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Wittstock: Überblick auf einen Klick

Moderne Verwaltung Wittstock: Überblick auf einen Klick

Wo liegen welche Leitungen? Welche Schulen gibt es? Was sehen bestimmte Baupläne vor? Der Leistungsumfang des neuen Geoportals ist so umfassend wie das Leben selbst. Seit Montag ist es auf der Website der Stadt Wittstock freigeschaltet.

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Die Oberfläche des neuen Geoportals der Stadt Wittstock.

Quelle: Björn Wagener

Wittstock. Die Stadt Wittstock verfügt ab sofort über ein Geoportal. Es wurde am Montag auf der Website der Stadt (www.wittstock.de) freigeschaltet. Es führt Daten aus verschiedensten Bereichen zusammen und ermöglicht dem Nutzer, sich einen ersten Überblick zu verschaffen. Das Portal richtet sich sowohl an Privatinteressenten als auch an Planer. Ein großer Vorteil ist dabei die Zeitersparnis. Denn wer bisher detaillierte Informationen zu planerischen Grundlagen oder zu verschiedenen Bereichen suchte, musste sie telefonisch oder schriftlich bei der jeweiligen Behörde anfordern. Das war mitunter nicht einfach. Denn zunächst musste man erst einmal wissen, welches Amt überhaupt zuständig ist und einen Mitarbeiter erreichen, der wiederum Zeit investierte, um die gewünschten Informationen herauszusuchen und weiterzuleiten, per E-Mail oder Post – eine langwierige Angelegenheit.

Einfacher und schneller ans Ziel

Dieser Prozess soll nun mit dem Geoportal entscheidend vereinfacht und damit verkürzt werden. Denn es beinhaltet sehr detaillierte Informationen zu den Bereichen Planung und Bauen; Bildung und Soziales; Wirtschaft; Tourismus, Kultur und Freizeit; Umwelt; Liegenschaftskataster; Forst, Jagd und Landwirtschaft sowie Geobasisdaten. Wer zum Beispiel ein Haus bauen möchte, kann mit wenigen Klicks nicht nur erfahren, wo das anvisierte Grundstück liegt und welche Form es hat, sondern auch, inwieweit es erschlossen ist, wo welche Leitungen liegen oder ob eine Straßenbeleuchtung vorhanden ist oder nicht. Anderes Beispiel: Wer wissen möchte, welche Schulen es in Wittstock gibt, wird in dem Menü in übersichtlicher Form zum Ziel geführt und erfährt bei Bedarf nicht nur alles Wichtige über die Schule selbst, sondern kann sich auch anzeigen lassen, wo sich etwa die nächste Bushaltestelle befindet und erfährt damit, welche Wege das Kind zurücklegen muss. „Denn wir bieten auf dem Geoportal nicht nur Daten aus dem eigenen Hause, sondern führen auch Informationen von anderen Anbietern dort zusammen“, beschreibt Petra Kranz, die das Portal maßgeblich erarbeitet hat. So habe man zum Beispiel eng mit dem Wasser- und Abwasserverband zusammengearbeitet.

Informationen nicht rechtsverbindlich

Bei alldem musste zunächst eine sehr große Menge von Daten zusammengetragen und aufbereitet werden. Um künftig immer auf dem Laufenden zu sein, bedarf das Portal der ständigen Pflege und Aktualisierung. Allerdings betont Petra Kranz, dass die Informationen lediglich der Vorabinfo für den Nutzer dienen sollen. „Sie stellen keine rechtsverbindliche Auskunft dar.“ Wer noch tiefgründigere Dinge wissen möchte, könne sie nach wie vor bei der Stadt erfragen. „Aber in vielen Fällen reichen die Angaben auf dem Portal bereits aus“, so Petra Kranz.

Seit fast fünf Jahren verfolge die Stadt Wittstock das Ziel, ein solches Geoportal einzurichten. In seiner jetzigen Form hätte es das Ganze heute noch längst nicht gegeben, wenn das Projekt nicht zu 75 Prozent gefördert worden wäre. Das heißt, die Stadt musste von den Gesamtkosten in Höhe von rund 75 000 Euro nur 25 Prozent aus eigener Tasche bezahlen, wie Bürgermeister Jörg Gehrmann sagt. Er sieht in dem Portal einen großen Fortschritt bei der Vereinfachung der Kommunikation zwischen den Ämtern – vor allem auch im Hinblick auf die 2019 in der Dossestadt bevorstehende Landesgartenschau (Laga). Wittstock sei nach der Kreisstadt Neuruppin die zweite Stadt im Landkreis OPR, die über ein solches Geoportal verfügt. Aus seiner Sicht werde es künftig auch darum gehen, zu entscheiden, ob das Informationsangebot ausgeweitet werden sollte. Inwieweit nachgebessert oder verändert wird, hänge von der Resonanz der Nutzer ab, die nun erst einmal abgewartet werden solle.

Von Björn Wagener

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