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Wittstock: Höhen und Tiefen überstanden

25 Jahre Hoch- und Tiefbaugesellschaft Wittstock: Höhen und Tiefen überstanden

Der Start wurde ihr vor 25 Jahren nicht leicht gemacht. Und auch heute kämpft die Hoch- und Tiefbaugesellschaft Wittstock mit Problemen wie dem Nachwuchsmangel. Trotzdem hat sich die Firma in dem vergangenen Vierteljahrhundert als eines der größten Bauunternehmen der Region etabliert und das wurde am Dienstag kräftig gefeiert.

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Geschenk unter ehemaligen Kollegen: Ex-Geschäftsführer Reimut Krüper überreichte Uwe Schedel (Mitte) und Torsten Köhring ein Bild.

Quelle: C. Bark

Wittstock. Der Gabentisch im Festsaal der Alten Molkerei wollte am Dienstag gar nicht so recht ausreichen für die vielen Glückwunsch-Präsente der über 100 Gäste aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik. Sie alle waren gekommen, um der Hoch- und Tiefbaugesellschaft Wittstock (HTW) zum 25. Jahrestag zu gratulieren. Und der Geburtstag eines der größten Bauunternehmen der Region war auch ein Grund zum Feiern, wie HTW-Geschäftsführer Uwe Schedel feststellte.

Das Unternehmen

Am 1. März 1991 ging aus dem VEB Kreisbaubetrieb Wittstock die Hoch- und Tiefbaugesellschaft Wittstock (HTW) hervor.

300 Millionen Euro Gesamtumsatz konnte die Firma seitdem erzielen.

140 Lehrlinge wurden in den 25 Jahren bei HTW ausgebildet. Darunter zu Maurern, Beton- und Tiefbauern sowie zu Bürokaufleuten. Auch duale Studiengänge zum Bachelor of Engineering sind bei HTW möglich.

An die 100 Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen derzeit.

Aller Anfang sei damals schwer gewesen, doch die Anstrengungen hätten sich gelohnt, resümierte er in seiner Jubiläums-Rede. „Die für uns in dieser Zeit zuständige Treuhandanstalt in Potsdam war dabei, im Chaos zu versinken“, erinnerte sich Schedel an den schwierigen Kaufprozess des ehemaligen VEB Kreisbaubetriebs Wittstock von der Treuhand vor einem Vierteljahrhundert. Letztlich kam der Kauf zustande und der Gründung der HTW stand am 1. März 1991 nichts mehr im Wege.

Ein Hauch von großer Bühne

Ein Hauch von großer Bühne. Das Duo „Bahnfrei“ aus Braunschweig sorgte mit Musical-Klassikern für Unterhaltung.

Quelle: Christian Bark

Doch wie beim Bauen musste das Unternehmen auch im Laufe seiner Geschichte Höhen und Tiefen hinnehmen. So erinnerte Schedel an den Brand, der nur wenige Monate nach Firmengründung die Tischlerei von HTW bis auf die Grundmauern zerstörte. Das wahrscheinlich dunkelste Kapitel in der Unternehmensgeschichte sei die Hausdurchsuchung der Wohn- und Geschäftsräume der HTW-Geschäftsführer durch die Zollfahndung Potsdam 2011 gewesen. Zwei anonyme Anzeigen sollen dem vorausgegangen und der Fall bis heute nicht abgeschlossen sein. „Damit war die Stimmung auf dem absoluten Tiefpunkt“, sagte Schedel.

Auch die Ausbildung künftiger Fachkräfte macht dem Geschäftsführer Sorgen. „Wir sind heute schon froh, wenn wir pro Lehrjahr einen Azubi haben“, erklärte er im Gespräch mit der MAZ. Trotz intensiver Bemühungen des Unternehmens auf Jobmessen und in Schulen, gelinge es immer weniger, junge Menschen für das Handwerk zu begeistern. Auch viele der 140 bereits bei HTW ausgebildeten Handwerker suchten eher die Nähe der Großstadt oder die bessere Bezahlung im Westen des Landes.

Dabei habe die Firma einen Großteil ihrer Aufträge in Metropolen wie Hamburg oder Berlin. So hätte HTW zuletzt 110 Wohneinheiten nahe des Berliner Olympiastadions geschaffen und regelmäßig würden auch Berliner bei dem Wittstocker Unternehmen Anstellung finden. In Sachen Löhne legt HTW Schedel zufolge immer mehr zu, besonders für langjährige Mitarbeiter. „Wer über zehn Jahre bei uns ist, erhält demnächst einen Bonus“, kündigte er an. Auch werde im Sommer groß mit den Mitarbeitern gefeiert.

Bürgermeister Jörg Gehrmann lobte das Fundament der Firma

Bürgermeister Jörg Gehrmann lobte das Fundament der Firma.

Quelle: Bark

Die Wertschätzung der Mitarbeiter bei HTW lobte auch Wittstocks Bürgermeister Jörg Gehrmann. Auf dem Weg zu den Feierlichkeiten hätten ihm HTW-Mitarbeiter vom Baugerüst zugerufen: „Bestell schöne Grüße.“ Das sei das beste Beispiel dafür, wie das Vertrauen der Angestellten in die Firma mal locker über die Straße gerufen werde.

Auch lobte Gehrmann die gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und Unternehmen. Denn im Auftrag der Stadt habe HTW bereits mit einer Vielzahl an Bauten Wittstock seinen Stempel aufgedrückt.

Und nicht nur Wittstock, wie Schedel betonte. Das Magnumboard auf dem Gelände der Krono-Gruppe in Heiligengrabe sei mit 24 500 Quadratmetern der größte Hallenbau des Unternehmens gewesen. Und so soll es nach Willen der Geschäftsführung weitergehen. Dafür sei 2015 zuletzt kräftig in die Zukunft investiert worden.

Von Christian Bark

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