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Wittstock/Dosse Augen auf bei Trickbetrug
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Augen auf bei Trickbetrug
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00:19 13.07.2018
Polizeihauptkommissarin Petra Rieger vom Polizeirevier in Wittstock informierte am Dienstagvormittag Senioren im Quartierstreff über Trickbetrug. Quelle: Christamaria Ruch
Wittstock

„Ganoven kennen keine technischen Grenzen, sie sind immer eine Idee weiter als die Bürger“, sagt Petra Rieger. Die Polizeihauptkommissarin vom Polizeirevier in Wittstock informierte am Dienstagvormittag Senioren im Quartierstreff vom Rote-Mühle-Quartier in der Dossestadt. Dreh- und Angelpunkt war der Trickbetrug und seine vielfältigen Auswüchse.

Vor allem Senioren zählen zu den beliebten Opfern. „Denn Rentner sind leichtgläubig, hilfsbereit und haben ein mitfühlendes Herz“, so Petra Rieger. Diebe nutzen diese Schwachstellen. Daher sind immer Vorsicht, Abstand und Skepsis geboten.

Viele Betrugsfälle ähneln einem Schema. „Immer wenn Geld ins Spiel kommt, werden manche Bürger weich“, so Rieger. Damit meinte sie vermeintliche Gewinne, die per Telefon oder an der Haustür angekündigt werden. Meist muss dabei aber Geld eingezahlt werden oder es wird von zu Hause abgeholt. „Auch wer sich nicht am Lottospiel beteiligt und dann von einem Gewinn hört, sieht vielleicht seine Wünsche, die er sich damit erfüllen möchte. Kriminelle Ideen treiben ihre Blüten, also immer bescheiden bleiben“, sagte sie. Damit stellte sie niemanden aus ihren Fallgeschichten bloß, vielmehr suchte sie Erklärungen für diese Verhaltensweisen.

Betrüger suchen sich gezielt Senioren – oft aus dem Telefonbuch

Wie der Fall eines alten Mannes, der am Telefon vom Gewinn eines Flachbildfernsehers erfuhr. Eine Stunde plauderte dann eine junge Frau mit ihm. Anschließend holte er Geld von der Bank, weil der Transport des vermeintlichen Geschenks nicht kostenfrei war. „Doch dann überlegte der Mann und ihm fiel der Schwindel auf“, berichtete Petra Rieger. Daraufhin benachrichtigte er die Polizei in Wittstock. „Ein Kollege fuhr zu ihm und beide warteten auf den Besuch, der aber nie eintraf“, sagte sie. Auch im Falle eines Geldwechsels auf der Straße oder am Gartenzaun ist Vorsicht geboten. „Die Betrüger wollen dabei nur Zugang zur Wohnung bekommen“, sagte Rieger.

Petra Rieger stellte im Gespräch fest, dass Renate Witte, Erika Steinkopf und die anderen Besucher gut gewappnet und skeptisch gegenüber Fremden sind.

Die Ganoven setzen auf die Hilfsbereitschaft der älteren Generation

Axel Steinkopf, Betreuer in den Seniorenwohngemeinschaften im Rote-Mühle-Quartier, warf ein: „Ich staune immer, wie gutgläubig einige alte Damen sind und beim Einkauf ihre Tasche im Wagen stehen lassen und sich dann vom Wagen entfernen.“ Doch selbst wenn jemand sein Geld an der Innenseite des Hosenbeins platziert, reicht ein Moment der Ablenkung und das Geld ist weg. So erlebte dies ein Mann in einem Supermarkt. Daher sollte man lieber auf Abstand gehen.

Sehen, fühlen und hören sind gefragt, um Falschgeld aufzuspüren. Echte Geldscheine weisen mehrere Wasserzeichen auf, bestehen aus Papier, das nicht einheitlich weiß ist und eine Zahlenabfolge ist auch noch in den Schein gestanzt. Außerdem erzeugen die Banknoten ein besonderes Geräusch, wenn sie in der Luft flattern. „Das Geld liegt sicherer auf der Bank als zu Hause“, legte Petra Rieger den Besuchern abschließend ans Herz.

Von Christamaria Ruch

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