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Wittstock/Dosse „Hackerangriff“ auf Fassade verärgert Baugenossenschaft in Wittstock
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse „Hackerangriff“ auf Fassade verärgert Baugenossenschaft in Wittstock
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00:24 30.09.2018
Der Specht an Hauswand in Maxim-Gorki-Straße in Wittstock. Quelle: Matthias Schramm
Wittstock

„Er ist wieder da“, schreibt Leser Matthias Schramm in einer Mail an die MAZ. Gemeint ist ein kleiner bunter Vogel, der sich an der Fassade eines Wohnblockes in der Maxim-Gorki-Straße in Wittstock gütlich tut, oder besser an dem, was er darunter findet: Insekten und Kleingetier.

Dafür legt sich der Specht auch gern einmal ein wenig ins Zeug und hämmert sich fleißig durch die Dämmung, bis er ein rundes Loch geschaffen hat, das gerade groß genug ist, dass er hineinschlüpfen und einen Blick hinter die Kulissen werfen kann – mit der Aussicht auf den einen oder anderen Happen.

Nicht der erste Besuch

Doch der Specht hat noch eine andere gute Eigenschaft: Er ist nicht nur fleißig, sondern auch treu. Schon vor ein einigen Jahren hatte er die Fassade als seine große Freundin entdeckt und sich sogleich an die Arbeit gemacht.

Doch trotz dieser lobenswerten Eigenschaften will bei der Wittstocker Wohnungsbaugenossenschaft, die das Haus verwaltet, nicht so recht Freude aufkommen. Denn dort weiß man: Das Loch des Spechtes zu schließen, hält den kleinen Fassadenklopfer nicht davon ab, es prompt wieder zu öffnen oder an anderer Stelle ein neues entstehen zu lassen. Schließlich ist er ja – wie gesagt – ein fleißiges Kerlchen.

Völlig machtlos

Hinzu kommt, dass das Ganze ein teureres Unterfangen wäre. „Dafür bräuchten wir einen Steiger“, beschreibt Sigrid Böhm vom Vorstand der WBG das Problem. „Wir sind da völlig machtlos.“ Deshalb nimmt die WBG ihr Schicksal an und sich ein altes Sprichwort zu Herzen: Der Klügere gibt nach. Es gebe eben nur eines, was man tun kann: nichts. Ans Reparieren will sich die WBG erst dann machen, wenn sich der Specht von allein wieder verzogen hat. Immerhin brüte er nicht hinter der Fassadendämmung – so wie vor Längerem einmal ein Star in der Steinstraße, wie Sigrid Böhm berichtet. So hat die Geschichte trotz ihrer gewissen einseitigen Unerfreulichkeit also doch nur ihr Gutes.

Von Björn Wagener

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