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Wittstock/Dosse Wasser und Abwasser: Wittstock übernimmt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Wasser und Abwasser: Wittstock übernimmt
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10:27 08.10.2018
Die Bürgermeister Holger Kippenhahn (l., Heiligengrabe) und Jörg Gehrmann (Wittstock) stoßen mit Wasser auf die Fusion an. Quelle: Björn Wagener
Wittstock

 Der Eigenbetrieb Wasser und Abwasser in der Gemeinde Heiligengrabe (EWA) geht ab dem 1. Januar 2019 in den Wasser-und Abwasserverband Wittstock (WAV) auf. Damit übernimmt letzterer auch die Versorgung der Kunden im derzeitigen Gebiet des EWA. Das betrifft die Orte Heiligengrabe und Maulbeerwalde sowie das Gewerbegebiet Heiligengrabe/Liebenthal.

Einheitlicher Trinkwasserpreis ab 2019

Für die Gebührenkalkulation bedeutet das Folgendes: Im Bereich Trinkwasser werden ab dem genannten Stichtag beide Bereiche mit einem einheitlichen Kubikmeterpreis abgerechnet. Wie hoch dieser sein wird, dazu laufen derzeit die Berechnungen, kündigt Andy Thierbach, Geschäftsführer des WAV, an. Beide Gebiete lägen aber schon jetzt preislich nah beieinander, so dass die Veränderungen voraussichtlich nicht gravierend sein würden.

Beim Abwasser sieht das wohl anders aus. Da seien die Preise in dem noch vom EWA betreuten Gebiet heute deutlich günstiger als im aktuellen WAV-Gebiet.

Fünf Jahre Übergangszeit

Auch dort werde perspektivisch ein einheitlicher Preis angestrebt, jedoch gelte zunächst eine Übergangszeit von fünf Jahren, in denen beide Bereiche weiterhin unterschiedlich kalkuliert würden. Der Grund seien neben den sehr unterschiedlichen Preisen auch die verschiedenen Lösungsansätze hinsichtlich der Rückerstattung von Anschlussbeiträgen, so Thierbach. Die Übergangszeit sei in einer entsprechenden Vereinbarung festgelegt worden.

Dass der Preis beim EWA deutlich unter dem in Wittstock liegt, habe damit zu tun, dass beim EWA eigentlich nötige Investitionen in Struktur und Technik in den vergangenen Jahren nicht getätigt worden seien, weshalb der Preis vergleichsweise niedrig geblieben sei. Das müsse nun nachgeholt werden, so Thierbach. Eine Preiserhöhung werde künftig unumgänglich sein. Aber auch ohne die Fusion hätte es beim EWA Preiserhöhungen geben müssen, sagt dazu Holger Kippenhahn, Bürgermeister der Gemeinde Heiligengrabe.

Breiter aufstellen

Mit der Fusion sollen aber vor allem personelle Ressourcen besser genutzt werden, wie Andy Thierach sagt. Im Fall von Krankheit oder Urlaub von Mitarbeitern könne man künftig besser auf die jeweilige Situation reagieren. Der WAV wolle sich damit „breiter aufstellen“.

Der Fusion war zunächst ein Gutachten vorausgegangen, dessen Kosten zu 70 Prozent vom Land Brandenburg gefördert wurden. Es beleuchtete die Entwicklung des WAV und des EWA für die kommenden 20 Jahre – sowohl als eigenständige Einheiten als auch als fusionierte Betriebe. Ergebnis: Der Gutachter, das Büro Göken, Pollak und Partner, empfahl eine Fusion. Dieser stimmten daraufhin am 12. Juni die Heiligengraber Gemeindevertreter zu. Am 18. September tat das auch die Verbandsversammlung des WAV.

„Diese Fusion ist auf lange Sicht ein guter Schritt“, resümiert Holger Kippenhahn. Die kommunale Zusammenarbeit zwischen Heiligengrabe und Wittstock werde überall dort, wo es nützlich erscheint, vorangetrieben, sagt er und nennt als Beispiele die Feuerwehr oder auch die Standesämter, wo sich demnächst ein Verbund abzeichne.

Von Björn Wagener

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