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"Sicherheit der Bürger gefährdet"

Zu hoher Krankenstand bei Wittstocker Polizei "Sicherheit der Bürger gefährdet"

Der stellvertretende CDU-Landesvorsitzende Jan Redmann schlägt Alarm: Weil der Krankenstand der Polizisten in seinem Heimatort Wittstock (Ostprignitz-Ruppin) besorgniserregend hoch ist, sieht Redmann nun sogar die Sicherheit der Bürger in Gefahr. Er fordert dringend eine Aufstockung des Personals in der Dossestadt.

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Der CDU-Landtagsabgeordnete Jan Redmann sieht die Sicherheit der Bürger in seinem Heimatort Wittstock gefährdet. Grund dafür sind die aus seiner Sicht zu wenigen Polizeikräfte.

Quelle: dpa

Wittstock. Nach der Antwort auf eine kleine Anfrage der CDU-Landtagsfraktion zur Einsatzbereitschaft der Polizei in Ostprignitz-Ruppin ist der stellvertretende CDU-Landesvorsitzende Jan Redmann besorgt wegen des hohen Krankenstandes unter den Polizisten seiner Heimatstadt Wittstock. Demnach sind die Beamten im Wach- und Wechseldienst in der Polizeivilla in der Dossestadt im Durchschnitt 31 Tage pro Jahr und Person dienstunfähig. „Die Antworten habe ich für jedes Polizeirevier und jede Polizeiwache erarbeitet“, bestätigt Sprecher Toralf Reinhardt von der Polizeidirektion Nord in Neuruppin. Mit 36 Tagen besonders hoch ist demnach der Krankenstand bei den über 50-Jährigen. Mehr als die Hälfte der Polizisten in Wittstock sind in dieser Altersgruppe. „Ja, dort gibt es im Verhältnis die meisten über 50-Jährigen“, bestätigt auch Reinhardt.

„Das Innenministerium ist dringend aufgerufen, die Ursachen für den hohen Krankenstand zu ermitteln. Da wegen der Polizeireform der rot-roten Landesregierung ohnehin zu wenige Polizisten in Wittstock tätig sind, gefährdet die Dienstunfähigkeit zusätzlich die Sicherheit der Bürger. Schließlich ist im Landkreis die Anzahl der Wohnungseinbrüche im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 70 Prozent gestiegen“, warnt der CDU-Kreisvorsitzende Redmann. Der Polizeisprecher hält dagegen, dass es sich dabei im gesamten Landkreis um „einen Anstieg auf niedrigem Niveau“ um insgesamt 16 Straftaten handelt.

Im Wittstocker Polizeirevier, das auch für Heiligengrabe zuständig ist, gibt es insgesamt 21 Bedienstete im Wachdienst. Weitere sechs Polizisten sind als Revierpolizisten eingesetzt. Redmann verweist darauf, dass bei dieser Gesamtpersonalstärke unter Berücksichtigung von freigenommenen Ausgleichstagen, Krankheit und Urlaub im Durchschnitt weniger als vier Polizisten pro Schicht verfügbar sind. „Da der Polizeidienst zum großen Teil auch aus Schreibtischarbeit besteht, belegen die Zahlen, dass häufig nicht mehr als eine einzige Streifenwagenbesatzung auf einer Fläche von mehr als 600 Quadratkilometern im Einsatz ist. Von wirksamer Kriminalitätsbekämpfung kann keine Rede sein. Diese Zustände sind unhaltbar. Wittstock braucht dringend mehr Polizisten“, fordert Redmann.

Von Gerd-Peter Diederich

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