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Wittstock/Dosse Auf das Mofa, fertig und führerscheinfrei los
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Auf das Mofa, fertig und führerscheinfrei los
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00:35 20.05.2018
Heiko Wiese gibt Gina Schwabe noch Tipps für den Parcours. Quelle: Christamaria Ruch
Wittstock

„Gestern hatte ich noch Angst vor der Geschwindigkeit und dass ich mit dem Mofa umkippe, heute macht es schon Spaß“, sagt Gina Schwabe am Mittwoch. Dann setzt sie den Helm auf, setzt sich auf das Zweirad und tuckert mit zwei bis drei Pferdestärken über den Parcours. Am Ende fährt sie langsam an das Stoppschild heran und hält direkt vor der gelbschwarzen Stange. Geschafft!

Heiko Wiese ist stellvertretender Vorsitzender bei der Deutschen Verkehrswacht in Oranienburg und kennt die Polthieroberschule in Wittstock schon seit zwei Jahren.

Alles richtig: Gina stoppt direkt an der Haltestange. Quelle: Christamaria Ruch

Denn 2016 begann dort das Mofaprojekt. Innerhalb von drei Tagen absolvieren die 15 Jahre alten Schüler der 9. Klasse die Theorie für den Mofaberechtigungsschein, üben auf einem Parcours an der Schule das Fahren und können dann Führerscheinfrei und mit einer Geschwindigkeit weniger als 25 Kilometer pro Stunde auf der Straße fahren.

Nur die Prüfungsgebühr ist zu zahlen

Voraussetzung dafür ist nur noch der erfolgreiche Abschluss der theoretischen Prüfung. 22 Euro Prüfungsgebühr werden fällig – alles Weitere finanziert die Polthieroberschule über Mittel aus dem Ganztagsbetrieb.

Die Polizei Wittstock, die Fahrschul-Firma Wittstock, Dekra Potsdam und Deutsche Verkehrswacht Oranienburg arbeiten bei diesem Projekt mit der Schule Hand in Hand. „Einige Schulen im Land nutzen dieses Angebot, aber es ist mit Aufwand für die jeweilige Schule verbunden, denn der Lehrplan muss für diese Zeit umgestellt werden“, sagt Heiko Wiese.

Mit Sina Brigzinsky (2. v. l.) wiederholen die Schüler die Theorie zum Mofa. Quelle: Christamaria Ruch

„Das machen wir gern“, sagt Sina Brigzinsky, Klassenlehrerin der 9a. Alle 23 Schüler drücken dafür die Schulbank bei der Fahrschule, bisher haben sich sieben von ihnen für die Prüfung angemeldet. Auch die zweite der drei 9. Klassen absolviert Ende des Monats diesen Kurs.

Mobilität im ländlichen Raum

„An unserer Schule liegt der Schwerpunkt auf der Berufsbildung und im ländlichen Raum gehört immer die Mobilität zu den Voraussetzungen“, sagt Lehrerin Heidi Mohrmann.

Anna Huhndorf (l.) und Loucy Reinke haben nach den ersten Übungsrunden auf dem Mofa ihre Ängste verloren. Quelle: Christamaria Ruch

Ähnlich wie Gina Schwabe hatten auch Anna Huhndorf und Loucy Reinke zunächst Angst vor dem Fahren. „Jetzt ist das aber schon gut“, sagt Loucy am Mittwoch. „Das ist unsere Aufgabe, ihnen gut zuzureden und sie entlang der Strecke zu begleiten“, sagt Heiko Wiese.

Neben Slalomfahren, um mehrere Kurven herum und über ein schräges Spurbrett geht es bis zum Stoppschild. „Diese Klasse ist sehr entspannt, das macht auch uns Spaß“, lobt Heiko Wiese.

An seiner Seite unterstützt Peter Riemann als Ehrenamtlicher bei der Verkehrswacht den Fahrunterricht. „Auch im kommenden Schuljahr soll das Mofaprojekt wieder im Lehrplan stehen“, sagt Sina Briginsky.

Von Christamaria Ruch

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