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Österlicher Vorgeschmack in Wittstock

Kaffeenachmittag bei der Volkssolidarität Österlicher Vorgeschmack in Wittstock

Totentanz in Spanien, Wasserdusche in Polen oder Osterhase in Deutschland – Jedes Land hat so seine eigenen Traditionen zum Osterfest. Über diese sowie das dazugehörige Hühnerei informierten am Dienstag die Mitarbeiter der Wittstocker Volkssolidarität während einer Kaffeerunde. Sie lüfteten auch das Geheimnis, warum es mehr braune als weiße Eier gibt.

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Prost auf Ostern: Die Gäste stießen mit Eierlikör an.

Quelle: Christian Bark

Wittstock. Osterhase, Geschenkeverstecken oder Eierbemalen sind wohl mit die wichtigsten Merkmale, wie bei uns in Deutschland heutzutage das bevorstehende Osterfest gefeiert wird. Einen Blick über den Tellerrand wagten die Mitarbeiter der Volkssolidarität Wittstock am Dienstag während der Oster-Kaffeerunde ihrer Mitglieder in der Dossestadt.

„Was wir bei uns als Eiertrudeln kennen, gibt es auch in den USA“, informierte Sozialarbeiterin Elke Bröcker die Gäste der Kaffeerunde. Dort finde das traditionelle Eierrollen auf der Südwiese des Weißen Hauses in Washington am Ostermontag statt. Gastgeber sei der Präsident und seine Gattin.

Nicht überall kommt der Osterhase zu Besuch

„In Polen wird der Ostermontag zu einer nassen Angelegenheit“, sagte Elke Bröcker. Dort würden sich die Leute gegenseitig Wasserduschen verpassen. Ein Brauch, der vormals eigentlich nur Männern vorbehalten war, um damit ihre Absicht zu verdeutlichen, ihre weiblichen Nachkommen noch in dem jeweiligen Jahr verheiraten zu wollen.

Elke Bröcker hatte viele Informationen zu Osterbräuchen parat

Elke Bröcker hatte viele Informationen zu Osterbräuchen parat.

Quelle: Christian Bark

In Schweden gibt es Bröcker zufolge keinen Osterhasen, dort gingen die Kinder als Osterweib verkleidet von Haus zu Haus, um Süßigkeiten zu verlangen. Und auch in Spanien gehörten Eierbrauch und Osterhase weniger zur Tradition als vielmehr zahlreiche kirchliche Prozessionen. So werde im Baskenland eine Strohpuppe als Judas verbrannt und in Skelettkostümen Totentänze aufgeführt. „Wenn Sie mich fragen, sind unsere Sitten da weitaus freundlicher“, sagte Bröcker. Das Schönste am Fest seien Süßigkeiten, gutes Wetter, Familie und vielleicht ein Schlückchen Eierlikör. Geschichten und Informationen rund um dessen Hauptzutat, das Ei, hatte Volkssolidaritätsmitarbeiterin Brigitte Mattig für die Gäste vorbereitet. Demnach konsumiere der Deutsche im Durchschnitt jährlich 211 Eier. Und davon zumeist braune. Diese würden von Hühnern mit roten Ohrscheiben gelegt. Und weil diese Hühner gegenüber ihren Artgenossen mit weißen Ohrscheiben weniger anfällig für Krankheiten seien, gebe es mehr von ihnen und dadurch auch mehr braune als weiße Eier.

Eier sind wahre Vitaminbomben

„In einem so kleinen Ei stecken alle Vitamine außer Vitamin C“, informierte Mattig. Es schade also nicht, auch nach Ostern weiter fleißig Eier zu essen. Und diese gab es im Anschluss auch für die Gäste aufgeschnitten oder auf Schnittchen als Eiercreme oder Eiersalat.

Am 19. April lädt die Volkssolidarität Wittstock zum Frühlingskaffee und am 10. Mai zur Verkostung tropischer Früchte in den Discounter Kaufland in Wittstock, gab Brigitte Mattig einen Ausblick zu anstehenden Veranstaltungen.

Von Christian Bark

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