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Wittstock/Dosse Lebhafte Diskussion beim MAZ-Talk
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Lebhafte Diskussion beim MAZ-Talk
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00:20 09.07.2018
Die Diskussion war sehr intensiv. Quelle: Beate Vogel
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Buchholz

Es war eine lebhafte Diskussion auf dem Podium und mit dem Publikum: Das Thema Wolf sorgte am Donnerstag beim MAZ-Talk im „Prignitzer Hof“ in Buchholz (Stadt Pritzwalk) für Kontroversen. Christina Stettin, Geschäftsführerin des Kreisbauernverbands, Werner Sperling, Vorsitzender des Jagdverbands Pritzwalk, und Mario Borchert, der 2017 als Bundestagskandidat mit dem Thema Wolf in den Wahlkampf gezogen ist, forderten die Aufnahme des Wolfs ins Bundesjagdrecht. Ihr Gegenpol in der Diskussion war Rainer Schneewolf, der die Bestrebungen von Kommunen kritisierte, sich zu „wolfsfreien Zonen“ zu erklären.

Ein großes Thema war die unterschiedliche Interpretation von Zahlen, insbesondere der aktuellen Wolfsbestandszahlen. Karsten Neumann, Revierförster in Krempendorf und ehrenamtlicher Wolfsbeauftragter, konnte etwas Klarheit in deren Zustandekommen bringen, wünscht sich aber auch eine verbindlichere Zahlengrundlage.

Auf dem Podium diskutierten (v.l.) der Krempendorfer Revierförster Karsten Neumann, der Pritzwalker Jagdverbands-Vorsitzende Werner Sperling, Kreisbauernverbands-Geschäftsführerin Christina Stettin, Moderator Bernd Atzenroth, der Plattenburger Gemeindevertreter Rainer Schneewolf und Mario Borchert, der mit dem Thema Wolf 2017 in den Bundestagswahlkampf gezogen war. Quelle: Beate Vogel

Die Zahlen sind wichtig für die Beantwortung der Frage: Ab welcher Bestandszahl und damit ab welchem Zeitpunkt ist es gerechtfertigt, den strengen Artenschutz für den Wolf aufzuheben? An diesem Punkt schieden sich die Geister. Mitunter wurde es dabei auch sehr emotional und persönlich. Doch fand das gesamte Podium im er den Weg zurück zur sachlichen Diskussion

Viel mehr Einigkeit bestand darin, dass Landwirten und anderen, deren Tierbestände von Wolfsrissen betroffen sind, weit mehr geholfen werden muss als bisher. So kritisierten alle Redner unisono die Deckelung der Finanzhilfen für Landwirte und den Umstand, dass Nicht-Landwirte und private Tierhalter komplett leer ausgehen.

Intensiver Austausch von Argumenten

Deutlich wurde auch, wie kompliziert die Materie juristisch und in Sachen Gesetzgebung ist. Gemeinsame Lösungen gab es an diesem Abend nicht, allerdings immerhin den intensiven Austausch von Argumenten und gedankliche Ansätze, wo sich künftig vielleicht doch gemeinsame Lösungen für Artenschützer auf der einen und Landwirte auf der anderen Seite gibt.

Gewünscht hätten wir uns allerdings mehr Zuhörer. 16 Menschen hatten den Weg nach Buchholz gefunden. Ein Grund dafür war sicherlich, dass die Landwirte –sonst sehr an diesme Thema interessiert – gerade sehr mit ihrer (Not-)Ernte beschäftigt. Diejenigen, die gekommen waren, diskutierten aber auch engagiert mit, so dass es inhaltlich ein rundum gelungener Abend war.

Ein ausführlicher Bericht folgt.

Von Bernd Atzenroth

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