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Wittstock/Dosse Neuer Seniorenverein gegründet
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00:21 02.02.2019
Im Wittstocker Rathaus wurde die Ortsgruppe aufgelöst und der neue Verein gegründet. Quelle: Björn Wagener
Wittstock

Die Wittstocker Ortsgruppe des Brandenburgischen Seniorenverbandes gibt es nicht mehr. Sie hat sich am Dienstag bei ihrer Jahreshauptversammlung im Wittstocker Rathaus aufgelöst. Gleichzeitig gründete sich der „Seniorenverein Herbstgold Wittstock/Dosse“, der nun an die Stelle der bisherigen Ortsgruppe tritt.

Der Verein hat sich bereits konstituiert. Zur Vorsitzenden wurde Anneliese Schulz gewählt. Außerdem gehören zum Vorstand: als Stellvertreterin Waltraud Prüter, Ingrid Pieper (Schatzmeisterin), Marion Brüsehafer (Schriftführerin); Christa Karras (Kultur) und Anton Tschochner, der für Fotos und Technik zuständig ist und den Kontakt zum Wittstocker Seniorenbeirat hält.

Landesverband löste sich auf

Die Ortsgruppe konnte nicht weiter bestehen, weil sich der Landesverband zum Jahresende 2018 aufgelöst hat. Laut Waltraud Prüter habe das personelle Gründe gehabt. Es hätten sich nicht mehr genügend Menschen gefunden, die bereit waren den Vorstand zu besetzen.

Ohne Landesverband keine Ortsgruppe: Doch nun ging es um die Frage, wie es weitergehen soll. Wenn die Ortsgruppe sich nicht ebenfalls ersatzlos auflösen wollte, standen ihr zwei alternative Möglichkeiten zur Wahl. „Entweder wir suchen uns einen neuen Dachverband, oder wir setzen unsere Arbeit eigenständig als Verein fort“, berichtet Waltraud Prüter. Sie selbst hätte den Anschluss an einen neuen Dachverband – möglicherweise die Volkssolidarität oder auch das Deutsche Rote Kreuz – bevorzugt, sagt sie. Aber die Mehrheit der Ortsgruppe habe sich für eine Vereinsgründung ausgesprochen.

Am Dienstag wurde diese vollzogen. Die Eintragung ins Vereinsregister müsse aber noch folgen, so Waltraud Prüter. Wie viele Mitglieder der neue Verein haben wird, lasse sich noch nicht sagen. Der Ortsgruppe gehörten 76 Mitglieder an. Es sei aber davon auszugehen, dass nicht alle mit in den Verein wechseln werden.

Persönliche Gespräche folgen

Bei der Gründungsversammlung seien 55 Senioren dabeigewesen. Wer daran teilnahm, habe damit auch seine Bereitschaft für die Mitarbeit im Verein bekundet. „Mit allen anderen Mitgliedern der ehemaligen Ortsgruppe werden wir noch einzeln sprechen, um herauszufinden, wer dem Verein beitreten möchte“, sagt Waltraud Prüter.

Die bisherige Ortsgruppe hatte viele Veranstaltungen im Programm: unter anderem Ausflüge, Feste, Lesungen oder Informationsrunden zu Themen, die Senioren besonders interessieren – etwa rund um die Gesundheit. All das will auch der neue Verein bieten. Einen Unterschied gebe es jedoch bei den Mitgliedsbeiträgen. Sie seien nicht länger prozentual ans Einkommen gekoppelt. Vielmehr würden nun generell vier Euro als monatlicher Festbetrag erhoben. Davon werden die Freizeitangebote ganz oder teilweise finanziert.

Die Vereinsvorsitzende Anneliese Schulz trat der ehemaligen Ortsgruppe erst vor einem Jahr bei und arbeitete seitdem im Vorstand mit. Zuvor leitete sie die Gruppe des Blindenverbands, der sich aber Ende 2017 auflöste, weil es zu wenige Mitglieder gab.

Spezielle Interessen

„Ich fühle mich in dem neuen Verein Zuhause“, sagt sie. Das liege vor allem daran, dass er – ebenfalls wie die frühere Ortsgruppe – spezielle Interessen seiner Mitglieder vertreten möchte. Die Ortsgruppe war 1992 ursprünglich unter dem Dach des „Bundes der Ruhestandsbeamten“ gegründet worden, bevor daraus 2008 der Brandenburgische Seniorenverband hervorging.

Die Entscheidung pro oder contra Verein sei nicht leicht gewesen. „Dazu gab es sogar innerhalb des Vorstandes unterschiedliche Meinungen. Aber es war auch spannend“, sagt Anneliese Schulz. Letztlich sei sie froh, dass der Weg in die Zukunft geebnet werden konnte.

Von Björn Wagener

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