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Wittstock/Dosse Pritzwalk und Wittstock öffnen Türen für die Nachbarn
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Pritzwalk und Wittstock öffnen Türen für die Nachbarn
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15:44 15.04.2019
Der Platz an der Groß Pankower Grundschule wird weniger. Die Gemeinde plant daher einen Erweiterungsbau und hofft auf Fördermittel aus dem KLS-Programm. Quelle: Stephanie Fedders
Pritzwalk

Die Zusammenarbeit der Städte Pritzwalk und Wittstock wurde zuletzt aus einem ganz bestimmten Blickwinkel betrachtet: die Aufforderung an die Landesregierung, den Status als so genanntes Mittelzentrum in Funktionsteilung aufzuheben und jeder Kommune für sich diese raumplanerische Einordnung zuzubilligen.

Kleine Kommunen ins Boot geholt

Beide Städte führen dafür verschiedene Argumente ins Feld. Geld spielt dabei eine nicht unwesentliche Rolle, zahlt doch das Land als Mehrbelastungsausgleich für die wahrzunehmenden Aufgaben aktuell 800 000 Euro an jedes Mittelzentrum zwischen Elbe und Elster. Wittstock und Pritzwalk müssen sich die Summe streng genommen teilen. Aber so einfach lässt sich die Rechnung nicht aufmachen.

An dem Verbund hängen nämlich auch Ämter und Gemeinden aus dem Umland wie Heiligengrabe, Meyenburg, Putlitz-Berge und Groß Pankow. Sie gehörten zu den Grundzentren in Brandenburg, bis diese Klassifizierung vom Land abgeschafft wurde. In der Bundesrepublik übrigens ein Novum, alle anderen Bundesländer haben ihre Grundzentren behalten.

Entwicklungskonzept Grundlage für Fördermittel

Um dennoch Entwicklungsmöglichkeiten zu nutzen und vor allem an Fördermittel zu gelangen, kooperieren die vier kleineren Kommunen mit den beiden Städten und haben gemeinsam ein Entwicklungskonzept entworfen, in dem Ziele der Zusammenarbeit aufgeführt werden. Dazu gehören Bereiche wie beispielsweise der Nahverkehr, die ärztliche Versorgung oder die Schulentwicklung.

In den Umlandgemeinden überwiegt der positive Tenor der Zusammenarbeit. Groß Pankows Bürgermeister Marco Radloff fühlt sich in dem Verbund „gut aufgehoben“ und nennt die Akquise von Fördermitteln für den ländlichen Raum einen ganz wichtigen Aspekt.

Positiv sieht auch Meyenburgs Bürgermeister Falko Krassowski die Entwicklung: „Als Amt haben wir sehr von der Zusammenarbeit profitiert.“

Amtsdirektor Hergen Reker lobt den Erfahrungsaustausch, der Putlitz-Berge zugutekommt und hofft auf den Zugang zu Förderprogrammen, auf die die Gemeinde nur innerhalb der Kooperation zugreifen kann.

Schwerpunkt liegt im Bereich der Schulentwicklung

Dabei handelt es sich um das Bund-Länder-Programm „Kleinere Städte und Gemeinden“ (KLS). Die eingangs erwähnte Erarbeitung des Entwicklungskonzeptes ist für die Zuteilung der finanziellen Mittel Voraussetzung. Damit steht den Kommunen neben Geldern aus dem Leader-Programm eine zweite Quelle zur Verfügung.

Die Abstimmungen zwischen dem Bund und den Ländern haben ergeben, dass Brandenburg in diesem Jahr 2 798 000 Euro aus Berlin erhält. Das Land gibt die gleiche Summe dazu, das letzte Drittel bringen die Kommunen als Eigenmittel auf, so dass insgesamt knapp 8,4 Millionen Euro zur Verfügung stehen.

Wofür das Geld ausgegeben werden soll, auch darauf haben sich die Partner verständigt. Ein Schwerpunkt liegt im Bereich Schulentwicklung. So will Wittstock den Standort „Alte Tuchfabrik am Dosseteich“ entwickeln. Pritzwalk geht es um den Bildungscampus „Zur Hainholzmühle“ und Heiligengrabe, Meyenburg, Putlitz-Berge sowie Groß Pankow planen Investitionen in ihre Grundschulen. Der Umsetzungszeitraum erstreckt sich über die kommenden Jahre.

Daneben hat für Pritzwalk die Umgestaltung des Kultur- und Bildungsparks am Kietz große Bedeutung. In diesem Jahr sollen die Planungen abgeschlossen und die Fördergelder beantragt werden, erklärte Pritzwalks Bauamtsleiter Halldor Lugowski: „Die eigenen Mittel sind bereits im Haushalt eingestellt.“ Die Kosten betragen insgesamt rund 1,7 Millionen Euro.

Von Stephanie Fedders

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