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Wittstock/Dosse Anwohner lernen E-Bike-Fahren
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18:46 11.10.2018
Polizist Bernd Krümmling gab Jutta Andryssek Hilfestellung beim Radeln. Quelle: Christian Bark
Wittstock

Seit dem Sommer verfügt das Wohngebiet Röbeler Vorstadt über zwei Elektrofahrräder. „Sie haben drei Räder, man kann damit also nicht umkippen“, erklärte Quartiersmanagerin Lissy Boost von der Volkssolidarität, die im Auftrag der Gebäude- und Wohnungsverwaltung GWV den Quartierstreff in der Clara-Zetkin-Straße betreibt. Das sei mit Blick auf die vorwiegend älteren Bewohner sicherer gewesen.

Nicola Krettek (2. v. r.) erklärte den Anwohnern die Funktionsweise der Elektrofahrräder. Quelle: Christian Bark

Möglich wurde die Anschaffung der jeweils rund 3500 Euro teuren Räder durch das Modellprojekt „Mobil Dasein OPR“. Das Projekt ist zwar bereits im September ausgelaufen, „eine Schulung für die Anwohner war aber trotzdem nötig, sagte Nicola Krettek von der Regionalentwicklungsgesellschaft Nordwestbrandenburg, die im Rahmen des Projekts die Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit übernommen hatte.

Am Donnerstag fand der Kurs nun statt. Nach einer Stärkung bei Kaffee und Kuchen im Quartierstreff ging es auf den Sattel. „Ich fahre gerne Fahrrad, deshalb wollte ich das mit den E-Bikes mal ausprobieren“, sagte Anwohnerin Eva Pietrusky.

Auch MAZ-Reporter Christian Bark radelte mit.. Quelle: Christian Bark

Schon vorher getestet hatte Anwohner Lothar Franke eines der E-Bikes. Nur einen Ausflug oder eine Einkaufsfahrt hatte er bisher damit noch nicht gemacht. „Dazu sollen die Räder den Anwohnern zur Verfügung stehen“, erklärte Lissy Boost.

Nach einigen Runden fand Lothar Franke Gefallen an dem Rad. „Die müssen wir uns am Wochenende mal ausleihen“, rief er vom Sattel seiner Frau Bärbel zu.

Lothar Franke fand auf dem Sattel Gefallen an den Rädern. Er will das Angebot künftig mal nutzen. Quelle: Christian Bark

Ebenfalls ausprobieren konnten die Anwohner ein zweirädriges E-Bike. Das hatte die GWV aus Begeisterung über die beiden Neuanschaffungen gleich dazu geholt und ihren Mitarbeitern zur Verfügung gestellt, wie Nicola Krettek sagte.

Größer wurde die Herausforderung, als Polizist Bernd Krümmling von der Verkehrswacht aus Neuruppin dazukam. Er hatte Kegel für Slaloms mitgebracht, damit die Leute das Manövrieren mit den Rädern besser üben können.

„Die Unfallgefahr hat sich durch die Elektrofahrräder erhöht“, sagte er. Das hänge damit zusammen, dass einige Fahrer die Geschwindigkeit falsch einschätzen würden. Deshalb sollte zunächst einmal ohne eingestellten Elektromotor geübt werden.

In dem neu errichteten Holzunterstand im Viertel werden die Räder demnächst untergebracht sein. Quelle: Christian Bark

Mithilfe des Motors können beide Räder eine Höchstgeschwindigkeit von 25 Stundenkilometern erreichen. Voll beladen kann man mit ihnen rund zwölf Stunden lang fahren. Die Aufladung mit Strom dauert etwa vier Stunden, wie Lissy Boost informierte.

Etwas respektvoll war Anwohnerin Jutta Andryssek zunächst auf das E-Bike gestiegen. Aber mit der Unterstützung von Bernd Krümmling fand sie dann jedoch nach und nach den Mut, sich auf das Rad einzulassen.

GWV-Mieter brauchen nichts zu bezahlen

Die beiden Elektroräder können von Mietern der GWV kostenlos, von Nichtmietern gegen eine geringe Gebühr ausgeliehen werden. Und zwar während der Öffnungszeiten des Quartierstreffs montags bis freitags zwischen 12.30 und 17.30 Uhr. Für längere Touren auch am Wochenende ist eine Absprache mit dem Quartiersmanagement nötig.

„Vorab schließen wir mit den Nutzern einen kleinen Vertrag ab, wobei diese auch Verhaltensregeln mitbekommen“, sagte Lissy Boost. Parkplatz für die Räder sei ein neu errichteter Unterstand im Viertel.

Von Christian Bark

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