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Ostprignitz-Ruppin Wittstock bibbert bei bis zu Minus 12 Grad
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock bibbert bei bis zu Minus 12 Grad
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00:39 02.03.2018
Schön warm eingemummelt, wie hier Annika Bröcker am Dienstag in Wittstock, sind dem Winter auch gute Seiten abzugewinnen. Quelle: Björn Wagener
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Wittstock/Heiligengrabe

„Reden? Jetzt? Das geht wirklich gar nicht. Ich hab’ alles draußen“, sagt Dirk Grahlmann vom gleichnamigen Abschleppdienst in Siebmannshorst am Dienstagmorgen und bittet um Verständnis, dass er wirklich keine Zeit für Interviews habe.

Schnell und heftig zeigte der Winter, was er Ende Februar noch drauf hat. Vor allem die Autofahrer erwischt es bei bis zu Minus 12 Grad eiskalt, wenn sie sich mit schlappen Batterien, Starthilfekabeln und Schnee und Eis auf Scheiben und Straßen herumplagen müssen. Das weiß nicht nur Dirk Grahlmann vom Abschleppdienst.

Die Feuerwehr rückte am Montagabend und Dienstagfrüh zu insgesamt drei Unfällen auf der Autobahn aus. „Es war aber nichts Außergewöhnliches“, sagt Wehrführer Steffen Müller. Unter anderem sei ein Lkw von der Straße abgekommen und im Graben gelandet.

Tränken für die Tiere müssen eisfrei gehalten werden

Wenn es knackig kalt ist, wird der Alltag in Landwirtschaftsbetrieben schwieriger. „Die Tränken für die Tiere müssen eisfrei gehalten werden. Für alle Mitarbeiter, die mit Wasser zu tun haben, ist es jetzt sehr schwierig“, sagt Katja Liebenthal, Vorstandsvorsitzende der Agrargenossenschaft Blesendorf-Zaatzke. Es seien zusätzliche Heizlüfter aufgestellt worden, um die Bedingungen ein wenig erträglicher zu machen.

Gerade bei kräftigen Minusgraden fallen Heizungen gern einmal aus. Das kann Marco Mundt, Geschäftsführer der Firma „Thema“ aus Heiligengrabe, bestätigen. „Es ist definitiv so. Wenn die Anlagen bei großer Kälte auf Hochleistung laufen, dann geht auch schneller mal etwas kaputt“, sagt er.

Montags kann es turbulent werden

Im Winter mache sich das besonders an Montagen bemerkbar. Wenn Heizungsanlagen am Wochenende zuvor schon Probleme bereiteten, „dann behelfen sich die Leute zunächst irgendwie, rufen aber am Montagfrüh bei uns an. Und es klingelt hier laufend“, sagt Mundt. Er empfiehlt, die Wartung der Anlagen nicht zu vernachlässigen, um Schwierigkeiten vorzubeugen.

Wenn die Heizung gut funktioniert, bleibt man auch gern mal im Warmen. Das merken die Mitarbeiter der Wittstocker Löffelstube der Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung (Gab).

Bei Kälte kommen weniger Menschen

Nur etwa 15 Tüten mit gespendeten Lebensmitteln wie Gemüse, Obst, Milch, Butter, Joghurt und ähnlichen Dingen würden derzeit täglich an Bedürftige ausgegeben, sagt Erik Stahlbaum, Leiter der Wittstocker Außenstelle der Gab. An wärmeren Tagen seien es merklich mehr. Neuerdings könnten sich die Besucher auch telefonisch anmelden, damit lange Wartezeiten möglichst vermieden werden. „Leute, von denen wir wissen, dass sie nicht gut zu Fuß sind, beliefern wir bei Bedarf.“

Wer bei jedem Wetter unterwegs sein muss, braucht früher oder später die obligatorische Winterausrüstung: Türschlossenteiser, eine neue Autobatterie, Scheibenwischer, diverse Frostschutzmittel, Streumaterial – all das werde jetzt verstärkt nachgefragt, sagt Patrick Wachner vom Wittstocker Hagebaumarkt. Schneeschieber hingegen seien in den Häusern meist schon vorhanden. Sie würden nur dann nachgekauft, wenn sie kaputt gegangen sind.

Eishockey-Schläger sind ausverkauft

Aber der Winter kann auch Spaß machen. Deshalb gehe der ein oder andere Schlitten oder Glider ebenso über den Ladentisch. Nur wenn man vom Schlittenfahren genug hat und vielleicht lieber mit Freunden Eishockey spielen möchte, könnte es schwierig werden. „Eishockey-Schläger sind ausverkauft“, so Wachner.

Von Björn Wagener

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