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Wittstock/Dosse Wittstocks Marathon-Bläser
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Wittstocks Marathon-Bläser
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17:46 31.01.2019
Jost Korf (vorn rechts) dirigiert die 25 Schüler der Bläserklasse an der Diesterweg-Grundschule in Wittstock. Quelle: Christamaria Ruch
Wittstock

Der tiefe Ton aus der Tuba hallt durch den Raum. Schon antworten die Kinder im Publikum mit einem Lachen und klatschen vor Begeisterung in die Hände. Doch Anna kann mit ihrer Tuba noch viel mehr. Kaum erklingt der höhere Ton, erinnert dieser an einen Klang aus einer Metallgießkanne.

Anna spielt als einzige die Tuba. Quelle: Christamaria Ruch

Ein Konzertmarathon liegt am Donnerstagvormittag vor den 25 Mädchen und Jungen aus der Bläserklasse der Diesterweg-Grundschule in Wittstock. Der Musiklehrer Jost Korf schwingt dabei den Taktstock. „Wir geben drei Konzerte mit jeweils 45 Minuten Länge“, sagt er. In diesem Umfang war das eine Premiere, wenngleich das Ensemble schon mehrere Auftritte hatte. Somit erlebte die gesamte Schule die Musik im Essenhaus.

„Wir sind die einzige Bläserklasse in Wittstock“, sagt Korf. Er ist Musiker mit Leib und Seele – seit 41 Jahren spielt er im Blasorchester Wittstock; jetzt unterrichtet er das zweite Jahr an der Diesterweg-Grundschule. Dabei entwickelte er die Idee, die Musik mehr in den Mittelpunkt zu rücken.

„Musik hat wie Fußball eine soziale Funktion, und ein Orchester ist so gut, wie der Schlechteste spielt.“ Vier Stunden pro Woche lernen die Kinder aus der fünften Klasse auf ihren Leihinstrumenten.

Jeder Viertklässler konnte sein Musikistrument finden

Im März 2018 organisierte der Musiklehrer ein Instrumentenkarussell für die damaligen Viertklässler. „Jeder konnte jedes Instrument ausprobieren, das war ganz wichtig“, sagte er. Auf diese Weise fand jeder zu seinem Favoriten. Die Hälfte des Jahrgangs ist in der Bläserklasse vereint, und die anderen Schüler beschäftigen sich mit Ballsport.

Auch Querflöten aus Metall gehören zu den Holzbläsern

Zwei Lehrer aus der Kreismusikschule Ostprignitz-Ruppin unterstützen Jost Korf. Dabei werden die Blechblas- und Holzblasinstrumente sowie das Schlagwerk in drei Gruppen unterrichtet. Trompete, Posaune, Tuba und Euphonium, das ist eine kleinere Form der Tuba, gehören zu den Blechbläsern. Klarinette, Flöte und Saxophon reihen sich bei den Holzbläsern ein. „Obwohl die Querflöten aus Blech sind, gehören sie zum Holz. Das liegt daran, dass sie seit der Urzeit aus Holz gefertigt wurden“, sagt er.

Mit der Trommel auf Augenhöhe

Fabian beeindruckt an der Trommel, die er selbst nur etwas überragt. „Fabian und ich sind die einzigen, die beim ganzen Konzert stehen müssen“, sagt Jost Korf.

Auf Augenhöhe: Fabian spielt die große Trommel und überragt das Instrument nur wenig. Quelle: Christamaria Ruch

Der Musiklehrer geht bei den drei Konzerten einen kurzweiligen Weg durch die Musik. Er stellt jede Instrumentengruppe vor, bezieht die Schüler im Publikum ein, und dann geben die Musiker einen ersten Eindruck ihres Könnens. Immer wieder lachen die Zuhörer, wenn sie den Klang hören. „Die Flöte klingt so, als wenn man über einen Flaschenhals hinweg pustet“, sagt Korf. Nebenbei muntert er die Musikschüler auf, wenn mal ein Ton falsch klingt: „Aufregung und Lampenfieber gehören dazu.“

Von Beethoven bis Elvis Presley

Von Beethoven bis Elvis Presley reicht die Palette bei den drei Konzerten. Kaum stimmt das Orchester den Kanon „Bruder Jakob“ an, summen die Zuhörer mit. Wenig später springt der Funke über, und die Kinder singen zu den Klängen der Bläser. „Die Bläserklasse freut sich schon darauf, ab Ende Oktober wieder im Torbogenhaus zu proben, da ist mehr Platz und Ruhe. Derzeit sind die Proben aus organisatorischen Gründen im Schulhaus, das ist manchmal sehr lärmintensiv für die anderen“, bedauert Jost Korf.

Von Christamaria Ruch

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