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Wittstock/Dosse Freiwillige kam zur rechten Zeit
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01:15 11.02.2019
Celina Schmidt lernt während ihres FSJ auch moderne Arten des Lesens kennen. Quelle: Christian Bark
Wittstock

Ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) beginnt in der Wittstocker Bibliothek eigentlich immer im September. Für Celina Schmidt ging es allerdings am 2. Januar 2019 los. Die 19-Jährige hatte nach ihrem Abitur und einem Praktikum im Sommer zunächst mal mit einer Freundin Deutschland bereist.

„Danach wollte ich jobben“, sagt sie. Doch da habe sie nichts richtiges gefunden, dafür aber über einen Freund gehört, dass die Bibliothek ein FSJ anbietet. Tatsächlich kam Celinas Interesse für die Stelle zur rechten Zeit, denn ihre Vorgängerin hatte das Freiwilligenjahr frühzeitig beendet. „Ich hatte bei der Bibliothek angefragt, und dann ging eigentlich alles ganz schnell“, blickt die 19-Jährige zurück.

Die Bibliotheksleiterin Georgia Arndt bezieht die FSJlerin unter anderem in die Planungen zu Märchenwoche mit ein. Quelle: Christian Bark

Nach einem Gespräch mit der Bibliotheksleiterin Georgia Arndt musste sich Celina noch bei der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung für ihr FSJ anmelden. Dort werde sie seitdem gut betreut, habe bereits sechs ihrer insgesamt 18 Bildungstage absolviert.

„Weil ich nur sieben Monate FSJ mache, habe ich nicht mehr die ganzen 25 Bildungstage“, erklärt sie. Dabei habe sie ein Seminar „Theater und Tanz“ belegt. Eine weitere Bildungsfahrt mit Workshops stehe im März an. Nebenher erhält Celina jeden Monat 320 Euro Taschengeld während ihres Sozialen Jahres.

In der Bibliothek obliegt der 19-Jährigen primär, die Nachmittage für die jungen Besucher zu gestalten und sie in den Ferien zu betreuen.

„Wir haben in der Familie viele kleinere Kinder, auf dem Gebiet habe ich also Erfahrung“, sagt Celina.

In den Winterferien hat die 19-Jährige Kindern ein buntes Programm mit Basteln und einem Quiz geboten. Quelle: Christian Bark

Wichtig ist ihr aber auch die Balance zwischen organisatorischen Aufgaben (meist am Vormittag) und der Arbeit mit den Kindern am Nachmittag. „Nach dem FSJ möchte ich gern eine Ausbildung in der Verwaltung machen, danach vielleicht noch ein Studium ranhängen“, so das Zukunftsziel der Abiturientin.

Georgia Arndt zeigt sich sehr zufrieden mit ihrer jungen Mitarbeiterin. „Celina hat sich sehr schnell eingearbeitet und ist mit viel Eifer dabei“, lobt sie. Die Aufgaben während des FSJ richteten sich auch immer nach den Interessen und Fähigkeiten der jungen Leute. „Celina hat die Möglichkeit, die Einrichtung in all ihren Facetten kennenzulernen“, sagt die Bibliotheksleiterin.

Tatsächlich beziehen Georgia Arndt und ihre Kollegen die 19-Jährige bereits intensiv in die Veranstaltungsplanung mit ein. Zum Beispiel zur Märchenwoche, die ab dem 18. Februar beginnt. Dabei wird Celina den Anfang machen und eine Boardstory zum Thema „meine ersten Märchen“ präsentieren.

Zwölf Monate sind die Regel

12 Monate dauert ein Freiwillige Soziale Jahr in der Regel. Der Dienst kann auch auf 6 Monate verkürzt oder auf 18 Monate verlängert werden, maximal möglich sind 24 Monate Dienstdauer. Menschen, die älter als 27 Jahre sind, können auch in Teilzeit tätig werden.

320 Euro Taschengeld erhält Celina im Monat. Die Einsatzstellen entscheiden, wie hoch das Taschengeld ausfällt. Die Höchstgrenze liegt bei 372 Euro.

Mit ihrem Freiwilligen-Ausweis kann Celina Vergünstigungen wie ermäßigten Eintritt in Museen und ermäßigte Fahrkarten in Anspruch nehmen. Am Ende des Dienstes haben Teilnehmer Anspruch auf ein Zeugnis.

Mehr Informationen im Internet: www.bundesfreiwilligendienst.de

„Es ist toll, wie viele Veranstaltungen die Bibliothek hier bietet“, sagt Celina. Das schätze sie neben dem netten Team sehr an der Einrichtung. Jeder Tag halte neue Überraschungen bereit, langweilig sei ihr bisher noch nicht geworden.

So lerne sie selbst neue Arten des Lesens kennen. Zum Beispiel bei der Arbeit mit Computer-Tablets. Über eine darauf installierte App sei interaktives Lesen von Büchern mit vielen Extras möglich.

Auch die Arbeit mit den Kindern mache Spaß. In den Winterferien hatte Celina mit ihnen beispielsweise gebastelt und Filme geguckt. Im Anschluss folgte ein Quiz.

Daran hatte am Freitag auch Marie Richter teilgenommen – es war ihre erste Veranstaltung mit der neuen FSJlerin. „Hat viel Spaß gemacht“, so das Resümee der Schülerin.

Bis zum Ende ihres FSJ muss Celina noch ein Projekt vorbereiten. „Ich habe da schon einige Ideen“, so die 19-Jährige. Vielleicht könnte ihr Abschiedsfeier Ende August ein solches Projekt werden.

Für Ausbildungsplätze in der Verwaltung hat sich Celina bereits beworben. „Ich möchte ganz gern in der Region bleiben“, sagt sie. Da sei das FSJ in der Bibliothek sicher eine gute Basis.

Von Christian Bark

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