wurde. Er besticht durch seine hölzerne Verschalung. „Es ist herausragendes Gebäude.“

Sehr wahrscheinlich, wenn auch noch nicht ganz sicher sei laut Berthold Schirge die Sanierung der Dorfkirche in Teetz in diesem Jahr. Der Ort gehört kommunalpolitisch zwar zu Kyritz, aber gleichzeitig auch zum Kirchenkreis Wittstock-Ruppin. „Es ist zwar noch kein Förderbescheid vorhanden, aber die Signale sehen günstig aus“, so Schirge. 140.000 Euro seien dort veranschlagt.

Blandikow, Fretzdorf, Papenbruch

Im kommenden Jahr sei dann der Kirchturm in Blandikow zur Sanierung vorgesehen. Dort würden etwa 180.000 Euro investiert. Anvisiert würden zudem Arbeiten an der Dorfkirche in Fretzdorf. Dort gehe es um rund 400.000 Euro. Diese Summe solle in die gesamte Gebäudesubstanz fließen – Dachstuhl, Dach, Fassade. „Die entsprechenden Anträge wurden gestellt“, so Berthold Schirge. Darüber hinaus solle versucht werden, das Dach der Kirche in Papenbruch zu sanieren. „Aber das ist noch nicht sicher. Da stehen wir noch ganz am Anfang.“

Fördermittel und eigenes Geld

Alle Investitionen in Kirchen sind nur mit Fördermitteln möglich, die mit Eigenmitteln kombiniert werden. Eine Möglichkeit ist der sogenannte Staat-Kirche-Vertrag, der zum Beispiel bei den Vorhaben in Rossow und Blandikow ins Spiel komme. Das heißt, eine Hälfte der Kosten übernehme das Land Brandenburg, die andere die Kirche. Um die letztere Hälfte aufzubringen, zögen Landeskirche, Kirchenkreis und die jeweilige Kirchengemeinde an einem Strang, so Schirge. In Teetz komme dagegen das EU-Förderprogramm Leader zum Einsatz, das aber ebenfalls nur mit finanzieller Eigenbeteiligung nutzbar ist.

An der Dorfkirche in Jabel müsste eigentlich ein zweiter Bauabschnitt folgen, der sich auf den Turm konzentriert. Aber die Finanzierung sei noch offen. „Wir müssen schauen, wie wir unseren Eigenanteil sichern. Richtig in Fahrt gekommen sind wir da noch nicht“, sagt Pfarrer Schirge. Sollte sich das eines Tages ändern, so kann er sich aber in einem gewiss sein: Für die Gottesdienste gibt es eine Ausweichmöglichkeit – die Altlutherische Kirche, das zweite Gotteshaus im kleinen Jabel. Es habe bereits für die Zeit der Bauarbeiten an der Dorfkirche für diesen Zweck zur Verfügung gestanden. „Da besteht ein sehr gutes gegenseitiges Einvernehmen. Niemand will den anderen verdrängen“, sagt Pfarrer Schirge.

Von Björn Wagener

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