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Wittstock/Dosse Nisthilfe für den Storch blieb am Boden
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Nisthilfe für den Storch blieb am Boden
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00:27 25.02.2019
Die Nisthilfe für das Storchnnest in Freyenstein muss unverrichteter Dinge wieder abtransportiert werden. Die Aktion fiel aus, weil der Ausleger des Krans zu kurz war. Quelle: Björn Wagener
Freyenstein

Beinahe wäre die neue „Einraumwohnung“ für Störche in Freyenstein am Freitagvormittag bezugsfertig gewesen. Alles war vorbereitet. Die Nisthilfe stand bereit. Ebenso der mobile Kranwagen, der sie nach oben hieven sollte.

Dann aber wurde die Sache doch noch in letzter Minute abgebrochen, bevor sie überhaupt begonnen hatte. Grund: Der Arm des Kranes wurde für diese Aufgabe als ein wenig zu kurz eingeschätzt.

Rund 17 Meter hoch

Die Reste des alten Nestes befänden sich in etwa 17 Metern Höhe, sagt Thomas Koppermann vom städtischen Bauhof in Wittstock.

Thomas Koppermann vom Bauhof Wittstock mit seiner selbst gebauten Nisthilfe für das Storchennest in Freyenstein. Quelle: Björn Wagener

Genau lasse sich das schwer messen. Die ehemalige hoch aufgeschichtete Vogelbehausung war im vergangenen Jahr abgestürzt. Die drei Jungen darin überlebten schwer verletzt.

Einen Termin für den zweiten Versuch mit einem größeren Kranwagen konnte am Freitag vor Ort noch nicht festgelegt werden. Allzu lange wird es bis dahin aber nicht mehr dauern. „Wenn die Störche ankommen und sehen, dass sie sich hier nicht niederlassen können, sind sie auch schnell wieder weg“, meint Frank Werneke, der die Aktion unterstützte.

Nest in Papenbruch schon besetzt

Tatsächlich sind die Adebare bereits im Anflug. Rainer Boddin aus Langnow (Prignitz) erblickte am Mittwoch gegen Mittag einen Storch auf einem Feld zwischen Blandikow und Papenbruch. Am Tag darauf wurde erstmals in diesem Jahr ein Storch auf dem Nest in Papenbruch gesichtet. Das bestätigt Ornithologe Jürgen Kaatz. Dabei handele es sich um sogenannte Westzieher, die aus Südspanien anfliegen und daher nur eine wesentlich kürzere Strecke absolvieren müssen als jene Störche, die in Afrika überwintern.

Die Kirche Freyenstein mit dem Storchennest auf dem Schornstein. Quelle: Björn Wagener

Deshalb drängt in Freyenstein die Zeit. Dem Ortsbeirat ist es wichtig, dass die Störche dem örtlichen Nistplatz auf der Kirche treu bleiben. „Das wollen auch viele junge Leute hier“, berichtet Koppermann.

Eine Bitte des Ortsbeirates

Er baute die Nisthilfe auf eine Bitte des Ortsbeirates hin. „Es waren ungefähr zwei Stunden Arbeit.“ Das runde Astgeflecht mit einem Durchmesser von 1,20 Metern ruht auf einer hölzernen Basis aus beständigem Lärchenholz.

„Die Anleitung für den Bau habe ich mir aus dem Internet geholt.“ Ein am Nest befestigter Holzpflock, der senkrecht nach unten in den Schornstein geführt wird, soll der Nisthilfe demnächst hoch oben Halt geben.

Von Björn Wagener

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