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Wittstock/Dosse Hochprozentiger Abend im Mietertreff
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Hochprozentiger Abend im Mietertreff
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13:30 29.04.2018
Prost! Die Mieter konnten sich durchkosten. Quelle: Christian Bark
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Wittstock

Gute Stimmung herrscht im Wohngebietsclub der Röbeler Vorstadt in der Clara-Zetkin-Straße ohnehin immer Am Freitagabend war sie wieder besonders gut, um nicht zu sagen hochprozentig. Denn Hans-Jürgen Dombeck und seine Frau Gabriele aus Stendal waren mit ihrer mobilen Schaudestille und reichlich Schnaps zur Verkostung zu Gast in Wittstock.

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Die Anwohner der Röbeler Vorstadt verleben am Freitag einen feuchtfröhlichen Abend. Hans-Jürgen Dombeck aus Stendal bot ihnen Schaubrennen und eine Schnapsverkostung.

„Eigentlich war das mehr ein Zufall, ich hatte mal eine Flasche Wodka von meinem Schwager mitgebracht“, sagte Anwohnerin Bärbel Franke, die Schwester von Gabriele Dombeck. So sei die Idee gekommen, die Obstkleinbrenner auf einen Abend in den Wohngebietsclub einzuladen. „Das ist zwar nur ein Hobby, wir machen das aber schon seit 20 Jahren“, erklärte Hans-Jürgen Dombeck. 40 Sorten Schnaps, darunter Liköre, Spirituosen und Brände produziere er jedes Jahr. Das Obst stamme aus seinem Garten, die Destille sei im ehemaligen Schlafzimmer seines Hauses untergebracht. Bis zu 400 Liter reinen Alkohols dürfe der Hobbybrenner im Jahr erzeugen.Dafür werde pro Liter einen Alkoholsteuer von 13,03 Euro fällig. „Regelmäßig kommt die Hygiene zur Kontrolle vorbei“, berichtete der Stendaler.

Doppelt gebrannt trinkt sich besser

Zum Brennen gekommen sei er nach der Wende über Verwandte im Saarland. Neuerdings habe er sogar Whisky gebrannt. „Der muss aber noch einige Jahre im Fass lagern“, sagte er.

An seiner Schaudestille brannte Hans-Jürgen Dombeck an dem Abend eine Spirituose aus Himbeeren, die er eine Woche zuvor schon in Alkohol eingelegt hatte. „So bleibt der Geschmack besser erhalten“, erklärte er. Diese würden dann erhitzt, der Alkohol kondensiere im Kühler, gehe zurück in die Brennblase, steige erneut hoch und gelange über den Kühler und eine durch Kühlwasser verlaufende Spirale in ein Gefäß. In diesem Vorgang sei der Schnaps doppelt gebrannt und enthalte keine Fuselalkohole mehr. Mit der Spindel konnte Hans-Jürgen Dombeck den Alkoholgehalt messen – der lag noch bei 85 Prozent. „Das verdünne ich dann mit ionisiertem Wasser“, sagte er.

Solange die Spirituose gebrannt wurde, konnten die Anwohner die guten Tropfen verkosten. „Mir hat der Birnenbrand am besten geschmeckt“, stellte Bernd Krause fest. Damit die hochprozentigen Proben gut verträglich waren, gab es reichlich Wasser und Häppchen. „Das ist Gesundheitsschnaps“, sagte Bärbel Franke und prostete ihren Nachbarn zu. Davon merke man am nächsten Morgen nichts mehr im Kopf.

Von Christian Bark

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