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Wittstock/Dosse Eine Leiche zum Stadtfest
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12:53 05.09.2018
Der tote Albert ist vermutlich vergiftet worden, wie Inspektor Holmes feststellt. Quelle: Christian Bark
Freyenstein

Seit fünf Jahren erwartet die Freyensteiner und ihre Gäste zum Stadtfest immer ein Theaterstück. Bestandteil der Laienschauspielertruppe sind Anwohner, die Spaß am Spielen und Darstellen haben. „Unser erstes Stück war ein historisches Spektakel“, erinnert sich Stefan Lischnewski vom Freyensteiner Förderverein. Bisweilen hatte er die Stücke immer selbst geschrieben.

„Im Sommer haben wir gespielt, im Herbst habe ich geschrieben und ab Weihnachten hatten die ersten ihren Text“, sagt Stefan Lischnewski. Die Truppe sei vielseitig und habe auch schon ein Märchenstück gezeigt. Im vergangenen Jahr lehnte sich das Historienspektakel aus der Feder Stefan Lischnewskis an die Verleihung der Stadtrechte an Freyenstein vor 730 Jahren an.

Die Leiche wird fortgetragen. Quelle: Christian Bark

In diesem Jahr wird es kein so groß angelegtes Spektakel geben, dafür öffnen sich die Schauspieler aber einem neuen Genre: einem Kriminalstück. Das hat nicht etwa der Fördervereinsvorsitzende verfasst, sondern die Freyensteinerin Urlike Frölich. „Ich bin dieses Jahr nicht dazu gekommen, mein Stück fertigzuschreiben“, erklärt Stefan Lischnewski.

Die Geschichte knüpft bedingt an das Spektakel von 2017 an. Es beginnt damit, dass die Schauspieltruppe des vergangenen Jahres in einer von Freyensteins vielen Kneipen auf ihren Erfolg beim Publikum anstoßen will. Doch die fröhliche Stimmung kippt, als Schauspieler „Albert“ plötzlich tot vom Stuhl kippt.

Sherlock Holmes Nachfahre ermittelt

„Er ist ein Schürzenjäger und hat nicht nur Freunde in Freyenstein“, sagt Andreas Riesler, der den Albert verkörpert. Nach seinem recht kurzen Auftritt als Leiche wirkt Andreas Riesler im Laufe des Stückes dann als Statist mit, wie er berichtet.

An die Aufklärung des kniffligen Kriminalfalls macht sich sogleich das Polzistenteam Inspektor Holmes, ein Nachkomme des berühmten Detektivs Sherlock Holmes, und sein Assistent. Sie werden von Arnold Flau und Manfred Ziegenbein verkörpert und legen nicht gerade kriminologischen Scharfsinn an den Tag.

Jutta Techen hilft bei Texthängern. Quelle: Christian Bark

Verstärkt werden sie durch einen neuen 100-Euro-Jobber, den Thomas Techen spielt. Seine Frau Jutta hilft als Souffleuse bei Texthängern weiter.

Am besten kann Jessica Steinberg, die die Kellnerin Lola verkörpert, ihren Text bei den Proben üben. „Wir proben ja nun schon seit März“, blickt sie zurück. Und notfalls könne sie ja den einen oder anderen Stichpunktzettel auf ihrem Kellnertablett unterbringen. Seit vier Jahren ist Jessica Steinberg bei der Theatertruppe dabei. „Weil es einfach Spaß macht“, begründet sie.

Jessica Steinberg (r.) weiß als Kellnerin Lola so einiges zu berichten. Quelle: Christian Bark

In diesem Jahr freut sie sich, dass sie mal nicht die „Marie“ wie in den Historienspektakeln zuvor spielt. Als Kellnerin Lola zeigt sie sich besonders gegenüber Manfred Ziegenbein anzüglich und reizt ihn mit erotischen Anspielungen im negativen Sinne.

Die Marie wird Jessica Steinberg aber wahrscheinlich schon im kommenden Jahr wieder auf den Leib geschrieben sein. Zumindest hat Stefan Lischnewski ein weiteres Historienstück in der Mache, wie er sagt.

Premiere ist am 15. September

Während er dort womöglich wieder den Helden spielen wird, ist seine Rolle im Kriminalstück jedoch negativ behaftet. Er gilt sogar als einer der Tatverdächtigen.

Stefan Lischnewski (Mitte) spielt einen der Tatverdächtigen, der von der Polizei etwas rüde behandelt wird.. Quelle: Christian Bark

Bis zur Premiere beim Stadtfest am 15. September wollen die Freyensteiner noch mehrmals proben. Die Generalprobe ist am Freitag, den 14. September. Heißen soll das Stück übrigens „Mord in Freyenstein“.

Die Aufführung findet am Samstag, 15. September, um 14.30 Uhr am alten Schloss in Freyenstein statt. Sie dauert etwa 45 Minuten. Bei Regen wird im neuen Schloss gespielt.

Von Christian Bark

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