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Wittstock/Dosse Neue FSJlerin in der Bibliothek
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18:16 30.08.2018
Julia Knieknecht (hinten r.) verlässt die Bibliothek nach ihrem FSJ. Nachfolgerin wird Jasmin Voigt (hinten l.). Quelle: Christian Bark
Wittstock

Vor einem Jahr hatte noch ihre Vorgängerin Vivien Stahr mit einem Glücksrad und Süßigkeiten ihren Abschied von der Wittstocker Bibliothek gefeiert. Nach ihrem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) war am Donnerstag nun auch Julia Knieknecht an der Reihe. Für ihre Schützlinge, die jüngsten Bibliotheksbesucher, mit denen sie an den Nachmittagen und in den Ferien gespielt, gebastelt und gelesen hatte, brachte sie sogar selbstgebackene Muffins mit.

„Ich habe immer gerne mit den Kindern Zeit verbracht“, sagte Julia Knieknecht. Während ihres FSJ habe sie viel organisieren, gestalten und auf die Beine stellen müssen. Zum Beispiel ihr Projekt „Modernes Lesen“. Dabei ging es darum, den Kindern andere Formen des Lesens, beispielsweise über das Computer-Tablet, den Hörbuchabspieler „Toniebox“ oder das „Storyboard“, das Erzählen von Geschichten anhand von Bildern, näher zu bringen.

Beim Twister-Spielen hatten die Kinder am Donnerstag Spaß. Quelle: Christian Bark

Das hatte auch Bibliotheksleiterin Georgia Arndt sehr zugesagt. „Das Projekt hat weite Kreise gezogen“, sagte sie. Es sei eines der Kernaufgaben der Bibliothek und deshalb solle das FSJ auch unter dieser Prämisse fortgeführt werden.

Als Orientierung, ob vielleicht ein Lehramtsstudium etwas für sie wäre, hatte Julia Knieknecht 2017 ihr FSJ in Wittstock begonnen. Dass der Lehrberuf doch nichts für sie ist, habe sie in den vergangenen zwölf Monaten aber festgestellt. Nun beginnt die 18-jährige Kyritzerin eine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten in Berlin. „Danach würde ich gern ein Studium zur Verwaltungswirtin ranhängen“, äußerte Julia ihren Zukunftswunsch.

Ein Jahr als Berufsorientierung

Während Julia Knieknecht nun einen Plan hat, ist sich ihre Nachfolgerin, ebenso wie sie vor einem Jahr, noch nicht sicher, was sie nach dem Abi machen will. Die Abschiedsfeier ihrer Vorgängerin nutzte Jasmin Voigt, um schon mal einige ihrer künftigen Schützlinge kennenzulernen. „Vielleicht würde mir ein Beruf mit Kindern gefallen“, sagte die 18-jährige Wittstockerin. Bei der Polizei und in einer Autowerkstatt habe sie ihre letzten Praktika absolviert. Innerhalb eines Pädagogikkurses am Gymnasium habe sie schon in den Lehrerberuf an der Wittstocker Mosaikschule hineinschnuppern können.

Vom FSJ in der Bibliothek hatte die junge Wittstockerin durch ihre ehemalige Mitschülerin Vivien Stahr erfahren. Durch sie und den Austausch mit Julia wisse sie ungefähr, was sie ab Montag erwarte.

Auch am Glücksrad durfte gedreht werden. Quelle: Christian Bark

„Mich reizt die Abwechslung zwischen Büroarbeit und der Arbeit mit den Kindern“, erklärte die 18-Jährige. Das hatte auch ihrer Vorgängerin gefallen. Auch die Projektarbeit zum „Modernen lesen“, die Georgia Arndt im Auge behalten will, sei spannend. „Ich bin technikaffin“, sagte Jasmin Voigt.

Die Kinder werden ihre Julia vermissen, wie einige von ihnen am Donnerstag sagten. „Mir hat das Badesalzherstellen gefallen“, erinnerte sich Ole Kappel an das Bastelangebot der FSJlerin. Dennoch freue er sich auf Jasmin Voigt. „Da werde ich bestimmt bald mal vorbeischauen“, so der Elfjährige. Gerne mit Julia Knieknecht gebastelt hat auch Marie Richter. „Die Fledermäuse waren cool“, sagte sie. Auf Jasmin freue sie sich auch, zumal sie über ihre Mutter bereits kennen würde.

Von Christian Bark

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