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Wittstock/Dosse Anwohner wollen gegen Bau der B 189n kämpfen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Anwohner wollen gegen Bau der B 189n kämpfen
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16:30 11.09.2018
Der Zempower Ortsbeirat will mit anderen betroffenen Ortsteilen über eine gemeinsame Position sondieren. Quelle: Christian Bark
Zempow

Die Ortsbeiratssitzung in Zempow vom 20. August hatte nicht nur dort Wellen geschlagen. Dabei hatten Zempower und Anwohner anderer Wittstocker Ortsteile über die Fortsetzung der Bundesstraße 189 als B 189n von Wittstock nach Mirow diskutiert. Laut Bundesverkehrswegeplan ist eine Umsetzung der Strecke bis 2030 rechtlich und finanziell möglich. Weil die Straße jedoch über Zempower Gebiet führen könnte, lehnte die Mehrheit der Zempower und Teilnehmer der Diskussion den Neubau ab.

Auf der jüngsten Ortsbeiratssitzung am Montagabend bekräftigte der Zempower Ortsbeirat seine Position noch einmal. Auf Aussagen wie jene von Wittstocks Bürgermeister Jörg Gehrmann, der für die kommenden Jahrzehnte nicht an eine Umsetzung des Bauvorhabens glaubt, wollte sich Ortsvorsteher Ulrich Schnauder nicht, wie er sagte. „Wir müssen da dran bleiben. Sonst werden wir erst informiert, wenn es zu spät ist“, sagte er.

Andreas Bergmann will sich um ein Forum mit Politikern kümmern. Quelle: Christian Bark

Der Ansicht waren am Montagabend auch andere Zempower. „Von uns sollte jetzt ein klares Nein kommen“, forderte der Landwirt Wilhelm Schäkel. Anwohnerin Ulrike Laubenthal verwies darauf, dass man schon beim ersten Gerücht handeln müsse, um etwas bewegen zu können.

Das wollen die Zempower aber nicht allein tun. „Wir sollten mit anderen betroffenen Ortsteilen zusammengehen und nicht den einen gegen den anderen ausspielen“, sagte Ulrich Schnauder. Deshalb wolle man nun sondieren, ob sich die von der möglichen Streckenführung betroffenen Orte Dranse, Schweinrich, Berlinchen, Babitz und Sewekow ebenfalls gegen den Bau der B 189n stellen würden.

Ulrike Laubenthal empfahl, beim kleinsten Gerücht aktiv zu werden. Quelle: Christian Bark

Wichtig sind neben einer einheitlichen Position auch detaillierte Informationen, wie Anwohner Andreas Bergmann betonte. „Wir haben nach wie vor einen zu geringen Informationsstand“, sagte er. Das könne unter anderem in einem Forum mit Politikern und Sachverständigen geklärt werden. Er wolle sich um die Kontakte kümmern.

Ulrike Laubenthal will zudem die Grüne Liga Brandenburg als Bündnispartner mit ins Boot holen. Anwohner Falk Brune verwies in dem Zusammenhang noch auf die juristische Komponente bei solchen Verfahren. Hierbei könnten die Erfahrungen der Bürgerinitiative IG Hohe Heide nützlich sein, wie Ulrich Schnauder sagte. Er stehe im Kontakt mit ihr.

Schwerlastverkehr soll umgeleitet werden

„Die in der Hohen Heide sind noch schlimmer dran“, so der Ortsvorsteher. Dort solle die B 189 in Form einer Kraftfahrstraße ausgebaut werden.

In Bezug auf die B 189 n wollen die Zempower nun rasch handeln. In wenigen Wochen sollen die Gespräche mit den anderen Ortsteilen beendet sein. Bei einer gemeinsamen Position sei es aber danach auch wichtig, sich mit den Mecklenburgern zu verständigen, bei denen die Bundesstraße ebenfalls vor der Tür entlang verlaufen solle.

Ein weiterer Punkt sei die Umleitung des Schwerlastverkehrs aus der Region. Da wolle Jörg Gehrmann auch Gespräche mit Swiss Krono führen, so Ulrich Schnauder.

Von Christian Bark

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