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Wittstock/Dosse Bereit für den Dichterwettstreit
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Bereit für den Dichterwettstreit
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00:21 16.06.2018
Ruth Lübke aus Dossow dichtet gerne. Deshalb nimmt sie am Poetry Slam in der Wittstocker Bibliothek am 20. Juni teil. Quelle: Christian Bark
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Wittstock

„Texte habe ich schon als Kind gerne geschrieben“, sagt Ruth Lübke. Irgendwie habe es sich so ergeben, dass sie ihre Tagebucheinträge in Reimform verfasst hätte. In einem Sommercamp im vergangenen Jahr hatte die junge Dossowerin dann jemanden getroffen, der sich mit seinen Texten mit anderen Dichtern einen Wettstreit liefert – Poetry Slam nennt man das. Über ihn sei Ruth dann auch zum „Slammen“ gekommen, wenngleich sie aber noch nie mit anderen Leuten um die Wette gedichtet habe.

Gelegenheit dazu hat Ruth am kommenden Mittwoch ab 19 Uhr. Dann findet in der Wittstocker Bibliothek erstmals ein solcher Poetry Slam statt. „Cool, dass es das jetzt auch bei uns gibt“, sagt Ruth. Sie habe es über einen Bekannten erfahren und sich sofort in der Bibliothek angemeldet.

Bibliotheksleiterin Georgia Arndt freut sich auf weitere Anmeldungen. Quelle: Christian Bark

„Das geht ganz formlos, ich benötige nur Kontaktdaten, Angaben zur Person und die Titel der Texte“, erklärt Bibliotheksleiterin Georgia Arndt. Acht Leute hätten sich bisher schon angemeldet. Laut Georgia Arndt dürfen es aber gerne noch mal so viele sein. Auch das Publikum, das an dem Abend lediglich die leckeren Cocktails bezahlen müsse, die es geben wird, habe eine wichtige Aufgabe. „Das Publikum ist quasi die Jury“, so die Bibliotheksleiterin. Am Ende der Auftritte, die von dem DJ und Sänger Klaus Falk moderiert werden, sollten die Zuschauer auf einem Zettel ihre drei Favoriten vermerken. Den drei besten Teilnehmern winke ein Workshop mit dem Kriminalautoren Stephan Hähnel.

Ruth will Erfahrungen sammeln

Der Workshop ist auch für Ruth interessant, wie sie sagt. Allerdings gehe es ihr an dem Abend nicht ums Gewinnen. „Ich will Erfahrungen sammeln“, erklärt sie. Wichtig bei ihren Texten sei immer die Botschaft. „Dass können ganz alltägliche Probleme wie Essstörungen bei Jugendlichen sein“, sagt die junge Dichterin.

Ruth spricht den Text auf ihr Smartphone um die Betonung und Geschwindigkeit zu prüfen. Quelle: Christian Bark

Soviel kann sie schon verraten, ihr erster Text wird sich mit dem Thema „Zeit“ auseinandersetzen und wie man sie sinnvoll, nämlich mit Freunden und der Familie, verbringen kann. In ihrem zweiten Text fragt sich Ruth, was sie machen und erfahren würde, wenn sie eine Tür wäre. Gerade feile sie noch an dem ersten Text. „Ich spreche die Gedichte auf mein Smartphone“, sagt Ruth. So könne sie Betonungen und Geschwindigkeit prüfen. „Wichtig ist, das ich nicht über fünf Minuten vortrage.“ Das sei nämlich das Zeitmaximum bei diesem Poetry Slam.

Acht Dichter sind schon dabei

Acht Teilnehmer mit insgesamt 14 Texten haben sich bisher angemeldet. Sie sind zwischen 16 und 85 Jahren alt.

Maximal drei Textbeiträge dürfen bei der Anmeldung angegeben werden. Das Genre spielt keine Rolle. Die Teilnehmer müssen mindestens 16 Jahre alt sein.

Das Publikum wird am Ende der Vorträge darüber abstimmen, wer die drei Besten waren.

Anmeldeschluss für den Poetry Slam ist am Freitag. Anmeldungen sind in der Bibliothek, per Post, per Telefon unter 03394/429400 oder auch per Email möglich – unter arndt.bibliothek@wittstock.de.

Von Christian Bark

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