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Wittstock/Dosse Kunst so weit das Auge reicht
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Kunst so weit das Auge reicht
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13:55 26.09.2018
Künstler Andreas Dorfstecher, Hendrik Seipt vom Wittstocker Rotary Club und Christian Hernjokl von der Laga-Gesellschaft (v.l.) mit dem Modell des Kunstwerkes. Quelle: Björn Wagener
Wittstock

Der Wittstocker Kunstwettbewerb unter dem Titel „Herkunft und Zukunft“ ist entschieden: Holzgestalter und Künstler Andreas Dorfstecher aus Rosenwinkel wird das neue Werk für die Stadt schaffen. Er entschied das Rennen um die Gunst der Jury für sich, die sich aus Vertretern des Wittstocker Rotary Clubs, der Gebäude- und Wohnungsverwaltung (GWV) und der gemeinnützigen Laga-Gesellschaft zusammensetzte.

Grafisch, monumental und archaisch

Die Stadt Wittstock unterstützte das Projekt. „Es war eine klassische demokratische Entscheidung – deutlich, aber nicht einstimmig“, sagt Hendrik Seipt vom Rotary Club über die finale Phase im Findungsprozess. Er nennt die Eigenschaften, die das Werk aus Sicht der Jury ausmachen: grafisch, kraftvoll, monumental, archaisch, ruhig.

Allein die Ausmaße sind beeindruckend: Das Ganze wird sich über eine Länge von 40 Metern erstrecken und den Raum zwischen Stadtmauer und Dosseteich, nahe der Königstraße, füllen. Der höchste Punkt ist vier Meter hoch. Das Werk besteht aus zwei Stelen und einem Tor aus dunkel eingefärbtem Eichenholz. Letzteres wird auf halber Strecke zwischen den Stelen platziert, die stattliche 40 Meter voneinander entfernt aufgestellt werden.

Die Stelen sind 2,50 Meter und 2,70 Meter hoch. Sie werden auf der jeweils zum Tor gerichteten Seite mit länglichen Platten aus Corten-Stahl versehen, die etwas schmaler als die jeweilige Stele sind. Aus dem Stahl werden vertikal die lateinischen Worte „Originem“ und „Res Futurae“ – „Herkunft“ und „Zukunft“ – herausgelasert. Der Corten-Stahl gibt den Platten rostfarbene Oberfläche.

Mensch zwischen Herkunft und Zukunft

„Das Tor ist der Ausgangspunkt. Der Mensch steht auf halbem Wege zwischen Herkunft und Zukunft“, beschreibt Dorfstecher sein Werk. „Ich arbeite gern mit Schrift“, sagt er und betont, dass es ihm wichtig gewesen sei, Kunst zu schaffen, die sich selbst erklärt.

Er hatte sich mit seiner Idee letztlich gegen drei Konkurrenten durchgesetzt: Jan Witte-Kropius, Lorenz Mayer und Werner Kothe. Die Jury hatte aus insgesamt 18 Einsendungen zum Kunstwettbewerb zunächst fünf ausgesucht, wovon aber nur vier Teilnehmer Modelle ihrer Ideen eingereicht hätten, so Hendrik Seipt.

Künstler Andreas Dorfstecher aus Rosenwinkel (klein in der Ferne) verdeutlicht die Ausmaße des 40 Meter langen Kunstwerkes, das an der Stadtmauer entstehen wird. Quelle: Björn Wagener

Man habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Der Wettbewerb war Anfang März ausgelobt worden. Bei der Umsetzung ihrer Ideen hatten die Künstler weitgehend freie Hand. Vorgegeben war lediglich die maximale Höhe von vier Metern. Das brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege sei in den Prozess mit eingebunden gewesen, sagt Hendrik Seipt. „Schließlich ist das ein Eingriff ins Stadtbild.“

Tor als Bestandteil des Stadtwappens

Das Tor passe gut zu Wittstock, stimmten Jury und Künstler überein. Schließlich hätten die Tore in der Stadtmauer eine große historische Bedeutung. „Ein Tor ist ein starkes Element in der Symbolik und Heraldik – und sogar Bestandteil des Wappens der Stadt“, sagt Andreas Dorfstecher. Er will sein Werk noch in diesem Jahr, etwa bis November, aufgestellt haben. „Das Holz ist schon vorhanden“, sagt er. Hauptwerkzeug sei dabei die Kettensäge. Die dunkle Farbgebung solle das Kunstwerk besser zur Geltung kommen lassen. Für den festen Stand werden Fundamente und Halterungen aus Stahl sorgen. Fürs Aufstellen des Tores werde ein Kran nötig sein.

20.000 Euro haben die Initiatoren des Wettbewerbes für das Gesamtprojekt zur Verfügung gestellt. Errichtet werde das Werk auf städtischem Grund. Den Boden werde schlichter Rasen bedecken.

Von Björn Wagener

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