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Wittstock/Dosse Kegelfrauen suchen Verstärkung
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00:23 01.11.2018
15 Würfe absolviert jede Frau bei den Treffen in der Regel. Der Spaß am Spiel steht im Vordergrund. Quelle: Christian Bark
Wittstock

Bevor es für die Frauen der Wittstocker Keglerinnengruppe jeden Freitag an die Kugeln geht, gibt es zunächst eine kleine Aufwärmrunde. „Es kann in unserem Alte nicht schaden, sich zu dehnen“, sagt Eva Zwick. Sie leitet die Gruppe, die es in dieser Form seit 22 Jahren gibt.

Gekegelt hat Eva Zwick schon vor 67 Jahren, damals noch beim Verein „Lokomotive Wittstock“. „Weil ich bei der Eisenbahngearbeitet hatte“, blickt sie zurück.

Aufwärmrunde vor dem Sport. Quelle: Christian Bark

Lange Zeit hatte sie aus gesundheitlichen Gründen dem Sport abgeschworen. Über eine Bekannte war sie dann schon als Rentnerin zu den Kegelfrauen gekommen. „Das war bisher eine lose Gruppe, die sich dann unter dem Dach der Volkssolidarität organisierte“, erklärt Eva Zwick.

Freilich findet auf der Kegelbahn in der Rosa-Luxemburg-Straße seitens der Frauen kein Leistungssport statt. „Die Pokale da drüben in der Vitrine gehören alle dem Kegelverband“, sagt Eva Zwick.

Die Ergebnisse werden notiert. Bei neun umgefallenen Kegeln wird die Glocke geläutet. Quelle: Christian Bark

Vielmehr sind die Treffen eher geselliger Natur für diejenigen, die gerne mal kegeln möchten. Vorher hat auch Marlies Ingendahl mal gekegelt Als sie noch in Berlin gewohnt hat Seit zwei Jahren lebt sie nun in Wittstock, um näher an Kindern und Enkeln zu sein. „ich habe Anschluss gesucht, deshalb bin ich heute hier“, sagt sie. Bisher gefalle es ihr in der Gruppe ganz gut.

Wer alle Neune trifft, bei dem läutet Helga Strothenk die Glocke. Sie gehört an diesem Freitag zu den Frauen, die die Ergebnisse notiert und in ihre Keglerinnenpässe einträgt. „Mitkegeln geht gerade wegen der Gesundheit nicht“, erklärt sie. Dafür bringe sie sich eben so ein. Ebenso Eva Zwick – sie bereitet während knappe einen Stunde Kegeln die Kaffeetafel vor. 25 Würfe sind in dieser Zeit möglich, pro Durchgang wirft jede Frau fünfmal.

Jeden Freitag wird gekegelt

Seit 1996 gibt es die Kegelgruppe in der Volkssolidarität. Sie gehört zur Wittstocker Ortsgruppe 2.

Jeden Freitag ab 14 Uhr treffen sich die Frauen auf der Wittstocker Kegelbahn in der Rosa-Luxemburg-Straße hinter dem Edeka-Markt. Dort verweilt die Runde etwa zwei Stunden.

Sechs Frauen kegeln aktuell aktiv mit. Andere Frauen schreiben und bereiten die Kaffeetafel vor.

Nach etwa einer Stunde Kegeln wird Kaffee getrunken und Gebäck gegessen.

10 Euro kostet der Beitrag im Jahr. Wer mitmachen möchte, muss nicht Mitglied der Volkssolidarität sein.

Ähnlich wie Eva Zwick kegelt Helga Strothenk schon über 60 Jahre, damals auch mal im Leistungssport. „In unserem Alter sind die Ergebnisse aber nicht mehr so wichtig“, sagt die 84-Jährige.

Bis vor einem Jahr nahm auch eine 94-Jährige regelmäßig an den Treffen teil. „Sie konnte zum Schluss zwar nicht mehr kegeln, hat aber im Anschluss Kaffee mitgetrunken“, erinnert sich Eva Zwick.

Die Punkte hält Helga Strothenk (l.) im Ergebnisbuch fest. Quelle: Christian Bark

Überhaupt trinken die Frauen nach dem einstündigen Training genauso lange Kaffee und erzählen miteinender. „Wer Geburtstag hat, gibt einen aus und bringt Kuchen mit“, berichtet Eva Zwick.

Allzu schlecht sollte man sich in der Keglergruppe aber auch wieder nicht anstellen. Für eine Ratte werden nämlich zehn Cent fällig. „Da kommt im Jahr schon was zusammen“, sagt Eva Zwick. Davon könnten die Frauen sich dann auch mal ein gemeinsames Mittagessen beim Griechen gönnen.

Nach dem Sport gibt es Kaffee und Gebäck. Quelle: Christian Bark

Für ihre Gruppe sind die Frauen ständig auf der Suche nach Gleichgesinnten. „Gerne auch jüngere Leute, gerne auch Männer“, betont Eva Zwick. Die Mitgliedschaft in der Volkssolidarität sei zwar wünschenswert, aber keine Voraussetzung zum Mitmachen.

So ist beispielsweise Marlies Ingendahl auch kein Mitglied, was den Teilnehmerbeitrag etwas reduzieren würde. „Über die zehn Euro Jahresbeitrag kann man aber trotzdem nicht meckern“, sagt sie.

Wer beim Kegeln und gemütlichen Kaffeetrinken mitmachen möchte, kann immer freitags ab 14 Uhr zur Kegelbahn in die Rosa-Luxemburg-Straße kommen.

Von Christian Bark

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