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Wittstock/Dosse Mit Künstlern gegen den Leerstand
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Mit Künstlern gegen den Leerstand
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00:39 29.04.2018
Leer stehende Gewerberäume sind dem Gesamteindruck der Innenstadt nicht zuträglich. Quelle: Björn Wagener
Wittstock

Das Problem leer stehender Geschäfte in Wittstock rückte am Mittwochabend auf der Sitzung der Wittstocker Stadtverordneten in den Mittelpunkt. Dafür sorgte der SPD-Fraktionsvorsitzende Wilfried Ulbrig. Für ihn seien die leeren Schaufenster „der Knackpunkt“ in der Stadt. Auch wenn der Wittstocker Mittelstandsverein bereits vor einiger Zeit angekündigt habe, sich des Problems annehmen zu wollen, so sei doch bislang „in keiner Weise etwas Positives geschehen“, befand Wilfried Ulbrig. Dabei gebe es durchaus Möglichkeiten, den derzeitigen Eindruck zu verbessern, was gerade im Hinblick auf die bevorstehende Landesgartenschau im kommenden Jahr dringend nötig sei.

Gute Beispiele aus der Prignitz

Ulbrig verwies dabei auf Beispiele aus dem Nachbarkreis Prignitz. Dort hätten sich Kommunen mit Künstlern verständigt und gemeinsam bewirkt, dass leere Schaufenster so gestaltet werden, dass es sich zumindest lohne, einmal einen Blick hinein zu werfen. In Wittstock könne das ähnlich laufen. Schließlich gebe es hier viele Künstler. Als Beispiele nannte Ulbrig den Dossepark oder die Burg in Goldbeck.

Die Besitzer der leer stehenden Immobilien könnten froh sein, dass aus den leeren Räumen wieder kleine Hingucker werden. Zudem hätten regionale Künstler auch beim jüngsten Hoffest in der Stadtbibliothek gezeigt, dass sie einiges zu bieten haben.

„Nicht unbedingt geeignete Krücken“

Wolfgang Dost (FWG) sah den Vorschlag Ulbrigs kritisch. „Das sind gute, aber nicht unbedingt geeignete Krücken“, wenn es darum geht, dem Leerstand in der Stadt nachhaltig zu begegnen. „Ein Geschäft ist die Widerspiegelung eines Verkaufsangebotes“, erklärte er im Hinblick auf die von Ulbrig vorgeschlagene Idee mit der künstlerischen Gestaltung von Schaufenstern. Es gehe vielmehr darum, „etwas rüberzubringen“. Deshalb, so Dost, solle man sich lieber darüber Gedanken machen, wie es zu erreichen wäre, dass Leute hier den Schritt in die Selbstständigkeit wagen und ein Geschäft in der Innenstadt eröffnen.

Bürgermeister Jörg Gehrmann sagte, dass das Problem bekannt sei. „Wir sind da dran.“ Dabei arbeite man auch mit dem Mittelstandsverein zusammen.

Von Björn Wagener

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