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Wittstock/Dosse Sanierung des Kirchturms geht voran
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Sanierung des Kirchturms geht voran
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17:57 28.06.2018
Fachwerk ist mehrfach marode, wie Heino-Peter Gertz von der Baudenkmalpflege (r.) und Planer Frank Fischer feststellen konnten. Quelle: fotos (2): Bark
Rossow

Seit Jahren kann die große Glocke im Rossower Kirchturm nicht mehr erklingen – dazu ist der Holzfachwerkturm zu instabil. In dieser Form ist der Turm schon über 330 Jahre alt, hat Brände und Einschüsse im Zweiten Weltkrieg überstanden. Doch der Zahn der Zeit ging auch an ihm nicht spurlos vorüber, wie Küsterin Nicole Rösler berichtet.

Nun wird der etwa 20 Meter hohe Turm gründlich saniert. „Von oben nach unten“, wie Vorarbeiter Heino-Peter Gertz vom Baudenkmalpflegebetrieb Prenzlau erklärt. Das sei schon eine Herausforderung, schließlich müssten Holzbalken ganz oder partiell entfernt und durch neues Material ausgetauscht werden.

Das zum Teil marode Gebälk des Rossower Kirchturms wird bei den Sanierungsarbeiten dieses Jahr ausgetauscht. Im kommenden Jahr soll das Kirchenschiff saniert werden.

Die Holzverschalung, die Nicole Rösler zufolge noch aus den 1930er Jahren stammt, haben die Handwerker schon entfernt. Nun geht es ans Fachwerk und an das Dach des Turms. Regelmäßig finden Bautreffen statt, wobei Bauplaner Frank Fischer vom Planungsbüro IBS, in Rossow vorbeischaut. „Wir haben zwei Jahre mit den Planungen verbracht“, sagt er. Seit Frühjahr würden die nun in die Praxis umgesetzt. Ende des Jahres soll der Turm fertigsaniert sein.

Der Turm der Rossower Kirche soll bis Ende 2018 fertigsaniert sein. Quelle: Christian Bark

„Bisher haben wir normale erwartbare Bauschäden am Turm feststellen können“, erklärt Frank Fischer. Nun gehe es richtig in die Zimmerei. Besonders spannend werde die Sanierung des Kirchenschiffs, die für das kommende Jahr geplant sei.

Kirchenschiff wird auch eine Herausforderung

Dabei sei nämlich der Zugang für die Handwerker eine Herausforderung. „Vom Kircheninnenraum gelangt man nur über eine schmale Luke auf den Dachboden“, sagt Nicole Rösler. Den Planern zufolge müsse sinnvollerweise ein Zugang über den Turm zum Schiff geschaffen werden. „Der Turm steht auf der Höhe aber ein Stück vom Kirchenbau ab“, so Heino-Peter Gertz. „Das haben wir alles schon mit eingeplant“, sagte Frank Fischer. Über genaue Maßnahmen könne man zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht sprechen.

Von den Glocken konnte zuletzt nur noch die kleine zum Einsatz kommen. Quelle: Christian Bark

Gut 100 000 Euro sind für die Sanierung des Turms eingeplant. Insgesamt sollen die voraussichtlich Ende 2019 abgeschlossenen Arbeiten über 400 000 Euro kosten. Die tragen Nicole Rösler zufolge die Kirchgemeinde, der Kirchenkreis Wittstock-Ruppin, die Landeskirche, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler und das Land Brandenburg. „Die Kirche ist im Staatskirchenvertrag mit aufgenommen worden“, erklärt die Küsterin.

Kirchenschiff folgt 2019

Seit 1684 gibt es den Holzturm in seiner derzeitigen Form.

Bis Ende 2018 soll die Turmsanierung dauern. 2019 soll dann das Kirchenschiff folgen.

Über 400 000 Euro werden die Sanierungsmaßnahmen voraussichtlich kosten. Landeskirche, Kirchenkreis, Kirchgemeinde, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler sowie das Land Brandenburg beteiligen sich daran.

Ob das eingeplante Geld ausreichen wird oder ob sogar noch etwas für weitere Maßnahmen wie die Sanierung der historischen Wandmalereien übrig bleibt, kann bisher noch keiner der Beteiligten sagen. „Dass jetzt etwas geschieht ist aber richtig und gut“, betont Nicole Rösler. Immerhin sei die Kirche nicht nur ein Wahrzeichen von Rossow, sondern mit dem Flügelaltar aus dem Havelberger Dom auch ein Kleinod in der Region.

Von Christian Bark

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