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Ostprignitz-Ruppin Wittstock hat die Wahl zwischen Ja oder Nein
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock hat die Wahl zwischen Ja oder Nein
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02:17 08.08.2015
Stimmzettel mit pro und kontra Amtsinhaber. Quelle: Björn Wagener
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Wittstock

Rund 1950 Jastimmen braucht Jörg Gehrmann bei der Bürgermeisterwahl am 27. September, um auch für die nächsten acht Jahre Bürgermeister der Stadt Wittstock bleiben zu können. Denn obwohl der aktuelle Stadt-Chef der einzige Bewerber auf das neue Amt ist, braucht es für eine gültige Wahl eine Wahlbeteiligung von mindestens 30 Prozent. Gehrmann muss davon wiederum mindestens mehr als die Hälfte der Stimmen auf sich vereinen. Bei der Zahl der Jastimmen für ihn muss also eine 15 vor dem Komma stehen. Da knapp 13 000 Wahlberechtigte in Wittstock und den Ortsteilen leben, ergibt sich die oben genannte Zahl.

Jörg Gehrmann, der für die Listenvereinigung Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)/Freie Wählergemeinschaft Prignitz-Ruppin (FWG) antritt, hat zwar keinen Konkurrenten zu fürchten, aber die Wähler haben trotzdem eine Wahl. Denn sie können ja oder nein ankreuzen. Das gibt die Gestaltung des Stimmzettels her.

Eine Stichwahl ist ausgeschlossen

Bisher liegt er nur im Entwurf vor, aber auch wenn sich womöglich noch Kleinigkeiten im Layout ändern, so steht doch grundsätzlich fest, dass die Wähler zustimmen oder ablehnen können. Das hat Wahlleiter Holger Schönberg jetzt mitgeteilt. Das soll die Wähler animieren, auf jeden Fall zur Wahl zu gehen, ganz gleich, ob sie ihr Kreuzchen für oder gegen Gehrmann setzen. Die Stadt will damit der möglichen Auffassung bei den Wählern entgegenwirken, es sei ja ohnehin alles entschieden, weil es nur einen Kandidaten gibt. Denn das könnte sich negativ auf die Wahlbeteiligung auswirken, was wiederum vermieden werden soll. Denn eine hohe Wahlbeteiligung strahle auch auf andere Bereiche aus, sagt Vize-Bürgermeister Dieter Herm. Fest steht allerdings schon jetzt: Eine Stichwahl wird es nicht geben, weil Gehrmann der einzige Bewerber ist.

Briefwahl im Bürgermobil auf der Gewerbeschau

Insgesamt werde es laut Holger Schönberg 28 Wahlbezirke geben, davon 18 in den Ortsteilen, wo es zudem „relativ problemlos“ sei, Wahlhelfer zu finden. In der Kernstadt hingegen würden noch Helfer gebraucht, aber auch hier ist Schönberg „guter Dinge“, genügend Freiwillige zu finden, um die Wahlprozedur vollziehen und die Stimmen auszählen zu können. Wer am Wahltag keine Möglichkeit hat, persönlich an die Urne zu treten, kann natürlich auch die Briefwahl nutzen. Die Stimmzettel dafür werden in dieser Woche gedruckt, so dass die Briefwahl voraussichtlich ab der kommenden Woche möglich sein wird. „Wer möchte, kann seine Briefwahlunterlagen auch am Bürgermobil auf der Gewerbeschau am 6. September ausfüllen“, so Schönberg. Dass dieses Angebot gern genutzt wird, zeigen Erfahrungen aus der Vergangenheit. So hätten laut Holger Schönberg bei einer vorangegangenen Wahl rund 100 Leute ihre Stimme am Bürgermobil auf der Gewerbeschau abgegeben. Das habe knapp zehn Prozent aller Briefwähler ausgemacht.

Von Björn Wagener

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