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Wittstock: Exkurs über Rumänien

Auslandserfahrungen in der Bibliothek Wittstock: Exkurs über Rumänien

Wenn es um Rumänien geht, sind Aha-Effekte garantiert: Denn es ist nicht nur das Land des Dracula, der Zigeuner oder der Braunbären. Rumanien besitzt das schnellste Internet Europas und hat mit Klaus Johannis einen deutschsprachigen Präsidenten. All das und einiges mehr erfuhren Wittstocker Polthierschüler am Mittwoch aus erster Hand.

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Die rumänischen Schülerinnen Phoebe Müller (l.) und Alma Todescu (r.) mit Adriana Stanescu, der Gesandten der rumänischen Botschaft.

Quelle: Björn Wagener

Wittstock. Wo gibt es das schnellste Internet Euopas? Das wäre eine perfekte Quizfrage. Denn Hand aufs Herz: Wer würde auf Rumänien tippen? Aber es ist tatsächlich so. Und das Land bietet noch so manche Aha-Erlebnisse mehr. Rumäniens Präsident heißt Klaus Johannis. Er gehört der deutschen Minderheit an. Denn Deutsche sind neben Roma, Ungarn, Ukrainer und Rumänen mit 0,3 Prozent ein zwar kleiner Bevölkerungsanteil, aber die deutsche Sprache sei durchaus präsent im Alltag des Landes am Schwarzen Meer.

Wer mit Vorurteilen kommt, erlebt einen Kulturschock

„Transsilvanien“ und „Bären“ verbanden die Schüler der Wittstocker Polthier-Oberschule zuerst mit Rumänien. Doch das Land sei viel mehr als Dracula und Zigeuner, sagte Alma Todescu am Mittwoch in der Wittstocker Stadtbibliothek. „Wer mit Vorurteilen zu uns kommt, erlebt einen Kulturschock.“ Gemeinsam mit ihrer Schulkameradin Phoebe Müller stellte sie ihr Land unter dem Motto „Geschichten mit Biss – Leben in Siebenbürgen mit europäischen Werten seit Jahrhunderten“ gekonnt vor – in nahezu perfektem Deutsch. Mit Bildern, Musik und vielen Informationen nahmen die Mädchen die Schüler mit auf eine Reise in ihre Heimat Alba Iulia in Siebenbürgen – und das geht natürlich nicht ohne Dracula. So hatte sich Alma Todescu zeitweise in den berühmten Vampir verkleidet, und es gab auch einen kurzen Film über ihn zu sehen. Tradition und Moderne lägen nah beieinander. Pferdekutschen träfen auf zeitgemäße Autoindustrie. Auch erfuhren die Schüler, dass Roma gute Handwerker und Musiker seien, aber längst nicht jeder Rumäne den Lebensstil der Zigeuner begrüße.

Unterstützt wurden die rumänischen Schülerinnen bei ihrer Präsentation von Adriana Stanescu, der Gesandten der rumänischen Botschaft. Sie stellte Rumäniens Stärken in den Mittelpunkt – von der Geografie bis zu Land und Leuten. Rund 300 000 Deutsche hätte das Land im vergangenen Jahr besucht. In den Karpaten, einem Gebirgszug, seien viele Braunbären zu Hause.

Studieren komplett auf Deutsch

Verstärkung für die Repräsentantinnen Rumäniens kam vom Partnerschaftsbeauftragten Klaus-Peter Krüger, der mit den Wittstocker Schülern ein Quiz veranstaltete und ebenfalls mit so manch überraschender Information aufwarten konnte – etwa, dass man in Rumänien Studiengänge komplett auf Deutsch absolvieren könne und dass 2006 zuletzt einem Untoten, einem sogenannten Wiedergänger, ein Pflock durchs Herz getrieben worden sei.

Bibliotheksleiterin Georgia Arndt nannte das Treffen in der Wittstocker Bibliothek einen „europäischen Kulturaustausch“.

Nach den „Geschichten mit Biss“ schloss sich eine Gesprächsrunde mit Vize-Bürgermeister Dieter Herm und Lothar Nagel von der Bildungsgesellschaft Pritzwalk an. Dabei ging es um die wirtschaftliche Entwicklung Wittstocks und Bildungsmöglichkeiten im Hinblick auf Rumänien.

Von Björn Wagener

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