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Wittstock/Dosse Bibliothek klärt über berühmte Irrtümer auf
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Bibliothek klärt über berühmte Irrtümer auf
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01:16 16.02.2019
Das Publikum stöberte im neuen Bildband des Bibliotheksfördervereins. Quelle: Christian Bark
Wittstock

Amüsant und unterhaltsam ist die Veranstaltung „Literturcafé“, die jeden zweiten Mittwoch im Monat in der Wittstocker Stadtbibliothek stattfindet, allemal. Das jüngste Literturcafé am Mittwochnachmittag allerdings verblüffte das Publikum nicht nur, es gab ihm auch nützliche Tipps für den Alltag mit auf den Weg.

Bibliotheksleiterin Georgia Arndt klärte die Besucher, die wieder sehr zahlreich erschienen waren, über berühmte Irrtümer aus allen Lebensbereichen auf. Bevor jedoch gerätselt, nachgegrübelt und gestaunt werden konnte, gab es wie immer erstmal Kaffee, Tee und Kuchen. Zu schätzen wussten Besucher wie Dorit Hellweg auch die Süßigkeiten, die sich auf jedem Tisch befanden.

Kaffee und Kuchen gab es wieder reichlich. Das Publikum konnte sich also vor der Lesung ordentlich stärken. Quelle: Christian Bark

Während an den Tischen geschlemmt wurde, ging ein Bildband durch die Reihen. „Der ist vom Förderverein der Bibliothek und zeigt Fotos der vergangenen Literaturcafés“, erklärte Georgia Arndt. Es sei der erste Bildband, den der Verein erstellt habe. Ein weiterer könnte für andere Veranstaltungen wie das Hoffest entstehen. Als das Publikum noch interessiert die Fotos durchstöberte, um sich dort vielleicht selbst wiederzufinden, begann die Bibliotheksleiterin schon mit den Irrtümern.

Den Start machte das „Lexikon der Rechtsirrtümer“. Dabei erklärte Georgia Arndt, dass Supermärkte grundsätzlich kein Taschenkontrollrecht besitzen würden. Selbst die Polizei könne nur im begründeten Verdachtsfall Taschen kontrollieren.

Süßer Gruß auf dem Tisch: Die Zuhörer konnten sich über Schokolade freuen. Quelle: Christian Bark

Mangelhafte Ware könne umgetauscht werden, auch wenn sie reduziert sei. Anders verhalte es sich bei einwandfreier Ware, die vielleicht nur nicht gefällt. „Hier beruht das Umtauschrecht auf der Kulanz der Händler“, erklärte Georgia Arndt.

Ein Kirchenasyl, das die Abschiebung durch staatliche Behörden verhindert, gebe es genauso wenige wie das Delikt der Beamtenbeleidigung. „Das ist nichts weiter als eine ganz gewöhnliche Beleidigung“, so die Bibliotheksleiterin. Beamte würden wahrscheinlich aber öfter dagegen klagen.

Die DDR imitierte nicht nur

Die Lichthupe können Autofahrer außerorts übrigens tatsächlich einsetzen, um einen Überholvorgang zu signalisieren oder den Vordermann auf seine verminderte Geschwindigkeit aufmerksam zu machen.

Im Buch über populäre Irrtümer über die DDR wird mit Annahmen aufgeräumt, man habe in der DDR mehr gelesen als heute. Oder dass die Ostdeutschen nur Imitate westlicher Produkte gefertigt hätten. Als Gegenargument gelte zum Beispiel das weltweit erfolgreiche textile Fertigfabrikat „Malimo“.

Bibliotheksleiterin Georgia Arndt klärte über berühmte Irrtümer auf. Quelle: Christian Bark

Im Buch „Die 77 größten Fitness-Irrtümer“ wird die Illusion genommen, dass Hausarbeit wie Sport wirke. „Man wird dabei nur selten fit, die einseitige Bewegung kann sogar ungesund sein“, erklärte Georgia Arndt. Auf der Straße jogge man wegen der Ebenheit oft besser als im Wald.

Das Buch „444 neue populäre Irrtümer“ klärt zudem darüber auf, dass Sänger Freddy Quinn, wenngleich er gerne von St. Pauli singe, gar kein Hamburger, sondern Wiener ist. Und so berühmte Hollywood-Blondine Marilyn Monroe ist gar nicht naturblond, sondern brünett gewesen. Erst in den 50er Jahren seien ihre gefärbten Haare zum Markenzeichen geworden.

Wer es mit der Ordnung im Geschirrspüler nicht ganz so genau nimmt, riskiert übrigens keine schmutzigen Teller – unsymetrische Stellungen begünstigen oft sogar die Reinigung.

Wetterfrösche sind dem Buch zufolge auch ein Mythos, da sie die Leiter allenfalls zur Flucht aus dem Gurkenglas nutzen würden. Und Beethovens „Für Elise“ soll 1810 tatsächlich für dessen Geliebte Therese Malfatti komponiert worden sein.

Das nächste Literaturcafé findet Mittwoch, 13. März, um 14 Uhr statt. Dann dreht sich alles um die Tulpe.

Von Christian Bark

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