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Wittstock/Dosse Woher Depressionen rühren und wie man sie behandelt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Woher Depressionen rühren und wie man sie behandelt
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14:36 08.11.2018
Die Heilpraktikerinnen Kasha Piepenstock (l.) und Sonja Bagge sprachen in Wittsock über Ursachen und Behandlungen von Depressionen. Quelle: Christian Bark
Wittstock

Dass das Thema Depression viele Menschen in der Region beschäftigt, zeigte am Mittwochabend die gut besuchte Praxis von Heilpraktikerin und Psychotherapeutin Kasha Piepenstock in Wittstock. Mit ihrer Kollegin Sonja Bagge, deren Praxis gleich nebenan ist, heilt sie einen Vortrag über Ursachen und Behandlungsmethoden von Depressionen.

Dabei erklärten sie, dass diese psychische häufig in Zusammenhang mit physischen Erkrankungen stehen kann. „Depressionen können Folgen einer Mangelerscheinung sein“, sagte Sonja Bagge. Beispielsweise bei einer Dysfunktion der Schilddrüse aber auch falscher Ernährung.

Sonja Bagge erklärte den Zusammenhang zwischen Psyche und Körper. Quelle: Christian Bark

„Wenn dann Risse in der Darmschleimhaut auftreten, kann das auch Auswirkungen auf die Psyche haben“, so die Heilpraktikerin. Antidepressiva würden dann zunächst einmal helfen – „Sie gehen aber nicht an die Ursache des Problems“, betonte Sonja Bagge.

Dabei stimmte ihr eine Zuhörerin zu. „Ich will bloß weg von den Medikamenten“, sagte sie und fragte, wie die Heilpraktikerin denn ohne ärztliche Untersuchung helfen könne.

„Durch konkretes Abfragen der Symptome und den Vergleich mit Erfahrungswerten“, antwortete Sonja Bagge. Natürlich spielten da auch ärztliche Befunde eine Rolle. Nur so und immer individuell könne sie, auch mit Hypnose, den Zusammenhang zwischen Körper und Psyche ergründen.

Depressionen sind eine Krankheit

„Heilung kann ich zwar nicht versprechen, die Erfahrung zeigt aber, dass ich Patienten so oft ein ganzes Stück weiter helfen konnte“, sagte die Heilpraktikerin und Naturheilkundlerin.

„Depressionen sind eine ernst zu nehmende Krankheit. Es ist gut sich dabei rechtzeitig zu informieren und Hilfe zu holen“, betonte Kasha Piepenbrock. Da würden Sprüche auch wie „Reiß Dich mal zusammen“ von Verwandten nichts bringen – im Gegenteil. „Durch das Grübeln ziehen wir uns nur noch weiter runter“, erklärte die Psychotherapeutin.

Deshalb sei es wichtig, symbolisch den Splitter aus der Wunde zu ziehen – also der Ursache der Depressionen nachzugehen. Die könne auch ein traumatisches Erlebnis sein, dass nach Jahren noch Spuren hinterlassen hat. „Manchmal reichen Worte nicht aus, um das zu beschreiben“, sagte Kasha Piepenstock.

Kasse übernimmt Leistung oft nicht

Darum habe sie als Kreativtherapeutin andere Mittel und Wege, wie sich Menschen ihren Ängsten und Erlebnissen stellen könnten. Zum Beispiel durch ein Rahmenbild. Im Rahmen sollten die Patienten all das zeichnerisch verewigen, was ihnen Kraft gibt. „Das reicht oft schon, um das Selbstwertgefühl zu steigern“, erklärte die Psychotherapeutin.

Auch könnten symbolisch Steine für Steine Belastungen und Federn Erleichterungen darstellen. Zunächst sei es aber wichtig, zu klären, ob es sich überhaupt um eine Depression handelt.

„Manchmal ist es auch nur Erschöpfung nach harter Arbeit oder einer Krankheit“, sagte Kasha Piepenstock. Ähnliches berichtete eine Zuhörerin, die, auch durch Medikamente und eine Krankheit, regelmäßig Phasen der Verstimmung durchlebt. Kritik aus dem Publikum gab es daran, dass es medizinisch in der Region kaum Hilfe geben würde und wenn dann nur mit viel Wartezeit. „Unsere Leistungen übernimmt die Kasse leider selten“, sagte Sonja Bagge. Deshalb sei zumindest das Vortragsangebot kostenfrei für alle Zuhörer.

Am Mittwoch, 28. November, findet in der Praxis in der Gröperstraße 7 um 18.30 Uhr ein Vortrag über „Trauer“ statt.

Von Christian Bark

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