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Wittstock/Dosse Residenzorchester spielte in Freyenstein
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Residenzorchester spielte in Freyenstein
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00:22 12.09.2018
Das Residenzorchester Mark Brandenburg spielt in der großen Hofstube des Schlosses in Freyenstein. Quelle: Björn Wagener
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Wittstock/Heiligengrabe

Ein kultureller Höhepunkt des Tages des offenen Denkmals war am Sonntagnachmittag in Freyenstein zu erleben. In der dortigen großen Hofstube des Schlosses spielte die Streichergruppe des noch jungen Residenzorchesters Mark Brandenburg. Das gilt sowohl für das Orchester selbst, das erst in diesem Jahr gegründet wurde, als auch für die Musiker – allesamt Könner ihres Fachs und doch erst durchschnittlich Mitte 20.

Mit Brandenburg identifizieren

„Das Orchester will sich speziell mit Brandenburg identifizieren und vor diesem Hintergrund eigene musikalische Projekte

Viele Menschen nutzten die Gelegenheit für einen kleinen Sonntagsausflug.

entwickeln“, sagt der 29-jährige Dirigent und Bratschist Manuel Dengler. Dabei sollen auch Elemente aus Historie und Architektur mit einfließen. Rund 50 Besucher genossen das Programm „Poetische Reminiszenzen – Schubert. Toldrá. Piazzolla“.

Das Schloss in Freyenstein war ohnehin den ganzen Tag über sehr gut besucht, wie Christine Neumann bestätigte, die die Besucher-Anmeldung im Schloss und den Archäologischen Park betreut.

Viele Menschen waren unterwegs

Viele Menschen nutzten das herrliche Wetter, um Kirchen oder andere bauhistorisch interessante Gebäude näher kennen zu lernen.

In der Wittstocker Stadtbibliothek begrüßte Leiterin Georgia Arndt zwei ganz besondere Gäste: Robert und Ina Polthier. Dieser Name ist eng mit der Stadtgeschichte verbunden. Robert Polthier, der Enkel von Wilhelm August Polthier, las aus einem Buch seines Großvaters, das die Ursprünge und Lebenswege der Familienmitglieder beleuchtet. Robert Polthier (46) lebt heute mit seiner Familie in Berlin.

Außer der Lesung war vor allem auch die historische Postkartensammlung Wittstocks ein Hingucker in der Bibliothek.

Liebevoll hergerichtet

Seit Jahren beliebtes Ziel zu den Tagen des offenen Denkmals ist das Telschowsche Haus in Wittstock. Dieses älteste Fachwerkhaus der Stadt, das 1566 erstmals erwähnt wurde, wird von seinen Besitzern Helmut und Anita Kmetsch immer wieder liebevoll hergerichtet, damit sich Besucher wohl fühlen. Der kleine gemütliche Hof lud auch diesmal dazu ein, Kaffee und Kuchen zu genießen.

Viel Trubel herrschte auf dem Klostermarkt in Heiligengrabe, der am Sonntag Besucher zum Stöbern und Entdecken enlud. Auch die Stiftskirche und der Kräutergarten konnten erkundet werden.

Neues Labyrinth

Ein neues Labyrinth an den Teichen auf dem Klostergelände wurde ebenfalls eröffnet. Es besteht aus einem schmalen Pflasterweg, an dem Schilder mit kirchlichen Sprüchen platziert sind.

Im Todesmarschmuseum im Belower Wald las Autorin Annette Leo vor 13 Gästen aus „Das Kind auf der Liste“. Das Buch beleuchtet die wahre Geschichte hinter dem Filmstoff aus „Nackt unter Wölfen“.

Von Björn Wagener

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