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Wittstock/Dosse Randale in der Sparkasse in Wittstock
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Randale in der Sparkasse in Wittstock
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00:23 16.03.2019
Der Geschäftsstellenleiter Dirk Blume (r.) und der Pressesprecher Christopher Arndt mit Fotos aus der Überwachungskamera. Quelle: Björn Wagener
Wittstock

Nachts kommen die Chaoten. Sie hinterlassen nichts als Dreck und Zerstörung. Die Wittstocker Filiale der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin ist bei ungebetenen Gästen offenbar sehr beliebt.

Die Schäden durch Vandalismus im Selbstbedienungsbereich (SB) mit den Automaten lägen inzwischen im vierstelligen Bereich, sagt Geschäftsstellenleiter Dirk Blume. „Man kann es schon als eine Vandalismus-Serie bezeichnen.“

Außer Rand und Band

Gemeinsam mit dem Sparkassen-Sprecher Christopher Arndt präsentiert Dirk Blume Fotos aus der Überwachungskamera.

Auf den Fotos sind die Chaoten teils gut zu erkennen. Quelle: Björn Wagener

Darauf sind bis zu vier junge Menschen zu sehen, die es buchstäblich krachen lassen. Bier spritzt. Sie machen sich an den Automaten zu schaffen und stecken Papier in die Kartenschlitze.

Oder sie setzen sich auf die Ablagen, die für Taschen gedacht sind. Als sie nach Stunden endlich verschwunden sind, funktionieren fünf der sieben Automaten nicht mehr. Alles ist verdreckt und verklebt.

Das geschah am vergangenen Wochenende – wieder einmal. In der Nacht zum Samstag hielten sich die Chaoten ganze vier Stunden lang – von 1.30 bis 5.30 Uhr – im geheizten Selbstbedienungsbereich der Sparkasse auf.

Noch einmal kamen ungebetene Gäste am Samstagabend von 20 bis 23 Uhr. Für die Kunden am Montag heißt das: Bis die Technik repariert und der Vorraum gereinigt ist, müssen sie auf den Automaten-Service verzichten.

In Wittstock die größten Probleme

„In keiner unserer Filialen haben wir so große Probleme mit Vandalismus wie in Wittstock“, sagt Christopher Arndt.

Deshalb zieht die Sparkasse nun die Notbremse: „Der SB-Bereich wird bis auf weiteres nachts von 23 bis 5 Uhr geschlossen“, kündigt Dirk Blume an. „Das ist eigentlich nicht in unserem Sinne, aber wir wissen uns nicht anders zu helfen“, ergänzt Christopher Arndt.

Beide hoffen, dass die Polizei die Chaoten ermitteln kann. Die Fotos sind vielversprechend. Darauf lassen sich Gesichter und markante Frisuren erkennen. Aus der Videoüberwachung machen sich die Chaoten offenbar nichts. Einer von ihnen scheint der Kamera sogar zuzuprosten.

Zieht ungebetene Gäste an: Die Sparkassenfiliale in Wittstock. Quelle: Björn Wagener

„Wir werden uns das nicht länger bieten lassen und dagegen vorgehen“, sagt Arndt – auch im Hinblick auf die bevorstehende Landesgartenschau, die viele zusätzliche Besucher anziehen wird.

Beobachtungen mitteilen

Die jüngsten Vorfälle seien angezeigt worden. Außerdem möchte die Sparkasse Anwohner dazu animieren, rasch die Polizei zu informieren, wenn entsprechende Beobachtungen an der Filiale gemacht werden.

All das soll helfen, dass Kunden künftig keine vandalismusbedingten Nachteile im Service mehr hinnehmen müssen.

Von Björn Wagener

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