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Wittstock hängt sich für die Laga rein

Tourismusverein bereitet sich auf Gartenschau vor Wittstock hängt sich für die Laga rein

Drei Jahre sind noch Zeit, bis Wittstock die Landesgartenschau ausrichtet und buchstäblich erblühen wird. Bis dahin aber gibt es noch viele Baustellen. Der Tourismusverein Wittstocker Land ließ sich das Laga-Konzept von Vize-Bürgermeister Dieter Herm erklären. Die Ideen reißen nicht ab.

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Es besteht die Befürchtung, dass eine Dauerbepflanzung an der Stadtmauer vom Denkmalschutz nicht toleriert wird.

Quelle: Björn Wagener

Wittstock. Wie wär’s mit einem Laga-Buffet oder Rosen-Butter zum Frühstück? Klingt verlockend, aber bevor die Besucher schlemmen können, muss sich zunächst einmal der Tourismusverein Wittstocker Land die Landesgartenschau 2019 buchstäblich auf der Zunge zergehen lassen. Am Montagabend fanden sich die Vereinsmitglieder, größtenteils Unternehmer aus der regionalen Tourismusbranche, im Hotel Röbler Thor in Wittstock zusammen, um darüber zu diskutieren, was man tun kann, damit die Laga-Besucher viel erleben und möglichst lange in der Stadt bleiben. Drei Jahre sind noch Zeit, bis die Schau ihre Pforten öffnet. Noch stehen Stadt und Tourismusverein bei ihren Vorbereitungen ganz am Anfang.

Vize-Bürgermeister Dieter Herm stellte am Montagabend das städtische Konzept für die Gartenschau vor. Es beinhaltet eine Vielzahl von Vorhaben. Neben der Neugestaltung der Eingangssituationen am Bahnhof und der heutigen Tourist-Information am Bleichwall gehört auch der Umzug Letzterer ins Bahnhofsgebäude zu den wichtigsten Veränderungen. Das Ganze soll voraussichtlich zum 31. Dezember 2018 vollzogen werden. Laut Jürgen Paul sei das Bahnhofsgebäude für die Unterbringung der Tourist-Information von Vorteil. „Dann müssen sich die Besucher nicht mit dem Einbahnstraßensystem in der Innenstadt abquälen, um dorthin zu gelangen.“ Beleuchtet wurde am Montag unter anderem auch der Ebertpark mit dem Glinzeverlauf, den Historiker Wolfgang Dost in seiner jetzigen Art als „langweilig“ bezeichnete.

Viele Ideen drehen sich um die Dosse

In der Runde war man sich einig, dass die Glinze „sichtbarer“ gemacht und das Ufer gestaltet werden müsse. Eine im wahrsten Sinne des Wortes große Herausforderung wird die alte Tuchfabrik in der Nähe des Bleichwalls sein. Da man mit einer solchen Industriebrache „schlecht punkten“ könne, wie Dieter Herm sagte, solle versucht werden, sie günstig zu erwerben und zumindest so weit zu sanieren, dass ein weiterer Verfall verhindert wird. Da müsse man jedoch sehen, was die Förderkulisse hergibt. Darüber würden noch heiße Diskussionen zu führen sein. Dieter Herm ging darüber hinaus auf eine Reihe anderer Bereiche ein – etwa die Renaturierung der Dosse, die Einbeziehung und Neuschaffung von Spielplätzen, den Bau einer weiteren Brücke über die Dosse, die Schaffung von Parkplätzen oder das in Arbeit befindliche Verkehrskonzept. Schon jetzt kündigte er an, dass die Kyritzer Straße für die Zeit der Laga für den Durchgangsverkehr geschlossen werde. Mit einem sogenannten High-Flyer – einem Ballon an einem Seil – könnten Besucher einen Blick übers Laga-Gelände werfen. Dieter Herm ermutigte Gastronomen, spezielle kulinarische Laga-Kreationen zu schaffen, und legte auch Wert darauf, dass sich die Ortsteile mit einbringen.

Aus den Reihen des Tourismusvereins kamen etliche Hinweise: Der hölzerne Aussichtsturm bei Blumenthal sei im Konzept zu wenig berücksichtigt; Dauerbepflanzungen an der Stadtmauer seien schwierig, weil die Denkmalschutzbehörde dem nicht zustimmen könnte; die Kneipp-Anlage in Heiligengrabe solle entsprechend hergerichtet werden; für Hunde sollten sogenannte Gassi-Klos angeboten werden; ein Radweg von Wittstock nach Alt Daber wurde als wichtig angesehen; der Wassertourismus solle im Blick behalten werden; die Vernetzung in die Nachbarstädte und -regionen, auch in Richtung Mecklenburg, sei wichtig, und könne bei der Unterbringung von Gästen gute Dienste leisten. Es kam die Frage auf, ob das Laga-Logo der Stadt von Firmen auf Briefköpfen oder in Signaturen verwendet werden darf. Laut Stadt-Sprecher Jean Dibbert sei das durchaus erlaubt. Er weist jedoch darauf hin, dass es sich bei dem Logo um ein vorläufiges Layout handele. Wer größere Mengen von Firmen-Briefpapier oder ähnlichem bestellt, sollte das bedenken. Dibbert empfiehlt Unternehmen, sich mit der Stadt entsprechend abzustimmen.

Von Björn Wagener

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