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Wittstock/Dosse Die Laga wird auf platt gemacht
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Die Laga wird auf platt gemacht
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13:53 19.02.2019
Arnold Flau, Andrea Müllenberg und Heidi Schäfer (v.l.) feilen noch am Flyer für die Veranstaltung im Juni. Quelle: Christamaria Ruch
Wittstock

Mit einem flotten Spruch bereiten sich die Plattsprecher aus Wittstock auf die Landesgartenschau (Laga) in der Dossestadt vor: „Kumm vörbei un glööw uns dat, Wittstock moakt de Laga up Platt!“ („Komm vorbei und glaub uns das, Wittstock macht die Laga auf Platt.“). Dabei möchte die Gruppe um Heidi Schäfer nicht etwa die Laga plattmachen, sondern ihre Regionalsprache einem breiten Publikum vorstellen.

Am 16. Juni wird gefeiert

Denn der achte Tag der niederdeutschen Sprache wird nun auf der Laga am Sonntag, 16. Juni, mit einem reichhaltigen Programm auf dem Amtshof gefeiert. Der Brandenburger Verein für Niederdeutsch organisiert die Veranstaltung. Derzeit feilt die sechsköpfige Arbeitsgruppe „Laga up Platt“ noch am Ablauf und bereitet den Flyer vor. Dieser wird in einer Auflage von 2000 Stück gedruckt.

Von der Baustelle zum Lagagelände: Der Tag der niederdeutschen Sprache wird am 16. Juni auf dem Amtshof in Wittstock gefeiert. Quelle: Christamaria Ruch

Am Dienstagnachmittag trafen sich Gisela Korth, Ingrid Meckelburg, Heidi Morling, Andrea Müllenberg, Heidi Schäfer und Arnold Flau in den Räumen der Lagagesellschaft in der Burgstraße. „Das ist eine tolle Sache, dass die Lagagesellschaft den Tag der niederdeutschen Sprache in ihr Programm aufnimmt“, sagte Heidi Schäfer.

Bereits in Prenzlau gute Erfahrungen gemacht

Bereits bei der Laga in Prenzlau „machten die Veranstalter gute Erfahrungen mit den Plattsprechern aus der Uckermark“, so Heidi Schäfer. Im aktuellen Lagag-Faltblatt wird auf Seite zwei bereits auf die Plattsprecher hingewiesen.

Der Tag der niederdeutschen Sprache beginnt am 16. Juni um 10 Uhr mit einem Gottesdienst auf Platt auf dem Amtshof. Um 12 Uhr begrüßt Wittstocks Bürgermeister Jörg Gehrmann die Gäste aus der Uckermark unter dem Motto „Wittstock trifft Prenzlau.“ Dabei überbringen die niederdeutschen Gäste Grußworte und „Grööte ut Prentzlow.“

Shantychor und Stadtkus-Gedicht

Der Shantychor Stella Maris aus Kyritz sorgt ab 13 Uhr für maritime Klänge. Dabei ist geplant, dass der Plattsprecher Arnold Flau das Programm mit niederdeutschen Beiträgen würzt. Dazu gehört etwa das Gedicht „De Liebesbreef“ von Ernst Stadtkus. „Das habe ich im vergangenen Jahr auch in Freyenstein bei der Seniorenweihnachtsfeier vorgetragen“, sagt Arnold Flau. Dieses Gedicht steht auf der Innenseite des Flyers. Für den 16. Juni.

Unter Schirmherrschaft der Bildungsministerin

Der plattdeutsche „Kinnerwettstriet 2018/2019“ unter der Schirmherrschaft der Brandenburger Bildungsministerin Britta Ernst beginnt um 14 Uhr im Burghof. Dabei kann der Nachwuchs aus ganz Brandenburg zeigen, was er auf Platt drauf hat.

Die Mädchen und Jungen der Kinnerschool aus Sewekow stehen ebenfalls in den Startlöchern und bereiten sich vor.

Die Mädchen und Jungen der Kinnerschool Sewekow bereiten sich auf den Landeswettbewerb der Nachwuchsplattsprecher in Wittstock vor. Quelle: Christamaria Ruch

Parallel zum Wettbewerb beginnt die plattdeutsche Unterhaltung auf dem Amtshof mit den Rostocker Plattschnackern und der Gruppe Nurdwind. Nach der Siegerehrung der besten Nachwuchsplattsprecher klingt der Tag ab 17 Uhr mit einer niederdeutschen Lesung und Musik im den Kreismuseen Alte Bischofsburg aus.

Stammtisch an der Volkshochschule

Wittstock bekennt sich seit 2008 zu den Plattsprechern. Damals gründete sich die Wittstocker Initiative zum Erhalt der niederdeutschen Sprache. Bürgermeister Jörg Gehrmann unterstützt dabei von Beginn an die Akteure um Heidi Schäfer. Bereits im vergangenen Jahr machten die Mitglieder vom Volkshochschul (VHS)-Stammtisch für Niederdeutsch in Wittstock ihre Hausaufgaben für die Laga.

Grünes Klassenzimmer auf dem Amtshof

„Im grünen Klassenzimmer auf dem Amtshof haben wir für ein Kräuterbeet die niederdeutschen Namen aufgeschrieben“, sagt Heidi Schäfer. „Das plattdeutsche Wörterbuch hat uns dabei sehr geholfen“, erinnert sich Ingrid Meckelburg.

Auch die Arbeitsabläufe beim Flachsen haben die Plattsprecher in ihre Regionalsprache übersetzt. Sie werden ebenfalls im grünen Klassenzimmer ausgestellt und zeigen, wie umfangreich sich Wittstock zu Platt bekennt.

Von Christamaria Ruch

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