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Wittstock/Dosse Ortschronistin verabschiedet
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Ortschronistin verabschiedet
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20:48 28.09.2018
Sewekows Ortschronistin Heidrun Kübler (r.) wird von Ortsvorsteher Martin Schäfer und Heidi Schäfer vom Heimatverein verabschiedet. Quelle: Björn Wagener
Sewekow

Heidrun Kübler aus Sewekow wurde am Mittwochabend auf der Ortsbeiratssitzung als Chronistin verabschiedet. Heidi Schäfer vom örtlichen Heimatverein erinnerte in einer Laudatio – auch im Namen von Ortsvorsteher Martin Schäfer – an die jahrelange Arbeit, die Heidrun Kübler in ihrer Funktion für den Ort geleistet habe.

Eine besondere Ehre

„Liebe Heidrun, es ist mir eine besondere Ehre“, begann Heidi Schäfer, und blickte auf die Anfänge zurück. „2006 wird die Vergabe einer ABM-Stelle an Heidrun Kübler für Sewekow zum Glücksfall. Fortan lag die Erforschung der Heimatgeschichte Sewekows in ihren Händen. 2007 wurde sie zur offiziellen Ortschronistin, und am 12. Dezember 2012 auf Vorschlag des Ortsbeirates auch vom Wittstocker Bürgermeister dazu ernannt.“

Heidrun Kübler sei eine Sewekowerin mit Leib und Seele und besitze eine Eigenschaft, die für einen Chronisten „absolute Voraussetzung“ sei: Neugier auf die Geschichte ihre Heimatdorfes. Die Ergebnisse ihrer Arbeit hat sie in Rundbriefen veröffentlicht, die für alle interessierten Sewekower zugänglich sind und den Grundstock der Ortschronik bilden.

Überraschung inklusive

Heidrun Küblers Recherchen hätten aber auch Überraschendes zutage gefördert – zum Beispiel, dass die örtliche Feuerwehreinheit nicht 2009, sondern erst vier Jahre später 80 Jahre alt wurde. Erkenntnisse wie diese erlangte Heidrun im Landeshauptarchiv in Potsdam, das sie als Fundgrube für die Chronik nutzte.

Die Sewekowerin lernte mit Hilfe des Internets die altdeutsche Schrift Sütterlin lesen, was sie in die Lage versetzt habe, historische Verträge und Briefe zu deuten. Mit ihrem letzten Projekt – der Häuserchronik – habe sie 2016 die Ortsgruppe Heimatgeschichte in Sewekow neu aufgebaut und mit Hilfe von Dorfbewohnern weitere Lücken in der Dorfchronik geschlossen.

Noch viele Jahre Freude

Dass Heidrun Kübler ihre Arbeit als Ortschronistin nun aufgeben musste, habe allein gesundheitliche Gründe, sagte Heidi Schäfer. „Dankeschön für deine langjährige Tätigkeit. Wir wünschen dir, dass du noch viele Jahre Freude in unserem Dorf hast.“

Als Zeichen der Anerkennung überreichten Martin und Heidi Schäfer Heidrun Kübler eine Wittstock-Rose „Rosa Wizoka“, die vom Ortsbeirat unterschriebene Laudatio und einen „kleinen Gutschein“ vom Heimatverein.

Von Björn Wagener

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