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Ostprignitz-Ruppin Wittstock: Planschbecken als Plan
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock: Planschbecken als Plan
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02:15 18.07.2015
Badleiter Frank Möller in dem Vorbereitungsraum, der einmal das Planschbecken beherbergen könnte. Quelle: Fotos (2) Björn Wagener
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Wittstock

Prüfen. warten, reinigen: Die Wittstocker Schwimmhalle ist seit Mittwoch geschlossen. Bis Ende August werden die technischen Anlagen überprüft und wieder in Schuss gebracht. „Vor allem unter dem Hubboden sammelt sich viel Schmutz, weil er ja täglich im Einsatz ist“, sagt Badleiter Frank Möller von der Wittenberger Bäder GmbH, zu der die Schwimmhalle gehört. Außerdem werde der Zustand der Fliesen gecheckt und Pumpen und Filter überprüft. Ab 1. September soll alles wieder fit für die nächste Badesaison sein und die Halle öffnen.

Diese Wartungsprozedur ist mittlerweile Routine. Sie findet jedes Jahr jeweils über die Sommerferien statt. Denn dann ist einerseits Urlaubszeit, und andererseits zieht es die Daheimgebliebenen eher an die Seen, wenn sie sich an heißen Sommertagen erfrischen wollen.

Probleme, die einer pünktlichen Wiedereröffnung im Wege stehen könnten, sieht Frank Möller nicht. Allerdings gebe es in der Halle Sanierungsbedarf. Denn obwohl das Foyer, der Dusch- und Umkleidebereich inzwischen erneuert wurden, so sei doch eine energetische Sanierung der Außenhülle mit den Fensterfronten nötig, sagt er. „Besonders im Winter zieht der Wind die Wärme merklich heraus.“ Ob oder gar wann eine solche Investition umgesetzt werden kann, sei derzeit noch nicht abzusehen. „Aber wir sind gemeinsam mit der Stadt Wittstock dabei, eventuelle Fördermöglichkeiten zu erschließen. Aus energetischer Sicht muss auf jeden Fall etwas geschehen“, sagt Möller.

Die Wittstocker Schwimmhalle

Die Wittstocker Schwimmhalle in der Rheinsberger Straße wurde im Jahr 1987 eröffnet. Das Foyer, die Duschen und die Umkleidekabinen wurden bereits saniert. Bis heute erfreut sich die Halle großer Beliebtheit, bei Kindern ebenso wie bei Senioren. Im Jahr 2014 wurden laut Badleiter Frank Möller rund 34 000 Gäste gezählt. Das sei ein „guter Wert“. Das Becken fasst rund 600 Kubikmeter Wasser, das mit einer Pumpe und einer Filteranlage jeden Tag zwei- bis dreimal umgewälzt werde. Die Wassertemperatur beträgt 28 Grad.

Betrieben wird die Halle von der Witenberge Bäder GmbH, die in fünf Bundesländern insgesamt 17 Bäder (inklusive Freibäder) betreibe, wie Möller sagt. Das nächste in der näheren Umgebung ist die Müritz-Therme in Röbel.

Die Verwaltung bestätigt das. „Die Stadt ist natürlich sehr daran interessiert, die Schwimmhalle weiter zu sanieren“, teilte Sprecher Jean Dibbert am Mittwoch auf MAZ-Nachfrage mit. Deshalb sei dieses Vorhaben in den Antrag für den Stadt-Umland-Wettbewerb aufgenommen worden. Es gebe jedoch noch keine Entscheidung darüber, ob diese Pläne dort tatsächlich berücksichtigt werden. Dazu sei ohnehin zunächst erst einmal eine Planung nötig, die bislang noch nicht vorliege. „In diesem Jahr ist deshalb nichts mehr in diesem Bereich zu erwarten“, so Jean Dibbert. Wenn nach einer Planung die entsprechenden Fördermittel jedoch bereitgestellt würden, rücke der Bau in greifbare Nähe.

Sollte das so eintreffen, dann schwebt Frank Möller nicht nur eine bloße Hüllensanierung vor. Stattdessen werde daran gedacht, die Halle um ein Planschbecken für die Jüngsten zu erweitern. „Junge Familien mit kleinen Kindern wissen oft nicht, wo sie sie unterbringen sollen, wenn sie die Schwimmhalle besuchen möchten.“ Angedacht sei deshalb, das Becken etwa 30 Zentimeter tief anzulegen. Außerdem solle das Wasser mit 30 Grad dann zwei Grad wärmer als im großen Becken sein, damit die Kleinen auch mal etwas länger planschen können, ohne gleich zu frieren. Entstehen könnte das Becken für die Knirpse in dem jetzigen Vorbereitungsraum, in dem derzeit allerhand Hallen-Utensilien untergebracht sind. Die Halle habe auf jeden Fall das Potenzial, das eine solche Aufwertung rechtfertigt. Denn hier finde auch das Schulschwimmen statt.

Möller macht aber auch klar, dass das Baby-Planschbecken nur dann realisiert werden kann, wenn der gesamte Hallenbereich modernisiert würde. Denn es bräuchte auch eine neue Wasseraufbereitungsanlage, um das kleine Becken zu betreiben. Mit der jetzigen sei das nicht zu machen.

Zwar könnte unter Umständen auch einfach ein Planschbecken in dem genannten Bereich aufgestellt werden, aber dann müsse zunächst über die Bauart entschieden werden. Vor allem aber sei es schwierig, eine Genehmigung dafür zu bekommen.

Frank Möller ist aber trotz allem zuversichtlich, das Planschbecken für kleine Wasserratten künftig einrichten zu können, auch wenn es in diesem Jahr nichts mehr wird. „Aber wir haben eine gute Zusammenarbeit mit der Stadt Wittstock.“

Von Björn Wagener

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