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Wittstock/Dosse Schüler auf Fantasiereise nach Bali
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Schüler auf Fantasiereise nach Bali
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15:30 27.09.2018
Die Klasse 6b der Waldring-Grundschule erfuhren einiges über Südostasien und den Reisanbau. Quelle: Christian Bark
Wittstock

Mit fair gehandelten Lebensmitteln haben die Kinder der Waldring-Grundschule in Wittstock schon ihre Erfahrungen. „Seit drei Jahren nehmen wir an Projekten zum fairen Handel teil“, sagte Kerstin Mansfeld, Klassenlehrerin der 6b. Das sei über den Verein Esta Ruppin zustande gekommen, für den auch Schulsozialarbeiterin Hille Heinecke arbeitet.

Im vergangenen Schuljahr hatten die Grundschüler beispielsweise ein Musical zu fair gehandelter Schokolade auf die Bühne gebracht.

Ni Ketut Warsini (r.) hatte Kostüme aus Bali dabei. Quelle: Christian Bark

Diesmal ging es um Reis. Dazu kam die Bildungsreferentin Ni Ketut Warsini aus Berlin am Donnerstag zu Besuch in die Klasse 6b. Sie nahm die Kinder mit auf eine Fantasiereise nach Indonesien, genauer die Insel Bali, ihre alte Heimat.

Schüler trugen bunte Kostüme

„Einmal im Jahr fliege ich immer hin, um meine Familie zu besuchen“, sagte sie. Sie sei das zwölfte Kind ihrer Familie, dafür stehe „Ketut“ in ihrem Namen. In einem kleinen Dokumentarfilm stellte sie den Kindern zunächst ihre Heimat und den Anbau des dortigen Hauptnahrungsmittels, Reis, vor.

Für die Schüler hatte die Bildungsreferentin bunte Kostüme und Accessoires mitgebracht, in die sie sich hüllen konnten. Auf Karten informierten sich die Kinder darüber, wo Bali überhaupt liegt.

Ni Ketut Warsini spielte ein typisch indonesisches Xylophon. Quelle: Christian Bark

Bevor zwei Schüler etwas über Indonesien vorlasen, hatte Ni Ketut Warsini kurz auf einem Xylophon, das auf Bali Teil eines „Gamelan-Ensembles“ erklingt, gespielt. „Bei uns wird man immer mit Musik begrüßt“, erklärte die Bildungsreferentin.

Indonesien gilt als größter Archipel der Welt“, informierte Noah Reypa seine Mitschüler, als er den Text vorlas. Selbst war er noch nie in Südostasien, wie er sagte. „Aber ich könnte mir vorstellen, schon mal hinzureisen“, so der Zwölfjährige. Reis esse er hin und wieder auch ganz gerne.

Mühseliger Anbau für die Bauern

„Die Bauern werden für ihr Produkt oft nicht gerecht entlohnt“, sagte Ni Ketut Warsini. Das wurde besonders offensichtlich, als sie den mühseligen Anbau von Reis schilderte, bei dem das Unkraut noch mit der Hand vom Feld entfernt wird.

In einem kleinen Quiz konnten die Schüler dann zeigen, was sie über den Reisanbau gelernt hatten. Bei einer richtigen Antwort winkten den zwei Gruppen jeweils Glückskekse, bei einer falschen mussten sie diese wieder abgeben. Ziel der Übung war es auch, dass sich die Gruppen gemeinsam auf eine Antwort verständigten – ohne Alleingänge.

Für die Jungen gab es eine traditionelle Kopfbedeckung aus Bali. Quelle: Christian Bark

Etwas Erfahrung konnte dabei Hanna Licht ins Spiel einfließen lassen. „Meine Großeltern kommen aus der Landwirtschaft“, sagte sie. Allerdings sei deren Felderwirtschaft mit jener aus Bali grundverschieden, da die Prignitzer Äcker nur selten unter Wasser stünden.

Mit den Schülern bastelte Ni Ketut Warsini im Anschluss noch indonesische Dekorationen, ließ sie ein Schattenspiel über das Erlebte vorführen und kochte mit ihnen. Natürlich mit fair gehandelten Jasmin -Reis, der mit einem „Fairtrade“-Siegel gekennzeichnet war. „Mehr Gerechtigkeit für die Bauern kann schon ein Bio-Siegel als Nachweis für Nachhaltigkeit bedeuten“, erklärte Ni Ketut Warsini.

Der Reis hatte das Fairtradesiegel. Quelle: Christian Bark

Im kommenden Jahr wollen sich die Waldring-Grundschüler wieder der fair gehandelten Schokolade zuwenden, wie Hille Heinecke ankündigte. Dann wollen sie ihr Musical auf der Landesgartenschau aufführen.

Von Christian Bark

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