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Wittstock/Dosse Der Nikolaus besuchte das Rote-Mühle-Quartier
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14:45 06.12.2018
Andrea Schmidt (M.) backte mit Tobias (l.) und Justin Plätzchen für die Aktion. Quelle: Christamaria Ruch
Wittstock

Der Nikolaus hat einen guten Draht zum Rote-Mühle-Quartier in Wittstock. Bereits zum sechsten Mal bereitete Quartiersmanagerin Rosela Bennarndt die Nikolausstiefelaktion vor. 300 Stoffstiefel entstanden seit Ende August; Anfang November starteten dann die Plätzchenbäcker. Und am Mittwochabend schlich sie mit sechs Kindern aus dem Quartier von Wohnung zu Wohnung. Später hing an jeder Tür ein Nikolausstiefel.

Für die Mieter im Rote-Mühle-Quartier gehört der Nikolausgruß in Form von handgefertigten und mit Gebäck gefüllten Stiefeln mittlerweile schon fast zur Selbstverständlichkeit. 2013 startete Rosela Bennarndt die Aktion und fertigte erstmals 300 Nikolausstiefel in Handarbeit, füllte sie mit selbst gebackenen Plätzchen und verteilte sie am Vorabend vom Nikolaustag an allen Wohnungstüren im Rote-Mühle-Quartier. Seit 2014 unterstützen Mieter aller Altersgruppen die Idee. Am Mittwochabend verteilten erstmals die Kinder Amy, Leandra, Lisa, Justin, Nico und Tobias die Stiefel. Sie sind zwischen vier und neun Jahre alt.

Kinder aus dem Rote-Mühle-Quartier halfen dem Nikolaus beim Verteilen der Stiefel. Quelle: Chriatamaria Ruch

Bei der gesamten Aktion konnte sich Bennarndt nun wieder auf Hilfe von Mitstreitern verlassen. „Es haben allerdings in diesem Jahr nur zwei weitere Frauen mitgewirkt, die Stiefelherstellung ist sehr aufwendig“, sagte die Quartiersmanagerin. Dennoch möchte sie die Aktion nicht missen. „Meine Motivation dafür ist die Freude, die wir damit bei den Mietern auslösen“, sagt sie. Vor allem die Alleinstehenden und die Bewohner aus den drei Seniorenwohngemeinschaften zeigen diese Freude ganz offen. Und in jedem Jahr helfen bis zu fünf Kinder beim Verteilen der Stiefel an den Wohnungstüren. „Die Mädchen und Jungen haben dabei Spaß und auch das ist ein schöner Ansporn“, sagt Rosela Bennarndt. Zwei bis drei Stunden eilen die Mitstreiter durch alle Treppenhäuser im Rote-Mühle-Quartier.

Die Stiefel aus Fleecestoff durchlaufen mehrere Etappen, bevor sie gefüllt werden können. Denn zunächst schnitten die Frauen mit Hilfe einer Schablone die Stiefelhälften zu. Dann folgte das Umhäkeln und Verzieren. „Jede Woche haben wir im Quartiers-Treff an den Stiefeln gewerkelt und auch zu Hause arbeiteten die Frauen daran“, sagte Rosela Bennarmdt. Seit Anfang November widmeten sich die Frauen dem Backen der bis zu 2000 Plätzchen. Jeweils fünf bis sechs Plätzchen aus Mürbeteig wanderten anschließend in die Stoffstiefel.

Von Christamaria Ruch

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