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Wittstock blüht nun Großes

Jubel über Laga-Vergabe an die Dosse Wittstock blüht nun Großes

Am Ende wurde es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Beelitz und Wittstock, das die Dossestadt letztlich für sich entschied. Wittstock wird sich 2019 auf 417 Quadratkilometern seinen Besuchern präsentieren. Förderer Bernd Haase: „Das ist einfach nur geil.“

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Die Wittstock-Rose wird natürlich auch auf der Landesgartenschau erblühen.

Quelle: Madlen Wirtz

Wittstock. Riesenjubel am Dienstag im Wittstocker Rathaus: Die Dosse­stadt hat den Zuschlag bekommen und wird 2019 die Landesgartenschau ausrichten. Das verkündete Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger am Dienstag nach der Kabinettssitzung der Landesregierung in Potsdam. Aus diesem Grund sind am gestrigen Dienstag auch Wittstocks Bürgermeister Jörg Gehrmann (parteilos) und Stadtverordnetenvorsteher Burkhard Schultz (Kreisbauernverband) nach Potsdam gefahren. Die Einladung für die Veranstaltung am Nachmittag hatte den Bürgermeister um 10.11 Uhr erreicht, wie er am Dienstag mitteilte. Da habe er jedoch noch nicht gewusst, ob die Dossestadt tatsächlich das Rennen machen würde. Doch als er vor Ort niemanden aus den Konkurrenzstädten Beelitz und Spremberg sah, sei ihm bewusst geworden, dass es Wittstock offenbar geschafft hat. „Man muss das erst mal sacken lassen“, sagte er kurz nach der Verkündung und fügte an, er sei nun „himmelhoch jauchzend“. Jedoch sei auch klar, dass nun „ein großes Stück Arbeit“ vor der Stadt liege. Die Laga sieht Gehrmann als eine „große Chance für den gesamten Nordwesten Brandenburgs – vor allem auch im Hinblick auf das Zusammenwirken mit dem Verein Autobahndreieck Wittstock und der Stadt Neuruppin.“

Auch der Landkreis Ostprignitz-Ruppin hatte die Laga-Bewerbung Wittstocks unterstützt

Auch der Landkreis Ostprignitz-Ruppin hatte die Laga-Bewerbung Wittstocks unterstützt. Hier pflanzt Landrat Ralf Reinhardt (r.) gemeinsam mit Wittstocks Bürgermeister Jörg Gehrmann eine Wittstock-Rose vor dem Landratsamt an der Neustädter Straße in Neuruppin

Quelle: Andreas Vogel

Mit dem Zuschlag steht nun fest: 2019 werden die Stadt und ihre Ortsteile auf insgesamt 417 Quadratkilometern buchstäblich erblühen. Das Hauptgebäude des ehemaligen Bahnhofes wird zum Eingangstor; der Lokschuppen daneben zu einer Blumenhalle. Weitere Hotspots sind die Tourismusinformation am Bleichwall und die St.-Marien-Kirche. Veranstaltungsorte werden aber auch der Amtshof mit der Freilichtbühne und die Stadthalle sein. Der Bezahlbereich werde sich im Halbbogen um die Kernstadt herum bewegen, sagt Friedhofsgärtner Bernd Haase, der sich als Unterstützer der Laga in Wittstock mit all seiner Kraft für dieses Ziel einsetzte. Am Dienstagnachmittag wich die Anspannung der Begeisterung: „Das ist so toll! Ein absoluter Hammer!“ Die Aufwertung, die die Stadt Wittstock durch die Landesgartenschau erfahre, sei einmalig. Bei der Entscheidung habe es am Ende ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Beelitz und Wittstock gegeben, verriet er. Bernd Haase vermutet, dass es letztlich eine Entscheidung zugunsten einer Randregion gewesen sei.

Auch bei Vize-Bürgermeister Dieter Herm war am gestrigen Dienstag die Freude groß. Gemeinsam mit Bernd Haase führte er ein Fernseh-Kamerateam durch die Stadt und erklärte an künftigen Laga-Schauplätzen, wie sich Wittstock die Schau vorstellt.

Das Konzept hatten die drei verbliebenen Bewerberstädte bereits am Ende August eingereicht. Eigentlich sollte erst auf der Grünen Woche im Januar 2016 in Berlin verkündet werden, wer die Laga ausrichten darf. Aber Wittstock habe Druck gemacht, weil keine Zeit für die Vorbereitungen verschenkt werden solle, so übereinstimmend Bernd Haase und Dieter Herm. Nun sollen eine Firma gegründet und Beratungsgremien geschaffen werden, die sich speziell um die Vorbereitung der Landesgartenschau in Wittstock kümmern sollen, sagt Dieter Herm. Laut Konzept werden knapp 20 Millionen Euro für die Ausrichtung veranschlagt.

Von Björn Wagener

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