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Wittstock/Dosse Kurs führt in die Welt der Smartphones ein
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Kurs führt in die Welt der Smartphones ein
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15:09 02.11.2018
Gisela Korth (v. l.), Gisela Menzel, Yvonne Reypa und Edith Haase tauschen sich über die Funktionen ihrer Smartphones aus. Quelle: Christian Bark
Wittstock

Smartphone, Whatsapp, W-LAN oder Provider – besonders für viele ältere Leute sind diese Anglizismen oft „Böhmische Dörfer“. Während ihre Kinder und Enkel die Begriffe wie selbstverständlich verwenden, verfügen viele Bürger der Generation 60 Plus nicht einmal über einen Computer oder ein Mobiltelefon.

„Da spielt oft die Angst vor etwas Neuem eine Rolle“, sagt Gisela Korth. Sie wolle sich aber auch im Alter fortbilden und Neues entdecken. „Bis vor kurzem habe ich noch nicht mal gewusst, was Gigabytes sind“, sagt sie Seniorin.

Ins W-Lan einloggen? Kein Problem, Yvonne Reypa erklärt es. Quelle: Christian Bark

Seit Oktober besucht sie mit sechs anderen Damen den Handy- und Smartphonezirkel von Yvonne Reypa im Wohngebietsklub der Röbeler Vorstadt. Tatsächlich kennen sich die meisten der Frauen schon weitaus länger.

„Vor sieben Jahren haben wir mal mit einem Computerkurs angefangen“, blickt Gisela Menzel zurück. Damals hatte ihn schon Yvonne Reypa im ehemaligen Internetcafé in der Burgpassage angeboten. 2015 sei aufgrund des großen Interesses langsam das Smartphone in den Fokus des Kurses gerückt.

Kontakt zur Volkssolidarität ermöglichte Neuauflage des Kurses

Seitdem es das Café nicht mehr gibt, findet der Kurs im Wohngebietsklub in der Clara-Zetkin-Straße 7 statt. „Das war über Brigitta Klusch von der Volkssolidarität gelaufen“, berichtet Yvonne Reypa. Als bisherige Kursteilnehmerin habe sie sich bei dem Wohlfahrtsverband, der den Wohngebietstreff betreut, dafür eingesetzt, dass Yvonne Reypa ihren Zirkel künftig dort anbieten kann.

Und da sind sich alle Frauen einig: „Keiner kann das so gut erklären wie Frau Reypa.“ „Meine Enkel hat für sowas einfach nicht die nötige Ruhe“, sagt Gisela Menzel.

Rosemarie Kunick nutzt gern Rabattcodes der Rossmann-App. Quelle: Christian Bark

Im Zirkel könnten sich die Frauen unter Gleichgesinnten austauschen und weiterbilden – niemand müsse Angst haben, sich zu blamieren. „Ich bin echt stolz darauf, was meine Kursteilnehmer schon alles können“, sagt auch Yvonne Reypa. Der Umgang mit dem Smartphone gehöre für sie quasi zum Alltag.

„Wir schreiben uns regelmäßig in einer Whatsappgruppe, tauschen Termine und kleine Bilder aus“, sagt Gisela Menzel. Die Themen können die Kurteilnehmer selbst bestimmten, Yvonne Reypa bereitet sie dann entsprechend vor.

Für die Frauen ist das zugleich die Möglichkeit, den Anschluss an die immer digitaler werdende Welt nicht zu verlieren. „Man kann so immer mitreden“, betont Gisela Korth.

Yvonne Reypa (2. v. l.) erklärt Senioren den Umgang mit Smartphones und Apps. Quelle: Christian Bark

Zudem habe man so auch Gelegenheit, am Leben der oft weit entfernt lebenden Kinder und Enkel teilzuhaben. Durch kleine Videos, Bilder oder Videoanrufen.

Fasziniert von der Vielzahl der Apps ist auch Rosemarie Kunick. Bei ihr hatte Yvonne Reypa vor 20 Jahren mal ein Praktikum gemacht, nun lernt die 71-Jährige von der 38-Jährigen. Gerne nutzt Rosemarie Kunick Apps wie die des Drogeriemarkts Rossmann. „Darüber kann ich mir Rabatte sichern“, sagt sie.

Eine Tankstellenapp wiederum zeigt den Frauen an, wo sie in den kommenden Minuten am günstigsten tanken können. Weil der Freitagskurs schon so fortgeschritten ist, hat Yvonne Reypa seit dieser Woche einen Montagskurs für Anfänger eröffnet. Anwohner der Röbeler Vorstadt können ihn kostenlos besuchen, andere Teilnehmer zahlen fünf Euro pro Kurs.

Der Smartphone-Zirkel für Anfänger findet immer montags zwischen 13.30 und 14.30 Uhr statt. Der für Fortgeschrittene immer freitags zwischen 10.30 und 11.30 Uhr in der Clara-Zetkin-Straße 7.

Von Christian Bark

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