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Wittstock/Dosse Bauwagen zum Therapieraum ausgebaut
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Bauwagen zum Therapieraum ausgebaut
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15:29 26.06.2018
Kinder der Wittstocker Mosaikschule weihten den neuen Wagen mit ein. Quelle: Christian Bark
Zempow

Der Zempower Verein „Windpferd“ setzt seit seiner Gründung vor sechs Jahren auf Nähe zur Natur und zu Tieren. Für therapeutische Zwecke mit traumatisierten oder behinderten Kindern stehen auf dem Grundstück sechs Pferde, darunter zwei Ponys sowie ein Hund zur Verfügung.

„Vor übermäßiger Hitze oder Kälte haben die Tiere einen beantwortet worden. Unterstand, ansonsten sind sie das ganze Jahr über draußen“, erklärte Vereinsmitglied Tina Napierala. Bis auf diese Unterstände sowie zwei Bauwagen für Reitutensilien und den Hund steht dem Verein nur die freie Natur zur Verfügung – auch im Winter.

Der Wagen ist barrierefrei zugänglich. Quelle: Christian Bark

„Wir brauchten einen Rückzugsort, wo sich Kinder auch mal ausheulen können“, sagte Tina Napierala. Um den auf dem Gelände zu schaffen, hatte der Verein einen Antrag auf Fördermittel bei Lotterie „Aktion Mensch“ gestellt. Im Rahmen des Programms „Barrierefreiheit“ ist dieser vor kurzem positiv beantwortet worden, wie Reittherapeutin Sabine Radert berichtete. Über 5000 Euro habe sich der Verein freuen können.

Bauwagen ist isoliert und beheizbar

Von dem Geld ist ein acht Meter langer Bauwagen gekauft und zum Therapieraum ausgebaut worden. „Es gibt sogar einen Ofen für kalte Tage“, sagte Tina Napierala. Über eine Rampe ist der wärmeisolierte Wagen, der über Sitzgelegenheiten und Therapieutensilien wie Handpuppen und bunte Tücher verfügt, fast barrierefrei zugänglich.

Zu Therapiezwecken gibt es Handpuppen. Quelle: Christian Bark

Das konnten bei der Einweihung des Wagens am Dienstag gleich Kinder der Wittstocker Mosaikschule ausprobieren. So schaffte es der gehbehinderte Tom in null Komma nichts, mit etwas Anschubhilfe, die Rampe hinauf und konnte den Wagen in Augenschein nehmen.

Mosaikschüler sind öfter in Zempow zu Gast

„Toll, der ist genau das Richtige bei Regen oder Schnee“, sagte Lehrerin Ellen Gottschalk. Sie war schon öfter mit Kindern der Förderschule mit dem Schwerpunkt geistige Behinderung nach Zempow gekommen, wie sie sagte. Diesmal war sie mit zehn Kindern zu Gast bei Windpferd, auf dass die Schüler dort den Umgang mit Tieren erleben und auf den Pferden reiten konnten.

An dem Tag konnten sich die Schüler auch auf die Pferde schwingen und reiten. Quelle: Christian Bark

Auch der zehnjährige Kai war in der Vergangenheit schon in Zempow bei den Pferden gewesen. Gerade das Ponyführen über den Reitplatz mache immer wieder Spaß. Der neue Bauwagen gefällt ihm, wie er sagte. Der sei richtig gemütlich.

An dem Tag hatten die Kinder zunächst mit Bewegungsspielen begonnen und waren dabei selbst in die Rolle der Pferde geschlüpft. „Damit sie gleich den richtigen Umgang am eigenen Leib probieren konnten“, erklärte Ellen Gottschalk. Danach ging es über das Ponyführen bis hin zu ersten geführten Reitversuchen. Dabei hatten die Kinder sichtlich Spaß. In den Bauwagen mussten sie am Dienstag allerdings nicht, es blieb die ganze Zeit über trocken.

Sechs Jahre Integrationsarbeit in der Region

Seit 2012 gibt es den Verein „Windpferd“ in Zempow.

Schwerpunkt der Vereinsarbeit ist Psychotherapie in Verbindung mit Reittherapie: mit Pferd oder Hund als Medium.

Im Kinderkulturhof „Finding“ geht es um präventiv wirkende Projekte.

Das Spielmobil, das in Rheinsberg und Wittstock deutsche und Migrantenkinder zusammenführt, gehört auch dazu.

Im Goldstaub-Arbeits­projekt erhalten Menschen über das Arbeits- oder Integrationsamt eine Aufgabe. Zum Beispiel die Pflege von Tieren.

Im Fortbildungsprogramm Lichtblick werden Fortbildungen und Referate für ein Fachpublikum oder Angehörige angeboten.

Von Christian Bark

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