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Wittstock/Dosse Der Mann, der die Klitschkos schützte
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14:09 01.07.2018
Dogan Orakci (Mitte) mit den Workshop-Teilnehmern Ralf (l.) und Jan Philipp Neinaß. Quelle: Björn Wagener
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Wittstock

Zehn Jahre lang sorgte Florian Dau für den Personenschutz der Klitschko-Brüder, die zu den bekanntesten ehemaligen Box-Profis zählen. Heute betreibt er eine Kampfsportschule in Kaltenkirchen bei Hamburg. Am vergangenen Wochenende konnten Kampfsportbegeisterte in der Wittstocker Stadthalle von ihm lernen – ebenso wie von anderen internationalen Koryphäen der Szene: Tair Narimanov aus Russland; Andreas Eggert aus Salzwedel; Jason Träder aus Hasenwinkel; Dogan Orakci aus der Schweiz; Boris Dodita aus Moldawien und natürlich Frank Kallies, dem Abteilungsleiter Jiu Jitsu/Budosport der SG Einheit Wittstock.

Aus Kung-Fu-Verein hervorgegangen

Die Abteilung feiert mit der Veranstaltung ihr zehnjähriges Bestehen. Sie sei damals aus einem Kung-Fu-Verein hervorgegangen, sagt Frank Kallies.

Die Abteilung Jiu Jitsu der SG Einheit Wittstock feiert an diesem Wochenende zehnjährige Bestehen.

Heute trainiere er in Wittstock rund 50 Aktive von insgesamt rund 70 Vereinsmitgliedern; außerdem 25 Mitglieder beim Pritzwalker Sportverein 1911 sowie zehn bei der Lebenshilfe Prignitz. Dabei legt Frank Kallies auch großen Wert darauf, Menschen mit Behinderungen in die Kampfkunst einzubeziehen.

Workshops bei den Besten

75 bis 80 Teilnehmer, darunter auch viele Kinder und Jugendliche, bekamen am Samstag die Gelegenheit, sich von den Großmeistern in Workshops unterweisen zu lassen. So wie Ralf Neinaß und Sohn Jan Philipp Neinaß vom SC Kempow-Neuruppin. „Dieser Sport vereint viele Fähigkeiten: Konzentration, Körperbeherrschung, Kraft, Ausdauer, mentales Training – und man lernt natürlich auch die Selbstverteidigung“, sagt Ralf Neinaß.

Kontrolle ohne Krafteinsatz

„Den Gegner kontrollieren, ohne Kraft einzusetzen“, darum gehe es beim Jiu Jitsu, sagt Dogan Orakci, der seit 40 Jahren Aikijutsu betreibe, eine dem Jiu Jitsu verwandte Kampfsportart. Das Bewegungsmuster sehe einfach aus, erfordere aber viel Übung. „Ich führe eine Kampfsportschule in der Schweiz, bin aber auch in der ganzen Welt unterwegs – USA, Europa, Australien“, sagt der 49-Jährige, der zudem Landespräsident Schweiz von Jiu Jitsu International sei. In Wittstock vermittelte er den Workshop-Teilnehmern Basics, um sie „nicht zu überfordern“.

Ähnlich machte es auch Boris Dodita. Er fokussiere sich ebenfalls auf die grundlegende Techniken, sagte er und lobte vor allem die Arbeit von Frank Kallies in Wittstock und Pritzwalk, vor allem auch im Hinblick auf das Einbeziehen behinderter Menschen. Dodita habe die Erfahrung gemacht, dass gerade sie sportliche Techniken besonders exakt und strukturiert ausführen.

Das Fest zum Zehnjährigen bot am Samstagabend auch Unterhaltung mit Sänger Rob Wilson.

Am Sonntag finden die Workshops von 10 bis 13 Uhr statt.

www.sg-einheit-wittstock.blogspot.com

Von Björn Wagener

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