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Wittstock/Dosse Tauchgang bei 10 Grad
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Tauchgang bei 10 Grad
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00:41 20.04.2018
Doris Saak und Falko Schmidt absolvierten einen der ersten Tauchgänge der Saison im Dranser See. Bei rund zehn Grad Wassertemperatur war eine gute Ausrüstung Pflicht. Quelle: Claudia Bihler
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Dranse

Gerade mal zehn Grad Celsius zeigt das Thermometer an, das Falko Schmidt um sein Handgelenk trägt. Das ist zwar schon beachtlich für das Wasser im Dranser See nach der langen Winterzeit, aber eben auch nicht viel für die beiden Taucher, die an diesem Tag einen ihrer ersten Tauchgänge des Jahres absolvieren. Die Sonne hat sich hinter Regenwolken verborgen, der Wellengang auf dem See ist höher als sonst.

Für den Otto-Normal-Taucher mit einfachem Neoprenanzug hat die Saison noch nicht begonnen. Doch Falko Schmidt trägt unter seinem Trockenanzug zusätzlich Neopren und warme Wäsche. Für seine Tauchkollegin Doris Saak ist der Tag sogar eine Premiere: „Ich habe heute zum ersten Mal einen Akku-Wärmeanzug an.“ Tatsächlich – als die beiden nach 50 Minuten Tauchzeit mit vielen Blasen und zum Erstaunen des einsamen Spaziergängers am Seeufer wieder auftauchen, ist es im Anzug noch warm.

Die Sichttiefe war – wohl auch wegen des Wellengangs – an diesem Tag noch nicht sehr gut. „Aber wir haben einen Schwarm Barsche gesehen“, sagt Falko Schmidt, der außerdem weiß, dass die Wassergüte des Sees immer besser wird: „Das kann man daran beobachten, dass die Sternleuchteralge gut wächst.“ Die höhere Güte gelte auch für die anderen Gewässer: „Wenn wir jetzt nicht zu viel Nährstoffeinträge durch Landwirtschaft und Massentierhaltung bekommen, dürfte die Qualität noch besser werden.“

Falko Schmidt taucht seit mehreren Jahrzehnten, nun hat er sein Zertifikat als Tauchlehrer in der Tasche. Seine Devise: Auch nach der Ausbildung bleiben die Schüler nicht sich selbst überlassen. Quelle: Claudia Bihler

Mit Themen wie der Gewässerökologie kennt sich der Taucher aus – schließlich hatte er vor etwa zwei Jahren begonnen, sein Hobby auch mit anderen zu teilen.

Erst hat er nur Schnuppertauchen angeboten, inzwischen hat er in Zaatzke eine ausgewachsene Tauchschule mit Ausrüstungsverleih und Füllstation installiert. Für seine Zulassung als Tauchlehrer hat er nicht nur finanziell für Lehrmittel, Ausrüstung und Infomaterial investiert, sondern auch mit sportlichem Engagement. Denn obwohl er schon mehrere Tausend Tauchgänge absolviert hat, verlangte sein Tauchverband viel Leistung von ihm. Falko Schmidt schmunzelnd: „Nach meiner Ausbildung könnte ich konditionsmäßig auch als Marine-Kampfschwimmer arbeiten.“

Die Anforderungen an die Tauchschüler sind allerdings nicht mit denen zu vergleichen, die an die Ausbilder gestellt werden. Bei den Tuchgängen lernen die Schüler neben der Handhabung ihrer Ausrüstung wie Lungenautomat und Tiefenmesser auch das Tarieren und das Atmen mit dem Automaten. Die Theorie für das Zertifikat Open Water Diver (OWD) umfasst Themen wie Tauchphysik und Gewässerkunde.

Tauchreviere gebe es auch in der Region in Hülle und Fülle

Tauchgänge finden – je nach Sichtweiten – in einem Gewässer der Region statt. Sowohl Lehrmaterial wie Ausrüstung wird gestellt – was vor allem für jene wichtig ist, die erst einmal ausprobieren möchten, ob ihnen Tauchen überhaupt liegt. „Aber selbst wenn sich die Leute entscheiden, weiter zu machen, ist der Sport lange nicht mehr so teuer wie früher“, sagt Schmidt: „Es gibt mehr günstige Ausrüstungsanbieter und oft kann man auch gebrauchte Stücke günstig erwerben.“

Tauchreviere gebe es auch in der Region in Hülle und Fülle. Wenn es nicht die Seen vor der Haustür sein sollen, gibt es in der weiteren Umgebung etwa ehemalige Steinbrüche, die nicht nur mit türkisklarem Wasser aufwarten, sondern auch mit einer vielfältigen und artenreichen Unterwasserwelt.

Für Falko Schmidt steht bei seiner Schule vor allem eins im Mittelpunkt: „Wir wollen unsere Tauchgruppe um Mitstreiter ergänzen und suchen immer Nachwuchs.“ Auch deshalb können sich Anfänger immer gewiss sein, dass sie nach der Ausbildung nicht alleine bleiben. Falko Schmidt: „Wir legen Wert darauf, dass sie sich wie in einer Familie fühlen.“

Kontakt unter 03394/44 26 99

Von Claudia Bihler

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