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Wittstock: Neujahrsgespräch mit Bürgermeister

Fragen und Antworten in Biesen Wittstock: Neujahrsgespräch mit Bürgermeister

Das traditionelle Neujahrsgespräch mit dem Wittstocker Bürgermeister Jörg Gehrmann lockte am Dienstagabend viele Gäste in das Feuerwehrhaus nach Biesen. Dort wurden zwei Stunden lang verschiedenste lokale Probleme und überregionale Themen diskutiert. Künftig sollen auch Bundes- und Landtagsabgeordnete dazu eingeladen werden.

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Volles Haus herrschte am Dienstagabend beim Neujahrsgespräch im Feuerwehrhaus in Biesen.

Quelle: Björn Wagener

Biesen. Der Rundumschlag hätte kaum größer ausfallen können. Das Neujahrsgespräch am Dienstagabend in Biesen, zum dem der Ortsbeirat eingeladen hatte, ließ kaum ein Thema aus – von lokal bis international. Da ging es sowohl um schadhafte Stellen auf Gehwegen als auch um Landwirtschaft und Großkapital, um Laga oder Flüchtlinge, um Meinungen zu aktuellen Geschehnissen oder die große und die lokale Politik. Nichts war zu mächtig oder zu gering, um angesprochen zu werden. Als Gesprächspartner im restlos gefüllten Feuerwehrhaus begrüßte der Gastgeber und Ortsvorsteher Burkhard Schulz den Wittstocker Bürgermeister Jörg Gehrmann, der von Bauamtsleiter Friedhelm Kanzler begleitet wurde.

Hier die wichtigsten lokalen Fragen und Aussagen des Bürgermeisters zu verschiedenen Themen: Die Straße von Biesen nach Eichenfelde werde aus finanziellen Gründen vorerst nicht erneuert. Ein Gast hatte auf diese Notwendigkeit hingewiesen. Dafür aber gebe es keine Förderung. Die Stadt müsste die Kosten komplett selbst zahlen. Das wiederum sei nicht möglich, zumal es in anderen Ortsteilen Wittstocks dringendere Projekte gebe.

15 Wohnungen in Wittstock für Flüchtlingsfamilien

Zum Thema Flüchtlinge: Etwa ab Mitte dieses Jahres können bis zu 270 Geflüchtete in den Gebäuden des ehemaligen Awo-Zentrums in Wittstock untergebracht werden. Der Landkreis habe einen Vertrag über zehn Jahre mit dem Eigentümer abgeschlossen. Die Stadt wolle zudem 15 Wohnungen für Flüchtlingsfamilien zur Verfügung stellen, die in Wittstock bleiben wollen. Das B 3-Center habe als Erstaufnahmeeinrichtung eine Kapazität von 63 Plätzen. Ein Gast sah eine „große Gefahr“, dass man sich eventuell gewaltbereite Islamisten ins Land holt und fragte, inwieweit die hier ankommenden Menschen auch registriert seien. Für die Registrierung, so der Bürgermeister, sei das Land zuständig. Daher könne er dazu keine näheren Angaben machen.

Das Gerätehaus in Biesen sollte erweitert werden, etwa durch einen Mauerdurchbruch, so ein Vorschlag. Denn für Veranstaltungen werde es oftmals zu eng. Das war auch am Dienstagabend zu spüren. Jörg Gehrmann nahm diesen Hinweis auf.

Kritisiert wurde der Winterdienst am vergangenen Wochenende in Eichenfelde. Dort sei es sehr glatt gewesen, während in Biesen „Frühling“ geherrscht habe. Gehrmann sagte, dass Eichenfelde beim Winterdienst nicht außen vor bleiben solle. Die Sache werde geklärt.

Der Gastgeber Burkhard Schultz (stehend) hielt einen Rückblick

Der Gastgeber Burkhard Schultz (stehend) hielt einen Rückblick.

Quelle: Björn Wagener

Zum Thema Landesgartenschau (Laga) betonte Gehrmann, dass die Haushaltssituation der Stadt trotz der Ausrichtung der Schau im Jahr 2019 nicht schlechter sei als ohne Laga. „Wenn der Laga-Zuschlag nicht gekommen wäre, hätten wir genauso viel Geld für Projekte gehabt wie mit Laga. Niemandem wird etwas weggenommen.“ Die nächste Abstimmungsrunde mit den Ministerien des Landes finde am 10. Februar statt.

Beim Neujahrstreffen kam außerdem der Vorschlag, künftig Bundes- und Landtagsabgeordnete aus der Region zu den Neujahrsgesprächen in Biesen einzuladen, damit Fragen noch umfassender beantwortet werden könnten, etwa zur Kreisgebietsreform oder zur Flüchtlingspolitik. Der Hinweis wurde dankend angenommen und wohlwollend in Betracht gezogen.

Ortsvorsteher Burkhard Schultz präsentierte eine Rückschau auf das vergangene Jahr 2015 in Bildern. Beleuchtet wurden dabei Ereignisse aller Art – Feste, Arbeitseinsätze, der Abriss des Trockenwerkes bei Wulfersdorf, die Erneuerung der Glinzebrücke und vieles mehr. Kritisch betrachtete Burkhard Schulz den Umgang mit Straßenbäumen. Es habe sich gezeigt, dass ein Exemplar, das 2015 am Straßenrand in Biesen gefällt wurde, innen hohl war . Er belegte das mit entsprechenden Fotos. Sein Fazit: Alte Bäume lieber früher absägen zu dürfen und dafür neue pflanzen.

An dem Neujahrsgespräch hatten neben Gästen aus Biesen, Eichenfelde und Heinrichsdorf auch Besucher aus anderen Dörfern teilgenommen, darunter unter anderem Fred Wehland vom Ortsbeirat in Jabel oder auch Detlef Gehlhar, der Ortsvorsteher aus Wernikow.

Von Björn Wagener

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