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Wittstock/Dosse Astbruch aus heiterem Himmel
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Astbruch aus heiterem Himmel
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12:14 27.07.2018
Christian Ruch (l.) und Ronald Nikolowius begutachten den Schaden an der Linde. Quelle: Christamaria Ruch
Wittstock/Heiligengrabe

Es geschieht aus heiterem Himmel. Laubbäume werfen bei dieser Hitze Äste ab. Dabei handelt es sich um Grünastbruch. Jederzeit und an jedem Ort kann sich das wiederholen.

Die Wallanlagen in Wittstock sind in dieser Woche davon betroffen gewesen. „Es ist inzwischen alles wieder beräumt“, sagt Jean Dibbert, Wittstocks Stadtsprecher. „Vorsicht ist geboten, denn bei dieser extremen Wetterlage können jederzeit wieder Äste abbrechen.“

Auch die alte Linde auf dem Kirchengrundstück in Dahlhausen kämpft mit der Trockenheit. In der Nacht zu Freitag brach ein großer Ast ab. Glück im Unglück, denn er fiel nicht auf die Straße. Pfarrer Christian Ruch informierte umgehend de Garten- und Landschaftsbaumeister Ronald Nikolowius aus Wittstock.

Seit vier bis fünf Wochen regelmäßig Grünastbruch

Er ist seit 15 Jahren auch als geprüfter Baumkontrolleur tätig. „Seit vier bis fünf Wochen passiert dieser Grünastbruch regelmäßig“, sagt er. Wegen der fehlenden Feuchtigkeit sinkt die Elastizität in den Bäumen und sie trocknen aus.

Damit verlieren die Gehölze an Standfestigkeit. „Seit mehr als drei Monaten ist es trocken, im vergangenen Winter gab es kaum Schneelast und die Grundwasserspiegel sind gesunken. Damit können die Wurzeln kein Wasser aufnehmen“, sagt Ronald Nikolowius.

Im Falle der Linde in Dahlhausen sagte er: „Die Krone muss aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht ausgelichtet werden, die Pflegemaßnahmen sind ohne Antrag bei der Naturschutzbehörde möglich.“

Vor allem Weichhölzer sind betroffen

Vor allem Weichhölzer wie Linde und Kastanie sind vom Grünastbruch betroffen, Harthölzer wie Ahorn oder Eiche hingegen weniger. „Die Bäume sollen im Sommer und Winter gewässert werden“, so Nikolowius. „Der Bauhof in Wittstock kommt mit dem Gießen kaum nach, es wäre schön, wenn die Bürger sich um die Straßenbäume vor ihrer Haustür kümmern und Wasser geben“, sagt Jean Dibbert.

„Seit Dienstagabend gilt die höchste Waldbrandgefahrenstufe 5“, sagt Jean Dibbert. Dabei hat er vor allem den 3200 Hektar großen Stadtforst in Alt Daber vor Augen. Zuwege können ab Waldbrandgefahrenstufe 4 gesperrt wegen.

„In den vergangenen Jahren musste von dieser Ausnahmeregelung kein Gebrauch gemacht werden“, sagt Jean Dibbert. Auch die Waldarbeiter müssen nun besondere Vorsicht walten lassen. „Das Arbeiten mit der Motorsäge ist ab Waldbrandgefahrenstufe 3 untersagt“, sagt der Stadtsprecher.

Von Christamaria Ruch

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