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Wittstock/Dosse Schmucke Wohnung für Drahtesel
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Schmucke Wohnung für Drahtesel
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13:43 07.12.2018
Neue Fahrradgarage: Fahrräder, Rollatoren oder Rollstühle können im Waldring bequem geparkt werden. Quelle: Privat
Wittstock

„Wir haben fast eine Vollvermietung“, sagt André Linke von der Wittstocker Wohnungsbaugenossenschaft (WBG). Denn die drei nagelneuen Fahrradgaragen im Waldring in der Dossestadt erweisen sich als Volltreffer für die Mieter. Zwei der 27 Fahrradstellplätze sind nur noch frei und bei den Abstellmöglichkeiten für Rollatoren stehen noch drei bis fünf Plätze bereit.

Die WBG investierte in dieses Projekt 48 000 Euro aus Mitteln der Genossenschaft. „Fördermittel gab es dafür nicht“, so Linke. „Die Fahrradgaragen bedeuten einen Zugewinn an Selbstständigkeit im Alter“, sagt André Linke. Er ist bei der WBG für den Bereich Technik, Wohneigentum und Vertragswesen zuständig. Mieter im Waldring 9 bis 13 sowie 53 haben die kürzesten Wege zu den neuen Unterstellmöglichkeiten für die Zweiräder. In diesen Bereichen befinden sich die schmucken Garagen aus Lärchenholz.

Viel Platz: Jeder Mieter kann problemlos sein Rad ein- und ausparken. Quelle: Privat

Die graue Optik erinnert an skandinavische Länder, denn dort sind viele Holzhäuser in dieser Farbe zu sehen. Jeweils 6,4 Meter breit, 4 Meter tief und bis zu 2,5 Meter hoch sind die Häuschen mit abgeschrägtem Dach. Im Frühjahr startete die WBG eine Umfrage unter den Mietern, um die Wünsche nach der Bauart zu erfassen. „Letztlich haben wir uns dann aber doch für die kostenintensivere Variante entschieden“, sagt André Linke. Die Zimmerei Brigzinsky aus Wittstock baute die Garagen.

„Vor zwei bis drei Jahren häuften sich die Anfragen von Mietern, ob es nicht eine Möglichkeit gibt, Fahrräder auch außerhalb der Keller sicher abstellen zu können“, erinnert sich Linke. Denn viele Mieter nutzen nun auch Elektrofahrräder, die aber auch schwerer als normale Drahtesel sind. Gerade im Alter nehmen die Kräfte ab und damit auch die Möglichkeit, eigenständig den Drahtesel in den Keller zu tragen.

Jede Garage bietet Platz für neun Räder sowie fünf Rollatoren oder andere Hilfsmittel. Mieter im Alter von 40 bis 94 Jahre nutzen bisher diese Unterstellmöglichkeit. Monatlich ist für jeden Stellplatz eine Miete zu zahlen. „Die Fahrräder können bequem abgestellt werden, zwischen den Rädern ist viel Platz. Denn vor allem die Lenker verhaken sich schnell, wenn es zu schmal ist“, sagt André Linke. Schon während der Bauphase bekundeten weitere Mieter Interesse an dieser modernen Fahrradwohnung. „Es werden auch in Zukunft neue Garagen für Fahrräder gebaut, aber der Zeitraum dafür ist bisher noch offen“, räumte André Linke ein.

Von Christamaria Ruch

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