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Wittstock/Dosse Regionalzug auf „Wittstock Dosse“ getauft
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Regionalzug auf „Wittstock Dosse“ getauft
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18:08 18.04.2018
Zur Taufe wurde jede Menge Sekt an den Zug gespritzt. Quelle: Björn Wagener
Wittstock

Es ist vollbracht: Seit Mittwochmittag heißt nun ein Regionalexpress der Linie RE 6 „Wittstock/Dosse“. Außerdem ziert den Schriftzug oberhalb der Fenster die Rosenblüte – das Logo zur Landesgartenschau 2019. Er ist der erste Zug seiner Art, der auf den Namen einer Stadt getauft – und gebührend mit jeder Menge Sekt bespritzt wurde.

Rollender Botschafter

Der sogenannte Prignitz-Express verkehrt täglich zwischen Wittenberge und Berlin-Gesundbrunnen. Er ist somit ein rollender Botschafter, der für die Landesgartenschau werben soll, die am 18. April 2019 in Wittstock eröffnet wird. Der Termin für die Taufe am 18. April 2018 war daher wohlgesetzt worden – exakt ein Jahr vor die Eröffnung.

Dieses besondere Ereignis sorgte für einen „großen Bahnhof“ am Wittstocker Bahnhof. Unter den zahlreichen Gästen waren Landrat Ralf Reinhardt;

Jede Menge Betrieb herrschte am Mittwoch auf dem Wittstocker Bahnhof: Ein Regionalzug bekam den Namen „Wittstock/Dosse“.

Wittstocks Vize-Bürgermeisterin Dorothea Stüben; Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde; Thomas Dill, VBB Bereichsleiter Center Nahverkehrs- und Qualitätsmanagement, und Jörg Werner, Leiter Fahrgastmarketing DB Regio Nordost.

Ein besonderer Meilenstein

Dorothea Stüben nannte die Zugtaufe einen „besonderen Meilenstein in der Geschichte unserer Stadt“ und blickte kurz auf die Historie zurück. Am 31. Mai 1885 sei der Personenzugverkehr zwischen Perleberg und Wittstock aufgenommen worden.

Verbindungen werden verdichtet

Doch vor allem die Zukunft stand am Mittwoch im Mittelpunkt. Die DB Regio verstärkt zur Zeit der Landesgartenschau – also vom 18. April bis 6. Oktober kommenden Jahres – das Zugangebot auf der Regional-Express-Linie RE 6.

Im Auftrag des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg fahren die roten Triebwagen dann täglich zwischen 8 und 19 Uhr zwischen Berlin und Wittstock. An den Wochenenden werde das Angebot bis Wittenberge auf einen Stundentakt verdichtet. Ab 21 Uhr solle es zudem zusätzliche Spätfahrten ab Wittstock geben, teilt die Bahn mit.

Von Berlin direkt zum Ort des Geschehens

Die Landesgartenschau werde von Berlin aus direkt ab Gesundbrunnen, Jungfernheide und Spandau erreichbar sein. Alternativ stehe die Linie S 25 mit Umstieg auf den RE 6 in Hennigsdorf zur Verfügung. Mit dem Brandenburg-Berlin-Ticket fahren dann bis zu fünf Personen für 29 Euro an einem Tag hin und zurück.

Erhebliche Potenziale

Laut Thomas Dill sehe die Bahn „erhebliche Potenziale“ auf der Strecke des Prignitz-Expresses, auch wenn sie Anfang der 1990er-Jahre schon einmal vor der Stilllegung gestanden habe. Heute seien mit dem Prignitz-Express täglich rund 3000 Fahrgäste bis Neuruppin und mehr als 1000 bis Wittstock unterwegs. Bis 2030 rechne man mit Steigerungen von 25 bis 30 Prozent.

Jörg Werner bezeichnete die Situation des RE 6 als „stabil“ und nannte ihn einen „guten Botschafter“. Man blicke überdies weit in die Zukunft – vor allem unter städtebaulichen Aspekten. Denn der Speckgürtel weite sich aus, was auch Auswirkungen auf den Prignitz-Express habe.

Erst der Anfang

Die verbesserten Zugverbindungen zur Landesgartenschau würden laut Landrat Ralf Reinhardt „für volle Züge“ sorgen. „Die Gartenschau ist nicht nur ein bleibendes, sondern auf Jahre hinweg fortwirkendes Ereignis.“ Gleichwohl wünsche er sich, dass diese verdichtete Taktung auf Dauer erhalten werden kann. „Den Stundentakt nach Wittstock sehen wir als Anfang. Der Halbstundentakt nach Berlin ist unser großes Ziel“, so Reinhardt. Und: „Unsere Region braucht die Bahn.“

Erster Teil der Werbung

Die Zugtaufe sei nur „Teil 1“ des Werbens für Städte in der Region, so Reinhardt. In der zweiten Jahreshälfte „werden wir eine ähnliche Veranstaltung mit dem Namen Neuruppin beziehungsweise Fontane erleben dürfen.“ Denn die Kreisstadt Neuruppin feiert vom 30. März bis 30. Dezember 2019 den 200. Geburtstag ihres großen Sohnes, des Dichters Theodor Fontane. Landrat Reinhardt hatte deshalb einen Staffelstab mitgebracht, den Dorothea Stüben an Jens-Peter Golde übergab. Der symbolische Akt sollte die Verbundenheit und das gemeinsame Wirken beider Städte hinsichtlich dieser großen Feierlichkeiten bekräftigen.

Von Björn Wagener

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