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Ostprignitz-Ruppin Wittstock: Kirchenuhr kaputt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock: Kirchenuhr kaputt
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00:18 20.03.2016
Die Kirchturmuhr in Wittstock steht seit Wochen auf 5 Uhr. Der technische Schaden ist nicht so schnell zu beheben. Quelle: Björn Wagener
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Wittstock

Die Uhr in der Wittstocker St.-Marien-Kirche geht schon seit Monaten nicht mehr mit der Zeit. Um kurz nach 5 Uhr am Silvestertag blieben die Zeiger stehen. Grund: Es gab einen technischen Schaden, der es in sich hat. Ein gusseiserner Hebel an einem Zahnrad ist beidseitig gebrochen.

Das klingt nicht dramatisch, ist es aber. Denn den Hebel zu ersetzen, erfordere hohen Aufwand, sagt Uhrmachermeister Detlef Beuß, der für die Wartung der Uhr zuständig ist. „Materialhärte, Gewicht und Winkel müssen genau stimmen“, sagt er. Es gebe nur noch wenige Firmen, die solche Spezialaufträge überhaupt erledigen können. Im Schwarzwald habe sich eine solche aber gefunden. Um das Problem zuvor genau zu analysieren und die

Das ist das Zahnrad mit dem gebrochenen Hebel. Quelle: Björn Wagener

Kosten einschätzen zu können, wurde das Zahnrad mit dem gebrochenen Hebel zunächst dorthin eingeschickt. Ergebnis: Ein Ersatzhebel sei machbar, koste aber 3700 Euro. Aufbringen müsste diesen Betrag die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Wittstock als Eigentümer der Uhr. Wo dieses Geld herkommen soll, weiß Pfarrer Björn Borrmann allerdings noch nicht. „Wir müssen schauen, was an Haushaltsmitteln noch da ist“, sagt er und hofft gleichzeitig auf Spenden oder Sponsoren, die helfen können. Denn einen Fördertopf habe er noch nicht gefunden.

Es kommen viele Touristen

Immerhin geht es auch um Prestige. Die St.-Marien-Kirche ist nach den Museen Alte Bischofsburg Wittstocks zweitgrößter touristischer Besuchermagnet. In der Saison des vergangenen Jahres wurden 6445 Besucher registriert – die meisten kamen im August, nämlich 1351. Jetzt steht die neue Saison vor der Tür.

Detlef Beuß befürchtet, dass es noch etwas dauern könnte, bis die Uhr wieder die richtige Zeit anzeigt. Schließlich gehe es nicht nur um die Kosten. Auch die Reparatur selbst könne einige Zeit dauern, denn mit Beginn der neuen Saison sei damit zu rechnen, dass sich die Auftragsbücher der Spezialfirma rasch füllen, sodass der Reparaturauftrag aus Wittstock womöglich hinten anstehen muss.

Eine merkwürdige Bitte

Mit derartigen Ausfällen müsse bei alten Uhrwerken immer gerechnet werden, sagt Beuß. „Das sind Materialermüdungserscheinungen.“ Das Alter der Uhr schätzt er auf rund 150 Jahre; den Durchmesser des mächtigen Ziffernblattes auf rund 1,50 Meter. Dass die Uhr steht, ist Wittstockern bereits aufgefallen. Und einmal sei sogar eine etwas merkwürdige Bitte geäußert worden: „Jemand fragte mich, ob ich die Uhr nicht auf Punkt 12 Uhr stellen könne. Das geht natürlich, aber ob sie nun auf 5 Uhr oder 12 Uhr steht, ist letztlich egal. Denn sie läuft ja nicht.“ Die Mechanik sei über einen Seiteneingang immerhin gut zu erreichen.

Außer dem Zeitmesser in der St.-Marien-Kirche widmet sich Detlef Beuß auch den Kirchenuhren in Blandikow, Wulfersdorf und Sewekow sowie der Uhr im Wittstocker Rathaus. Letztere brauche besonders viel Zuwendung. „Da muss man ein- bis zweimal in der Woche hinauf.“ Das liege an elektronischen Anlagen, die dort oben ganz in der Nähe des Uhrwerkes untergebracht sind und viel Wärme produzieren. Die Temperaturschwankungen sorgten regelmäßig dafür, dass die Uhr ungenau geht.

Von Björn Wagener

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