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Wittstock/Dosse Exkursion zu den Fretzdorfer Auberginen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Exkursion zu den Fretzdorfer Auberginen
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00:22 17.03.2019
Der Gartenbaubetrieb Havelia pflanzt in Fretzdorf seit zwei Jahren Paprika, Tomaten und Auberginen an. Quelle: Claudia Bihler
Fretzdorf

Der nächste Betriebsausflug der MAZ und der Regionalentwicklungsgesellschaft Nordwestbrandenburg führt am Mittwoch, 27. März, um 14 Uhr 15 MAZ-Leser an einen Ort, an dem es kein nassgraues Winterwetter gibt. Das Gartenbauunternehmen „Havelia“ betreibt in Fretzdorf seit zwei Jahren seinen größten Produktionsstandort.

Auf rund neun Hektar Fläche baut Havelia dort Gemüse unter Glas an. Neben gelben, roten, orangen und grünen Blockpaprika sowie Spitzpaprika, gedeihen in den Fretzdorfer Gewächshäusern auch große Tross- und kleine Cherrytomaten. Außerdem ist das Unternehmen der einzige Produzent von Auberginen im Land Brandenburg. Diese wachsen am Standort in violetten und Graffitifarben.

Auberginen wachsen in violetten und Graffitifarben. Quelle: Claudia Bihler

Bestäubt werden die Pflanzen von Erdhummeln. „Das werden die Leser dann genauer beobachten können“, sagt Jenny Lachmann von der Geschäftsführung. Ihr Mann Johannes Lachmann ist seit 2017 Standortleiter in Fretzdorf.

Das Unternehmen wolle den Lesern zeigen, dass auch in Deutschland leckeres Gemüse unter Glas angebaut werden kann und nicht nur in Spanien oder den Niederlanden.

Erdhummeln bestäuben die Pflanzen. Quelle: Claudia Bihler

Neben den Hummeln erwartet die MAZ-Leser beim Betriebsausflug zudem die eine oder andere Kostprobe. „Die Auberginenernte hat bereits begonnen“, sagt Jenny Lachmann. Auch von Tomate und Paprika werden die Besucher schon naschen können.

Damit die Früchte unter Glas gedeihen, herrscht in der Anlage stets eine Temperatur von über 20 Grad Celsius. „An sonnigen Tagen kann es schon mal bis zu 25 Grad warm werden“, sagt Jenny Lachmann.

Johannes Lachmann ist Standortleiter in Fretzdorf. Quelle: Claudia Bihler

Deshalb empfiehlt sie den Besuchern, ein T-Shirt, Hemd oder dünnen Pullover zu tragen. Darüber müssen Gäste grundsätzlich einen Schutzanzug ziehen.

„Wir müssen darauf achten, dass keine Pflanzenkrankheiten eingeschleppt werden“, erklärt Johannes Lachmann. Das sei aber kein großes Hindernis. Die Schutzbekleidung gleiche in etwa Maleranzügen. Für die Schuhe gebe es Überzieher.

Als Havelia, die für das Unternehmen Werderfrucht produziert, die Gewächshäuser von einem niederländischen Blumenanbaubetrieb übernommen hatte, mussten zunächst einige Umbauten erfolgen, wie Jenny Lachmann berichtet.

In der Hochsaison arbeiten rund 100 Menschen bei Havelia in Fretzdorf. Quelle: Claudia Bihler

Mittlerweile arbeiten am Standort über 50 Menschen, im Sommer mehr als 100. Gemeinsam mit den anderen beiden Standorten in Eiche und Wollup beschäftigt Havelia über 200 Mitarbeiter.

Jetzt, wo unter Glas bei Havelia die „Sommersaison“ begonnen hat, sucht das Unternehmen noch Pflanzenpfleger und Erntehelfer. Geplant sind laut der Standortleitung auch Ausbildungsstellen.

Bewerben Sie sich, liebe Leser, und gewinnen Sie: Wer an diesem exklusiven Betriebsausflug teilnehmen möchte, meldet sich bitte per E-Mail an kundencenter.neuruppin@maz-online.de oder ab Montag, 18. März, 9 Uhr, unter Telefon 03391/45 75 40. Gibt es mehr Bewerbungen als Plätze, entscheidet wie immer das Los. Der Ausflug dauert etwa zwei Stunden.

Von Christian Bark

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